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www.ULANI.net © Philippe Ochsenbein, Switzerland
ULANI
ETAP 46 DS, Monohull, Sloop
Switzerland, Basel
HBY4319
269 726 000
infoulani.net

Bilder und Berichte 2017

Australien, Oktober bis Dezember 2017
Australien 11.12.2017   Tomaree Head Lookout und Sanddünen
32°46'12.9"S, 152°04'05.5"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Am Ende der südlichen Hafeneinfahrt liegt der Aussichtspunkt Tomaree Head Lookout. Der Fussweg führt von Meereshöhe steil hinauf auf 161 m auf den Mount Tomaree. Als wir unseren Van am östlichen Ende der Shoal Bay parken fallen uns zwei Schweizer Autonummern auf. Auf unserem Rückweg treffen wir die dazu gehörenden Schweizer Paare und führen ein nettes Gespräch.
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Sie haben ihre Fahrzeuge von Bremerhafen nach Australien verschifft und reisen jetzt im eigenen Offroad-Camper durch das ganze Land. Die schweren Camper (der eine ist für 5.5 Tonnen zugelassen) konnten sie von der Schweiz aus nicht versichern und so haben sie die Autonummer in der Schweiz hinterlegt und fahren mit selber produzierten Autoschildern herum - eine intressante Lösung. Natürlich sind sie zusätzlich privat versichert, zahlen aber so keine Strassenverkehrsabgaben. Scheint eine funktionierende Grauzone zu sein, denn die Schweiz
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Die Sanddünen sind einen Besuch wert
interessiert das nicht und Australien akzeptiert es weil sie die Fahrzeuge hier auf Fahrtüchtigkeit offizell geprüft haben (road worthy).

Der Aufstieg zum Gipfel ist ziemlich steil und zwischendurch wechselt der Weg sogar auf Treppen und Stege aus Metall. Am frühen Nachmittag kommen wir zum Campingplatz zurück und nehmen im Schatten ein spätes Mittagessen ein. Das Tagesprogramm ist aber noch nicht fertig. Nach der Pause am Nachmittag wollen wir am frühen Abend die nahegelegenen Sanddünen besuchen. Diese sind vom Zeltplatz aus in nur 5 Gehminuten erreichbar.

Mit Flipflops und allen Fotokameras bewaffnet machen wir uns auf, mit dem Ziel ein paar Impressionen einzufangen. Wir sind fast ein bisschen zu früh dran, denn die Sonne geht heute erst um 19:45 Uhr unter, aber wir harren aus und können die Stimmung recht gut ablichten. Nach einer erfrischenden Dusche machen wir nicht mehr lange und fallen müde ins Bett.

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Australien 10.12.2017   Hawks Nest, Port Stephens, Touristen
32°46'12.9"S, 152°04'05.5"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Da wir auf dem Weg in den Süden die Küstenorte abklappern, sind eben viele Strände und Leuchttürme auf dem Programm. In den nächsten Tagen wollen wir die wichtigsten Orte um Port Stephens besuchen. Um diesen grossen Naturhafen sind mehrere Touristenorte entstanden. Kein Wunder, denn es reiht sich ein malerischer Strand an den anderen.
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Unser erster Stopp machen wir in Hawks Nest, genauer gesagt an Jimmys Beach (Koordinaten: 32°40'40.3"S, 152°10'18.3"E). Viele Ferienhäuser stehen gleich hinter dem Strand mit beneidenswerter Aussicht. Auf unserer Entdeckungsfahrt machen wir hier nur einen kurzen Halt und fahren nun um die ganze Bucht um an die südliche Halbinsel dieses Meereinschnitts zu gelangen.
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Nachdem wir zuerst den Campingplatz klar machen, schwärmen wir wieder aus und durchstreifen alle Örtchen. Besuchen Port Stephens, Nelson Bay, Shoal Bay, Fingal Bay und natürlich auch immer die dazu gehöhrenden Strände.
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Der Zeltplatzmanager war früher für Wasserbohrungen zuständig und weiss viel zu erzählen. Als der Action-Film SAHARA hier gedreht wurde, war er beteiligt als ein Wasserloch für die Filmcrew gebohrt wurde. Obwohl der viele Sand das Grundwasser sehr gut filterte und es in Trinkwasserqualität hochgepumpt wurde, wollten die Amerikaner nur die Autos damit waschen.

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Wir wollen die Sanddünen noch vom Zeltplatz aus begehen, fahren aber heute schon mal an den Platz wo alle Touristen bedient werden (Koordinaten: 32°46'56.5"S, 152°04'29.9"E). Als Attraktion kann man auf einem kleinen Brett 30 Meter die Dünen runter rutschen, Kamelreiten oder mit einer Bewilligung sogar mit dem eigenen 4-Rad-Antrieb auf den Sanddünen herum rasen.
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Das Kamelreiten ist zwar mit 25 CHF nicht sehr teuer, bietet aber auch nur einen kurzen Rundgang. Zu Zweit auf einem Kamel und, wie könnte es auch anders sein in Australien, mit Helm (!) - Nein danke. Wer wie wir schon einmal Kamele in der richtigen Sahara geritten ist, braucht diesen Zirkus hier nicht.
Australien 08. + 09.12.2017   Boomerang Beach, Lakes und Bulahdelah
32°24'24.3"S, 152°12'15.7"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Auf der heutigen Etappe fahren wir durch mehrere Nationalpärke, entlang der Küste und einigen Salz- oder Brackwasserseen. Diese Seen haben Namen wie Wallis-, Smiths- und Myall-Lakes. Fast alle liegen in oder am Rande eines Nationalparks. Übrigens gibt es über 600 Nationalpärke alleine in New Souths Wales!

An der Küste stoppen wir für einen Spaziergang am Strand mit dem vielversprechenden Namen Boomerang Beach (Koordinaten: 32°20'34.3"S, 152°32'25.6"E). Boomerangs sehen wir keine, aber vielleicht heisst der Strand nur wegen seiner gebogenen Form so (gebogen wie fast jeder Strand!).

Die Hauptstrassen durch die Pärke sind in einem sehr guten Zustand und obschon wir die Fahrt durch die Hügel und Wälder geniessen, haben wir schnell wieder über 100 km hinter uns gelassen. Und das an einem Tag wo wir mal weniger fahren wollten...

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Angekommen an unserem Nachtlagerplatz - wir entschieden uns diesmal für ein Angebot des Bowling Clubs - parken wir gleich auf Platz Nr. 6 und melden uns umgehend an der Bar des Clubrestaurants. Der nette Herr meinte, dass wir nicht einfach einen Platz nehmen könnten, da diese fast immer schon telefonisch gebucht seien. Er schaut nach, und siehe da, Nummer 6 ist noch frei - alles ist gut. Das Angebot hier ist unschlagbar gut: wir zahlen umgerechnet ca. 15 CHF für 2 Tage mit Strom - das war bisher das weitaus günstigste Nachtlager. Zudem hat es gute Duschen/WC's, das Internet ist kostenlos und sogar einen gedeckten Sitzplatz mit Abwaschgelegenheit durften wir mitbenutzen.
Australien 07.12.2017   Macquarie, Harrington, North Brother, Taree Süd
31°56'15.4"S, 152°28'06.5"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Bereits gestern begann der Rauch und der Ascheregen. Von Fiji her kannten wir das schon und waren uns sicher, dass es sich hier auch um ein Abbrennen von abgeernteten Zuckerrohrfelder handelte. Aber jemand auf dem Zeltplatz meinte es sei ein Waldbrand - auch möglich.
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Auch heute Morgen war die Sicht zeitweise wieder trüb wegen des Rauchs. Die imposante Aussicht beim Leuchtturm hat sich dennoch gelohnt. Schnell sind schon wieder viele Kilometer gefahren - wir füllen unseren Tank alle zwei bis drei Tage!

Nun folgen wir der Küste und fahren auf dem Ocean Drive bis North Haven. Gleich daneben liegt West Haven und da wollen wir hoch zum Aussichtspunkt auf «North Brother». Der Ausblick auf 490 m.ü.M. ist grandios und die Strapazen wert... ähhh.... die Strapazen für den Motor! Man kann alles hochfahren;-)
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Sanddünen von Harrington
Nach kurzer Strecke auf der A1 stechen wir wieder zur Küste runter. Wir passieren Harrington und fahren hinaus bis nach Crowdy Head wo wir uns von der noch immer rauen See überzeugen können - sonst hat es da jedoch nichts. Also zurück nach Harrington und direkt neben der Seerettung machen wir Mittagspause. Es hat viele Seevögel und auch grosse Pelikane die mehrmals über uns hinwegziehen. Im Supermarkt sieht es aus wie im Altersheim - scheinbar zieht es viele Rentner hier hinaus. Nicht nur der Golfplatz, ja die ganze Umgebung ist sehr gepflegt, aber auch sehr, sehr ruhig... hier ist es nun zu ruhig!

Am frühen Nachmittag fahren wir auf den Campingplatz südlich von Taree. Obwohl er recht nahe an der Autobahn liegt, soll es ruhig sein. Er ist günstig und die Beurteilungen anderer Camper versprechen saubere Nassräume. Wir stellen fest, dass die günstige Platzmiete auch ein gewisses Volk von Dauermietern anzieht, die etwas heruntergekommen hausen. Na was solls - wir bleiben eh nur eine Nacht.
Australien 06.12.2017   Port Macquarie und Koala
31°26'45.7"S, 152°55'35.9"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Telefonisch verabreden wir uns mit Erwin und Jrmina auf dem gleichen Campingplatz in Port Macquarie. Dieser liegt unweit vom Koala Spital (Koordinaten: 31°26'34"S, 152°55'08"E) entfernt, so können wir die Fahrzeuge auf dem Campingplatz stehen lassen. Der Koala wird fälschlicherweise oft als Bär bezeichnet, jedoch handelt es sich um ein Beuteltier. Ähnlich zum Känguru kriechen die Neugeborenen am Bauch hoch und legen sich in den Beutel vor den Bauch.

Die Tiere leben fast überall an der Ostküste Australiens. Sie ernähren sich ausschliesslich von Eukalyptusblättern. Übrigens gibt es über 600 Arten von Eukalyptus, aber nur wenige kommen als Nahrung für die Koala in Frage.
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Geselliger Schweizer-Abend
Leider werden sie oft von Autos angefahren oder von unkontrollierten Hunden angegriffen. Verletzte Tiere werden hier im Spital aufgenommen und von 170 Freiwilligen ehrenamtlich betreut und versorgt. Nach der Genesung werden sie wieder ausgewildert, darum werden die meisten Patienten vor den neugierigen Blicken der Besucher abgeschirmt. Es gibt jedoch auch ständige Bewohner, die aufgrund ihrer ursprünglichen Verletzungen nun so behindert sind, dass sie nicht mehr alleine überleben könnten. Diese werden während der Besuchertour um 15:00 Uhr gefüttert und können ausgiebig bestaunt und fotografiert werden.

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Zurück auf dem Campingplatz verbringen wir unseren letzten gemeinsamen Abend, denn morgen werden unsere Freunde zügig weiterziehen. Sie wollen noch einiges sehen bevor sie Mitte Dezember von Sydney aus nach Europa fliegen. Wir werden erst um Ende Jahr in Sydney sein um das Feuerwerk zu bestaunen.
Australien 05.12.2017   Coffs Harbour und Bellingen
30°26'50.3"S, 152°53'56.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Nach dem gemeinsamen Frühstück verabreden wir uns mit Erwin und Jrmina für morgen Abend. Sie werden eine leicht andere Route einschlagen, aber wir sehen uns sicher nochmals wieder, denn wir wollen alle das Koala Spital in Port Macquarie besuchen (siehe nächster Bericht).

Auf unserem Weg in den Süden drehen wir spontan bei einem Wegweiser ab und besuchen den Orara (auch Korara) East State Forest. Auf dem Aussichtspunkt wurde ein Sky-Pier (ein langer Steg der weit über den Abgrund hinausragt) errichtet und so können wir die ganze Küste bis Coffs Harbour überblicken.
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Bananenplantagen hinter Coffs Harbour
Auf dem Weg zum Aussichtspunkt fahren wir an vielen Bananenplantagen vorbei.

Nun ist uns auch der Ursprung der Skulptur «The Big Banana» klar. Diese Plastik steht direkt neben der Autobahn und ist kaum zu übersehen. Mittlerweile sind Restaurants, Souvenirläden und auch gleich dahinter ein grosser Vergnügungspark entstanden. Alles ziemlich kommerziell - nach ein paar Fotos geht die Fahrt weiter. Rund um den Hafen von Coffs Harbour hat es viele Picknickplätze aber leider ist überall das Campieren (und das Übernachten im Auto ist damit auch gemeint) verboten. Wir nehmen an einem dieser schönen, gedeckten Tische unser mitgebrachtes Mittagessen ein und verlassen die Innenstadt von Coffs Harbour wieder.

Auf dem Navi geben wir ein, dass es uns auf dem schnellsten Weg nach Bellingen bringen soll.
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Eingerichtet auf dem Showground Bellingen
Erstaunlicherweise werden wir bald von der Autobahn weggeführt. Das GPS-Programm entscheidet sich für eine kleine, sehr schmale Landstrasse. Nun geht es ins Farmerland, über und um kleine Hügel und kurze Muldentäler mit Kuhweiden - sehr idyllisch - es sieht aus wie in den Voralpen. In Bellingen hat es einen Showground (Arena für Pferdesport) die uns Campern für wenig Geld übernachten lassen. Duschen und Toiletten sind sehr sauber und auch eine Steckdose für unsere Bordbatterie ist vorhanden.
Australien 04.12.2017   New Italy und Yamba
29°26'04"S, 153°21'38"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Durch unsere Seglerfreunde von der VANUPIEDS vernehmen wir, dass auch die Crew der RED HARLEKIN mit dem Auto an dieser Küste unterwegs ist. Per Zufall sind Erwin und Jrmina gerade jetzt in der Gegend und wir verabreden uns für heute Abend auf dem gleichen Campingplatz in Yamba. Auf der Route nach Yamba passieren wir «The Big Prawn» und nette kleine Orte. Kaum wieder auf dem Pacific Highway (A1) entdecken wir ein Hinweisschild für eine Rest-Area mit dem Namen NEW ITALY. Natürlich fahren wir hier schnell raus - eigentlich nur um auf die Toilette zu gehen - aber der Ort bietet viel mehr.

Hier wird die Geschichte der italienischen Einwanderer erzählt. Italienisches Café, ein Museum und ein Souvenirshop laden zum verweilen ein. Die beschwerliche Schiffsreise vor mehr als hundert Jahren dauerte fast ein Jahr und cirka ein Viertel der Migranten überlebten die Strapazen nicht.

Die meisten der 400 Italiener stammten aus dem Veneto, also genau aus der Region woher Sandras Mutter stammt. Von Barcelona aus stach das grosse, schwere Segelschiff in See und steuerte in den Osten (!) durch das Rote Meer, den Indischen Ozean, das Südchinesische Meer und immer weiter bis nach Sydney.

Eine verrückte Geschichte wird, versteckt auf einem Autobahnrastplatz, dokumentiert und illustriert (Koordinaten: 29°09'11.8"S, 153°17'56.4"E).

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Angekommen in Yamba verbringen wir trotz Regen einen netten Abend mit Erwin und Jrmina. Sie haben viel Tipps, denn in den letzten Wochen bereisten sie die Gegend, die wir ab Juli 2018 befahren wollen.
Australien 02. + 03.12.2017   Byron Bay und Leuchtturmtour
28°40'25.6"S, 153°36'45.9"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Eigentlich wollten wir am Morgen nur schnell einen Kaffe trinken, werden aber in ein nettes Gespräch mit Einheimischen verwickelt. Beim Plaudern vergeht die Zeit, aber die haben wir ja. Wiederum erhalten wir Reisetipps, dieses Mal Western-Australia betreffend. Wir bedanken uns für die Hinweise und machen uns auf - wir wollen ja was sehen. Gerne würden wir die Autobahn meiden, aber ein kurzes Stück müssen wir auf die M1, denn nur so können wir den Fluss überqueren. Die nächste Abfahrt bringt uns zur Küste und zum Ort Kingscliff. Ein kleiner Urlaubsort am Meer - nett, übersichtlich und nicht so hektisch wie die bekannten Orte. Uns gefällts, machen aber auch hier nur einen kurzen Stopp, denn wir wollen noch nach Byron Bay.

Oh je, schon wieder so ein Trubel! Byron Bay ist wieder so ein Ort wo sich viele junge Leute bis spät in die Nacht amüsieren - wir sind dafür nun definitiv zu alt.
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Wir besteigen den Leuchtum von 1901
Auch der Supermarkt hat jeden Abend bis 24:00 Uhr geöffnet - wir erkennen die Zeichen - kein Ort um zu nächtigen. Den östlichsten Punkt von Australien wollen wir dennoch nicht auslassen und so fahren wir zum Leuchtturm hoch.

Zum Aussichtspunkt «östlichster Punkt Australiens» führt ein gut unterhaltener Weg hinter dem Leuchtturm. Auf dem Rückweg schielen wir in die Fenster des Leuchtturmgebäudes und entdecken ein kleines Museum. Wir schreiten zum Eingang und werden gleich angesprochen: "Wollt ihr auch hoch zur Spitze des Leuchtfeuers?" werden wir gefragt. Natürlich sagen wir zu und bemerken, dass unsere Teilnahme die Gruppe komplettiert und es Dank uns nun losgehen kann - ein perfektes Timing!

Die geführte Tour ist informativ und kostenlos. Wir erfahren viel über die technische Umrüstung von Kerosin auf elektrische Lampen bis zu den LED der heutigen Zeit. Der Besuch hat sich gelohnt, auch wenn man 8 Dollar für das Parken verlangte.

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Da in Byron Bay für jeden Parkplatz Geld verlangt wird und die zudem noch zeitlich limitiert sind, kommt ein Freistehen nicht in Frage. Die Campingplätze sind sehr teuer und bieten uns nur einen «Platz an der Sonne» an (Preise von 60 bis 80 Dollar pro Nacht für ein Van mit Strom!). So verlassen wir das Zentrum und folgen weiter der Küstenstrasse. Gleich ausserorts entdecken wir schon wieder einen Campingplatz, wir fragen an der Rezeption nach. Die Preise sind vernünftiger (46$/Nacht) und wir dürfen uns einen Platz im Schatten aussuchen. Zudem gibt es direkten Meerzugang, einen Swimmingpool, kostenloses Wifi, Waschmaschinen und saubere Duschen/Toiletten.
Australien 01.12.2017   Surfers Paradies und Tweed Heads (Grenze QLD / NSW)
28°09'55.8"S, 153°33'01.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Nun sind wir also losgefahren! Etwas mehr als das Nötigste eingepackt, das Marinapersonal informiert und nun endlich die ULANI für die nächsten Monate allein gelassen.
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Um etwas Abstand zur Marina zu machen, fahren wir auf dem Motorway M1 in den Süden und besuchen kurzentschlossen die Goldcoast. Der Rummel hier produziert viel Verkehr und geht uns auch sonst irgendwie auf die Nerven. Nach einem kurzen Fotostopp am Strand unterhalb von Surfers Paradise folgen wir weiter der Küste Richtung Süden.
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An der Küstenstrasse passieren wir einige Strände und stoppen an einem Aussichtspunkt und in der Rainbow-Bay. Um die Atmosphäre zu geniessen packen wir kurzerhand unsere Campingstühle aus und platzieren uns im Schatten eines grossen Baumes.
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Nach dieser Pause suchen wir uns einen ruhigeren Parkplatz für die Nacht. Nur ein paar hundert Meter weiter kommen wir zum Captain Cook Memorial. Dieses Kap wurde von Cook als Danger Point bezeichnet, wie wir hier nachlesen können. Das Denkmal steht genau auf der Grenze zwischen Queensland und New South Wales. Es hat hier viele Parkplätze, aber die einen sind entweder direkt an einer befahrenen Strasse und die anderen wieder zu abschüssig. So schräg schläft es sich einfach schlecht im Auto.

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Nach weiteren 50 Metern - wir sind nun also schon über die Grenze zu NSW (New South Wales) - ändert sich die Uhrzeit um eine Stunde und wir entdecken andere Camper am Strassenrand. Wir fragen nach ob es ein Problem sei hier während der Nacht zu stehen und lernen so ein paar schrille Aussies kennen. Nein hier sei gut, nur in Queensland müsse man mit saftigen Bussen rechnen. Die Aussicht ist grandios und die öffentliche Toilette ist gleich über die Strasse. Zum ersten Mal schlafen wir mit leicht geöffneter Heckklappe und mit dem Kopf im Heck. Wir schlafen sehr gut, denn die Belüftung ist super und auch bei leichtem Regen bleiben wir trocken. Da wir auch im Heck ein Moskitonetz montiert hatten, werden wir nicht belästigt.
Australien 17.11.2017   Queensland - O'Reillys Rainforest Retreat
28°13'51"S, 153°08'09"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Bereits zum zweiten Mal sind wir bei Annie und Tony eingeladen. Die beiden haben wir in Marokko auf ihrer Segelyacht SUNBURNT im Jahr 2010 kennengelernt! Sie sind dann zügig weiter gesegelt und bereits Ende 2011 zuhause in Australien angekommen. Nach dem Nachtessen verkriechen wir uns in unseren Van und verbringen unsere erste Nacht im Bus.

Etwas ungewohnt so am Strassenrand mit dem Wissen, dass wild campieren eigentlich verboten ist. Aber wir machten keinen Lärm, löschten auch gleich das Licht und schliefen recht gut.

Nach dem Frühstück fahren sie uns zum Lamington National Park und erzählen uns viel über die Familie O'Reilly die früher einmal sehr viel Land besass.
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Schwubs und plötzlich ist einer gelandet
Heute ist viel Land zum National Park und zu privaten Hausbesitzern übergegangen, die Familie hat sich nun mehr auf den Tourismus konzentriert. Tagestouristen, Wochenendausflügler und auch solche die für ein paar Tage bleiben, gehen von hier aus wandern und wollen verköstigt werden. Rund um das Restaurant gibt es zahlreiche farbenprächtige Vogelarten die sich frei bewegen, aber durch die Anfütterung recht zutraulich geworden sind.

Als erstes besuchen wir den Wasserfall Elabana. Der solide Weg geht später zu einem Waldpfad über und kurz vor dem Wasserfall wir er immer schmaler. Wir sind fast alleine unterwegs und sind von unbekannten Urwaldgeräuschen umgeben. Zweimal huscht ein Wallaby (kleines Känguru) vor uns über den Weg und verschwindet im Unterholz. Das angekündigte Schlechtwetter verzögert sich um ein paar Tage und es bleibt trocken. Auf dem Fussweg zurück begehen wir noch den Hängebrückenweg. Hoch oben, 20 - 30 m über Grund, verläuft der Weg durch die unteren Baumkronen. Der Weg ist recht lang und zwischendurch kann man sogar einen noch höheren Baum mit verschiedenen Plattformen besteigen.

Nach einem sehr späten Mittagssnack fährt uns Annie zurück. Wie schon einmal erwähnt, die Distanzen hier sind gross: über zwei Stunden dauert die Autofahrt nach Hause zu Sunburnt wo unser Bus steht.

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Um die dreiviertelstündige Heimfahrt nicht noch anzuhängen, übernachten wir nochmals im Wagen und werden wieder mit einem weiteren Frühstück verwöhnt - herzlichen Dank Annie und Tony!
Australien 13.11.2017   Landreisen im Blog und neue Symbole
27°11'44"S, 153°06'16"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Die nächsten Monate bleibt die ULANI in der Marina Scarborough, nähe Bribane, Queensland Australien. Lange haben wir überlegt ob und wie wir die ausgedehnten Landreisen in Australien dokumentieren sollen. Eigener Blog, separate Seiten, komplett weglassen oder in den gewohnten Blog integrieren?

Obwohl es keine nautischen Informationen sind, wollen wir unseren treuen Lesern die Landabenteuer nicht vorenthalten. So werden wir also die Reise auf Rädern ebenfalls hier einfügen.

Für die die es genau wissen wollen, werden wir die Land-Koordinaten jeweils unterhalb der Beitragstitel veröffentlichen. Mit einem Klick darauf wird GoogleMaps in der Satelliten-Ansicht geöffnet und zeigt den entsprechenden Ort.


Zum Thema Koordinaten:

In der nautischen Navigation ist es üblich die Koordinaten im Format GMM (also Grad, Minuten und Dezimalminuten) zu benutzen. Hingegen wird bei den terrestrischen Ortskoordinaten das Format GMS (Grad, Minuten, Sekunden) verwendet. Um diesem Umstand Sorge zu tragen sind die Koordinaten unterhalb der Beitragstitel neu in verschieden Formaten.

Das neue Symbol mit dem Minibus steht für unseren Standort an Land und somit sind die Koordinaten hier im GMS-Format. Hingegen zeigt das Ankersymbol den Standort unserer ULANI im nautischen Format GMM.
Australien 06.11.2017   Australien - grosses Auto gekauft und anderes
27°11'44"S, 153°06'16"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Ein Auto kaufen und mit dem Schweizer Führerschein fahren - ist doch eine einfache Sache - dachten wir zuerst auch! Aber da gibt es einiges zu beachten, vor allem wenn man ein Auto von einer Privatperson kauft. Zum Glück erhalten wir viele Hinweise von Manuel, Heidi und Max - herzlichen Dank dafür - es hat dadurch reibungslos geklappt.

Wer mehr über das Einlösen, Safety Certificate (RoadWorthy), Rego (Registration Certificate), Tollroads-Registration und Versicherungsvarianten wissen will, kann sich bei uns per E-Mail melden. Gerne geben wir euch die Infos wie wir das machten.

Mit unserem Führerschein im Kreditkartenformat dürften wir nur herumfahren wenn wir eine amtliche Übersetzung in Englisch mit uns führen würden. Es sind zwar nur ein paar Worte wie «Name, Vorname» in Deutsch, aber das bereitet unseren Gastgebern schon Schwierigkeiten.

Alternativ könnten wir die australische Driver Licence beantragen, wird uns gesagt. Dies birgt noch weitere Vorteile, da diese oft als Identitätskarte verwendet wird.
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Hinten haben wir ein Bett zur Verfügung
So halten uns alle für Residents und wir können scheinbar von Preisreduktionen für die Einheimischen profitieren. Das scheint uns eine gute Sache: beantragt, genehmigt und schon haben wir den provisorischen Führerausweis. Das schmucke Kreditkartenausweislein erhalten wir später per Post zugestellt.

Auf www.gumtree.com.au und anderen Seiten suchen wir im Internet ein passendes Fahrzeug. Wir haben vier in der engeren Auswahl, merken aber bei der ersten Besichtigung, dass die kleinen Busse einfach zu eng für uns sind. Um im Fahrzeug mehrere Wochen zu leben, bevorzugen wir die grosse Busversion. Wir entscheiden uns für einen Toyota Hiace SLWB. Bewusst kaufen wir kein Wohnmobil, denn wir wollen auch schon mal inkognito auf einem Stadtparkplatz übernachten.

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Kaum haben wir das Fahrzeug eingelöst, schliessen wir eine Vollkasko-Versicherung ab. Bei einem der zahlreichen Pannendiensten werden wir Jahresmitglied und auch für die Tollroads (kostenpflichtige Strassenabschnitte, Brücken und Tunnels) registrieren wir unser Fahrzeug.

Die Erfassung dieser mautpflichtigen Strassenteile wird per Video automatisch vollzogen. Es gibt keine physischen Zahlstellen auf der Strasse und über Bringschuld der Gebühr, notabene mit einer Dreitagesfrist, wird nur lapidar mit einer Tafel an der Autobahn hingewiesen. Unwissende versäumen natürlich das Einzahlen via Internet und eine zehnfach so hohe Rechnung flattert dann bald ins Haus. Mit der Onlineregistrierung wird der fällige Betrag der Kreditkarte belastet - einfach, aber man muss es vorher wissen!
Australien 26.-28.10.2017   Australien - zu Besuch bei Max an der Sunshine Coast
27°11,650'S 153°06,366'E
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Als wir uns im Marinabüro anmelden wird uns ein Zettel ausgehändigt. Es ist eine Notiz von Max mit Telefonnummer - wir sollen uns melden. Max ist ein pensionierter Schweizer der schon vor vielen Jahren die Schweiz verlassen hat. Er lebte in Südafrika und schon lange in Australien. Er ist ein langjähriger Freund von Walter von der JEAN-MARIE und wir haben ihn in Noumea kennengelernt. Kaum haben wir alles Administrative in der Marina erledigt, rufen wir ihn an. Er lädt uns gleich für ein paar Tage zu sich ein und würde uns morgen in der Marina abholen - was für ein Service - gerne nehmen wir an.

Australier nehmen Distanzen anders wahr. Er wohne gleich in der Nähe uns hole uns schnell ab, hiess es. Beim Rückweg realisieren wir die Dimensionen. Wir fahren auf mehrspurigen Hauptstrassen, Schnellstrassen, ja sogar ein Stück Autobahn und kommen nach 50 Minuten bei ihm an!
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Auch der Eingangsbereich ist schön gestaltet
Es waren dann etwa 75km - und das heisst hier in der Nähe!

Dass sein Haus gross ist hatten wir schon gehört, aber dass es so modern und äusserst hübsch ist überraschte uns. Es liegt inmitten einer Villasiedlung wie es hier viele gibt. Breite Quartierstrasse, künstlich angelegte Weiher und parkähnliche Grünflächen. Alles sehr weit und offen - generell ist in diesem Land viel Platz! Er zeigt uns die «Nahe Umgebung» so wie das Hinterland, Mooloolaba und Noosa Heads. Auch begleitet er uns auf das hiesige Strassenverkehrsamt (TMR Queensland).

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Dort können wir nochmals genau nachfragen was es bei einem Autokauf zu beachten gibt. Wir erfahren, dass wir zwar mit dem Schweizer Führerausweis im Kreditkartenformat fahren könnten, aber dazu eine amtliche Überstzung bräuchten. Auch könnten wir einen Australischen Führerausweis beantragen.
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Strand von Mooloolaba
Von Heidi und Wolfgang KANALOA wissen wir, dass dies bei vielen Gelegenheiten nützlich sein kann. Wir werden uns in den kommenden Tagen um die Australische Driver Licence bemühen.

Für die erste Zeit und auch zur Fahrzeugsuche überlässt uns Max eines seiner zwei Autos. Dies erleichtert uns das Leben enorm, denn wie gesagt die Distanzen in Australien sind eher gross und die öffentlichen Verkehrsmittel eher bescheiden. Mit der dadurch gewonnenen Mobilität können wir gezielt gebrauchte Autos anschauen und auch das Strassenverkehrsamt mehrmals aufsuchen. Ohne das Auto von Max hätten wir mehrmals ein Auto mieten müssen.

Das gesuchte Fahrzeug soll uns erlauben den Kontinent günstig zu erkunden. Ein kleiner Bus mit Platz für eine Matratze wäre uns am liebsten. Nicht ein grosser Camper, denn wir wollen ja auch in die Städte reinfahren und da parken können, aber etwas grösser als ein normaler PKW.

Australien 24. + 25.10.2017   Australien - Moreton Bay und Scarborough Marina
27°11,650'S 153°06,366'E
Um 10:20 Uhr passieren wir die letzte Sandbank und fahren ins tiefe Wasser. Das Timing mit dem Gezeitenstrom hat gut gepasst und nun drehen wir ab in den Süden. Das Meer hat endlich wieder seine gewohnte blaue Farbe zurück. Eine Distanz von 100 Seemeilen liegt auf dem Tagesprogramm. Es ist zwar möglich und üblich in Mooloolaba einen Zwischenstopp einzulegen, aber der Tag ist ruhig und auch der blaue Himmel motiviert uns gleich bis zu unserem Halbjahresplatz in Scarborough Marina durchzufahren. Dazu kommt, dass das Wetter bald wieder umschlägt und wir verhindern wollen im teuren Mooloolaba eingeweht zu werden.

Zudem habe ich ausgerechnet, dass wir heute wahrscheinlich mit der einlaufenden Strömung in die Moretonbucht einfahren können. Dies wäre natürlich viel angenehmer als gegen das auslaufende Wasser zu motoren. Der Wind kommt am Anfang noch fast auf die Nase, dreht aber im Laufe das Nachmittags über Südosten nach Osten.

Wie erwartet wird er am frühen Abend immer schwächer und da er nun raumschots (von schräg hinten) kommt, bergen wir die Segel ganz und motoren. Mit dem letzten Tageslicht passieren wir Mooloolaba und fädeln nahe an der Küste in die Schifffahrtsstrasse ein.
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Viele Lichter blinken nachts in der Moreton Bay
Wir haben eigentlich nicht im Sinn lange auf diesem markierten Tiefwasserkanal zu bleiben, aber genau an dieser Ecke kommt uns ein riesiger Frachter entgegen.

Die vielen Lichter der Bucht - alles blinkt in allen Farben - lässt uns nicht auf Anhieb erkennen was da kommt. Beleuchtet wie ein Christbaum kommt der Riese zügig auf uns zu. Kaum haben wir ihn auf dem AIS gesehen, ruft er uns auf dem Kanal 16 auf. Freundlich aber bestimmt fordert er genügend Platz. Natürlich drehe ich umgehend fast 90 Grad ab und fahre schnell aus der Schifffahrtsstrasse. Er weist mich an die markierten Kanäle nicht zu befahren, was ich mit einer Entschuldigung quittiere. Eine Minute später ist er an uns vorbei und wir bleiben nun ausserhalb, parallel zum Tiefwasserkanal.

Ob ein Anlaufen der Marina auch nachts möglich ist, haben wir vor einigen Tagen via E-Mail abgeklärt. Ja, es sei problemlos möglich und wir könnten am ersten langen Ponton längs anlegen und so die Nacht verbringen, hiess es.

Da die Seekarten ziemlich gut stimmen, war schlussendlich das Einlaufen in der Dunkelheit gut zu meistern. Klar war ich etwas nervös, immerhin hat es Strömungen und viele flache Stellen. Sogar die Zufahrt zur Marina musste ausgebaggert werden. Dieser Kanal ist zwar auch beleuchtet, aber dahinter liegen gleich die Häuser und die Strassenbeleuchtungen. So gehen die Signale im Lichtermeer verloren und zudem brannte noch die wichtigste erste grüne Beleuchtung des Kanals nicht.

Verdankenderweise war es eine ruhige, fast windstille Nacht und wir legten noch vor Mitternacht in aller Ruhe am sicheren Betonsteg an. Nach der üblichen Leinen- und Fenderkontrolle liessen wir uns in die Kojen fallen.

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Australien 20. - 24.10.2017   Australien - In Etappen hinter Fraser Island durch

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25°23,089'S 153°01,681'E   Fraser Island, Ankerplatz Kingfisher Bay Resort
25°37,708'S 152°58,446'E   Fraser Island, Ankerplatz Garry's Anchorage
25°46,039'S 153°00,698'E   Fraser Island, Ankerplatz Elbow Point
27°11,618'S 153°06,325'E   Brisbane Nord, Scarborough Marina (Nachtankunft)
Nach vielen Regentagen und starkem Wind soll sich das Wetter und die See für ein bis zwei Tage beruhigen. Zusammen mit dem Schiff VANUPIEDS brechen wir also sehr früh auf um möglichst noch bei Tageslicht den Ankerplatz bei Kingfisher Bay Resort zu erreichen. Die Distanz von 55 Seemeilen zwingt uns beim ersten Licht die Marina zu verlassen, obwohl die Gezeitensituation ungünstig ist. Das auslaufende Wasser steht gegen den Ostwind und beschert uns kurze steile Wellen.
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Hinter Fraser Island wird es stellenweise sehr flach
Es hilft alles nichts, wir müssen da durch. Endlich den langen Einfahrtskanal passiert, drehen wir ab und der Kurs wird angenehmer. Noch immer fahren wir durch braunes Wasser welches alle Flüsse ins Meer hinaustragen. Die Regentage haben sogar ganze Felder rund um Bundaberg überschwemmt. Diese unschöne Brühe hatten wir leider während der ganzen Zeit hinter Fraser Island.

Bevor wir in den «Trichter» von Fraser Island einfahren, können wir viele Dugongs (Seekühe) beobachten. Immer wieder sichten wir die Tiere wenn sie hoch kommen um Luft zu schnappen.

Kaum vor Kingfisher Bay Resort geankert, wollen wir unsere neu erworbene Ankerkralle benutzen. Durch die ungewohnte Strömung (bis 3 Kn) hatte ich beim Einfahren nicht bemerkt, dass wir schon lange rückwärts treiben. Ich gab noch zusätzlich Gas und so knallte es heftig als der Anker am Boden hielt. Resultat: die neue Chromstahlkralle aus Noumea war so stark verbogen, dass wir sie entsorgen können. 35 Franken für nichts ausgegeben... Noch am selben Abend spleisse ich ein neues Tau an die alte Kralle - ausser Spesen nichts gewesen.

Der Ankerplatz ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Strömung ist zeitweise so stark, dass die Kettenglieder der herabhängenden Ankerkette zu vibrieren beginnen. Neue Geräusche verbreiten ein unsicheres Gefühl. Alle sechs Stunden dreht das Schiff mit der Kenterung der Tide und wir stehen 180 Grad andersrum. Der Anker gräbt sich dann wieder selber ein und wir stehen in der neuen Position bis in 6 Stunden wieder alles dreht.

Die nächste Etappe führt uns über die schwierigste Flachstelle hinter Fraser Island. Da für morgen noch wenig Wind angesagt wird und der Hochwasserzeitpunkt günstig morgens um ca. 10:00 ist, fahren wir bereits am folgenden Tag weiter. Das von Norden einlaufende Wasser drückt uns zeitweise mit fast 2 Knoten vorwärts. So fahren wir locker 7,5 bis 8 Knoten mit wenig Disselverbrauch. Wir sind nicht die einzigen die an diesem Tag diese Sandbänke passieren und so reihen wir uns in einen kleinen Konvoi ein.

Nach den spannenden Flachstellen, wir hatten übrigens immer über 3m Wassertiefe, ankern wir bei Garry's Anchorage. Da noch fast Hochwasser ist wagen wir die Nordeinfahrt, aber das würde ich beim nächsten Mal nicht mehr machen. Nur weil die VANUPIEDS voraus fuhr und uns die Tiefen per Funk durchgab war für uns ein Einfahren in einen noch engeren Kanal mit Kartentiefen von 0.2m denkbar. Wir hatten in der Nordeinfahrt an zwei Stellen nur noch 1.80m Wassertiefe!

Der Ankerplatz selbst liegt etwa in der Hälfte des sichelförmigen Kanals. Alle Kielyachten unserer Grösse fuhren von Süden her auf den Ankerplatz. Als wir zwei Tage später via Süden den Ankerplatz verliessen, realisierten wir, dass diese Einfahrt viel einfacher gewesen wäre.

Das Wetter verschlechterte sich und wir waren froh gut geschützt zu liegen. Auch wenn hier wieder die Gezeitenströmung bestimmte in welche Richtung sich das Schiff am Anker bewegte. Claudia und Thierry kamen immer nachmittags zu uns rüber und wir spielten DOG, schwatzten und planten unsere Weiterfahrt.
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Kurz vor Niedrigwasser


Nach zwei Nächten lichteten wir bei bestem Wetter wieder den Anker und motorten weiter in den Süden. Kaum verliessen wir den engen Ankerplatz und bogen in einen etwas breiteren und tieferen Kanal ein, sahen wir ca. 1 km vor uns eine drohende dunkle Gewitterwolke. Hoffend dass uns diese Zelle nicht voll trifft fuhren wir weiter auf sie zu.

Einmal zog sie etwas nach rechts, dann wieder nach links und schon waren wir mitten drin. Windböen bis über 32 Knoten und peitschende Regensalven zogen über uns hinweg. Die Fahrwassermarkierungbojen konnten wir über lange Distanz nicht mehr erkennen. Fast blind steuerten wir nach der digitalen Karte und unseren Tracks von anderen Seglern die wir zum Glück vorher installiert hatten.

Nach einer gefühlten Ewigkeit - es war nicht mal eine Stunde - war das Gewitter durch und wir trafen beim Ankerplatz Elbow Point ein. Der kontinuierlich langsam ansteigende Seeboden mit Schlamm und Sand bietet einen einfachen Ankerplatz. Auch die Strömung nahm in Ufernähe ab, was uns ruhig schlafen liess.

Nun lagen noch zwei Herausforderungen vor uns. Die Ausfahrt unter Fraser Island heisst Inskip Point und kann bei ungünstiger Ströumng und viel Seegang gefährlich sein. Dazu lauern wieder Flachstellen die sich sehr oft ändern - auf die Seekarten darf man sich nicht verlassen und Fahrwassermarkierungen gibt es keine. Thierry fragt die Seerettung von Tin-Can Bay an und erhält die genauen Instruktionen mit GPS-Wegpunkten für die Ausfahrt. Dies wird ihm per SMS zugesendet - er leitete die Angaben an uns weiter.

Die zweite Herausforderung wird das Einlaufen in die Moreton Bucht bei Brisbane. Zu beachten gibt es den Gezeitenstrom, die Untiefen, die Fahrwassermarkierungen und das grosse Verkehrsaufkommen. Tag und Nacht laufen riesige Containerschiffe ein und aus. Sie benutzen Schifffahrtsstrassen die ihnen die Wassertiefen garantiert. Und nun kommts: wir werden in diesen Bereich gerade nach dem Eindunkeln einfahren und dann erst um ca. Mitternacht in der Marina sein.

Für die Ausfahrt Inskip Point waren die Bedingungen perfekt. Genau um Stillwasser gibt es kaum oder sogar keine Strömung. Dies ist fast immer eine Stunde vor Hoch- oder Niedrigwasser. In unserem Fall vor Hochwasser, was das Überqueren der Sanbänke noch sicherer macht. Wir fahren ganau nach den erhalten Wegpunkten, nur am Schluss drehen wir etwas früher ab, denn unser Tiefenmesser verrät uns, dass wir klar drüber sind. Nun trennen sich die Wege der VANUPIEDS und der ULANI. Sie segeln aussen an Moreton Island in den Süden und wir bleiben nahe der Küste um nach Scarborough Marina zu gelangen.

Fortsetzung folgt...

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Australien 13.10.2017   Australien - Ankommen in Bundaberg
24°45,635'S 152°23,256'E
Via Funk melden wir unser Kommen bei der Seerettung korrekt an. Noch vier Seemeilen ausserhalb rufen wir auch die Marina auf und informieren sie über unsere Ankunft. Einen Hafenplatz konnten wir schon über E-Mail und Freunde organisieren. Wir erfahren, dass wir direkt in den zugeteilten Hafenplatz fahren dürfen. So müssen wir nicht zuerst ans Quarantänedock oder gar im Fluss ankern.

Das ist eigentlich für Australien nicht so üblich und wir sind hocherfreut über diese für uns sehr komfortable Lösung. Am Ponton steht bereits eine junge Dame die uns die Leinen auf die Klampen belegt.

Kaum ist das Schiff angebunden trifft die nette Dame von der Bordercontrol ein. Äusserst freundlich stellt sie sich als Kelly vor, kommt an Bord und füllt im Cockpit ihre Formulare aus. Als wir ihr unsere bereits ausgefüllten Dokumente überreichen, strahlt sie, denn dies erspart ihr die Wartezeit. Wir scherzen zusammen und es ist ein lockere Stimmung. Sie erkärt uns kompetent und detailliert, dass die Yacht nun 36 Monate in Australien bleibe kann ohne sie einführen zu müssen.

Die Biosecurity könne leider heute nicht mehr kommen, denn die seien sehr beschäftigt. Solange Biosecurity das Boot nicht freigegeben hat dürfen wir das Schiff nicht verlassen. Uns stört das nicht, denn Arbeit auf dem Schiff gibt es genug und früh ins Bett wollen wir dann ja auch;-)
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Wie empfohlen: alle restlichen Lebensmittel auf einen Blick präsentiert


Natürlich haben wir schon in Noumea alle Lebensmittel ausgemistet und unterwegs noch die letzten Frischwaren aufgegessen. Nun wird nochmals das Schiff innen auf Vordermann gebracht. Der erste Eindruck zählt - und wenn die Biosecurity eine zusätzliche, sehr detaillierte Inspektion als notwendig erachtet wird es scheinbar echt teuer.

Am Freitagmorgen sind wir ab 08:00 Uhr standby. Etwas nach 10:00 Uhr trifft Rebecca ein. Sie entschuldigt sich, dass sie etwas spät sei, denn sie hätte nicht gewusst, dass zwei Yachten seit gestern hier sind. Sie war diesen Morgen noch auf anderen Schiffen.

Sie ist uns auf Anhieb sympathisch. Die von allen Seglern gefürchtete Inspektion entpuppt sich als ganz normale und vernüftige Einreiseformalität. Nach einem lockeren Interview und dem Ausfüllen von drei Formularen war sie bereit für die eigentliche Inspektion.

Kaum unter Deck lobt sie uns für die übersichtliche Präsentation der Lebensmittel. Ausnahmslos ALLE unsere Lebensmittel sind ok. Auch der Inhalt des Kühlschrankes ergab nichts anderes. Sie prüft meinen Fächer der aus Vogelfedern besteht. Sie erklärt uns warum sie ihn so genau ansieht - aber auch dieses Souvenir aus Samoa ist kein Risiko für Australien.

Zum Schluss schwatzen wir noch über unsere Heimat, denn die Postkarte von Rapperswil (siehe Bild: über den Lebensmitteln) gibt Anlass dazu. Es stellt sich heraus, dass ihr Mann Wurzeln in Sardinien und auch den italienischen Pass hat.

Die ganze Inspektion hat etwa eine Stunde gedauert, wobei sicher die Hälfte der Zeit freundliches Geplauder war. Rebecca war in keinem Raum ausser dem Wohnzimmer/Küche. Sie hat kein einziges Schränkchen geöffnet und in kein Schlafzimmer geschaut... so viel zu den Gerüchten um die gnadenlose Biosecurity!
Neukaledonien Australien 07. bis 12.10.2017   Überfahrt Neukaledonien - Australien
22°17,129'S 166°25,885'E   24°45,635'S 152°23,256'E
Bereits am Donnerstag 5. Oktober klarieren wir bei den Behörden aus. Immigration (Einwanderung), Customs (Zoll) und zuletzt muss man sich noch beim Hafenkapitän abmelden. Sobald man ausklariert hat, kann man zollfrei Diesel und Benzin tanken. Da wir 400 Liter Diesel benötigen, macht die Preisreduktion um die Steuern (ca. 30%) doch einiges aus. Man muss beim Zoll die Bezugsmenge angeben und kann dann nicht darüber hinaus zollfrei beziehen.

Die Wetteraussichten sind noch etwas unsicher, aber wir wollen zum Absprung bereit sein. Am Wochenende kann man nicht ausklarieren. Falls sich aber die Wetterlage ungünstig ändert, würden wir einfach noch ein paar Tage bleiben. Schlimmstenfalls könnten wir uns beim Zoll auch wieder anmelden.

Am Freitagvormittag beziehen wir den zollfreien Diesel und am Nachmittag geben wir unser letztes Geld aus. Da am späten Nachmittag die Windböen immer zunehmen (bis 30/35 Knoten) können wir das Beiboot unmöglich auf Deck hieven. Noch in den frühen Abendstunden, es ist bereits dunkel, räumen wir den OCtender aus, nehmen die Davitsverlängerungen ab und montieren die Windsteuerungsanlage. So müssen wir am Samstag früh morgens nur noch das leere Beiboot vorne hochziehen und auf Deck verzurren.

Am Samstag um 07:12 Uhr sind wir mit allem fertig und lichten zusammen mit VANUPIEDS den Anker - Australien wir kommen! Uns ist bewusst, dass es eher eine Leichtwind-Überfahrt mit vielen Motorstunden werden würde.

Nachdem wir das schützende Aussenriff verlassen haben, nimmt der Seegang wie erwartet leicht zu und es hat sogar sehr guten Wind um zu segeln. Erst dachten wir, dass die Yachten einander schnell aus den Augen verlieren würden, denn Segelboote sind selten genau gleich schnell. Wir segeln mit einem Reff im Grosstuch, die VANUPIEDS mit Volltuch. Und siehe da... wir machen exakt die gleiche Geschwindigkeit.

In den frühen Morgenstunden ist der Wind eingebrochen und wir motoren. Am folgenden Tag können wir gegen Abend wieder etwas segeln, aber nun scheint es absehbar: einiges muss die eiserne Genua erledigen. Der dritte Tag ist wieder etwas gemischt: viel motoren, zeitweise segeln oder Motorsegeln.

Am vierten Tag ziehen wir nicht einmal ein Segel hoch - alles wird durchmotort. Wir rechnen immer wieder nach: ja der Dieselvorrat sollte locker reichen. Aber das Schlafmanko macht sich bemerkbar und wir wollen keine Fehler machen. So rechnen wir immer wieder nach - immer mit positivem Resultat - ok es reicht.

Täglich versenden wir an E-Mails über unsere Funk-Anlage (SSB mit Pactor) und erhalten so auch einfache Wetterkarten und Textnachrichten von Familie und Freunden. Zusätzlich haben wir zwei Funkzeiten pro Tag abgemacht um die Position zu rapportieren und detaillierte Wetterdaten von Segelfreunden in Noumea und Australien zu erhalten.

Mittlerweile haben wir entschieden weiterhin parallel mit VANUPIEDS zu segeln. Sie sind nie weiter weg als 4 Seemeilen - meistens nur 1-2 Meilen. So können wir uns mehrmals täglich über VHF (Funkanlage für kleinere Distanzen) unterhalten. Dies ist nicht nur ein netter Zeitvertreib, sondern auch eine zusätzliche Sicherheit.

Ein paar fliegende Fische landen auf Deck und im Cockpit, Seevögel übernachten ungefragt auf unserem Vordeck und hinterlassen zum Dank ihre Fäkalien! Bei Beginn der Überfahrt ist Vollmond und wolkenloser Himmel. Die weisse Kugel scheint beim Aufgehen orange und riesig zu sein und nachts funkeln die Sterne.

Wir gleiten durch bioluminiszierenden Plankton (oder anderes) und dies lässt die ruhige See ebenfalls aussehen wie ein Sternenhimmel. Dies war ein magischer Augenblick.

Am fünften Tag drückte uns der Strom zusätzlich nach vorne und wir konnten trotz wenig Wind ein gutes Etmal (24h-Distanz) erzielen.

In der Morgendämmerung des Donnerstags 12. Oktober runden wir das Nordkap von Fraser Island. Vor uns liegt nur noch die Querung der riesigen Hervey Bucht. Es sind nochmals 50 Seemeilen bis zur Marina. Erst wollen wir es langsam angehen und uns unter Segel langsam annähern, damit wir nach den Bürostunden vor der Marina ankern und dann am Freitagmorgen einklarieren können. So sind keine teuren Überstunden zu erwarten.

Aber der Wind nimmt dann so stark ab, dass die Segel zu schlagen beginnen. Auch Thierry und Claudia wollen nun vorwärts machen und wir entscheiden gemeinsam den Motor zu starten und doch heute noch die Marina anzulaufen. Nun mussten wir uns beeilen, denn die verdrödelte Zeit fehlte etwas. Australien liegt in einer anderen Zeitzone und so gewinnen wir ja dann auch noch eine Stunde. Wir melden uns in der Marina via Funk an und legen noch am Donnerstag im sicheren Hafen an.
Neukaledonien, Juli bis Oktober 2017
Neukaledonien 01. - 05.10.2017   Neukaledonien - Baie Papaye
22°10,915'S 166°19,595'E
Um dem umtriebigen Ankerplatz in Noumea mal wieder für ein paar Tage zu entfliehen wechseln wir in die Baie Papaye. In den nächsten Tagen werden in diesem Küstenabschnitt jeweils nachmittags starke Windböen (bis 35 Knoten) erwartet. In der Bucht Papaye liegt man gegen Passatwinde gut geschützt.

Zwar fallen die Böen über die Grashügel bis zu uns ein, aber wir ankern so nahe am Ufer, dass kein Seegang entstehen kann. Die Yachten schwingen in den Windstössen hin und her und zerren an den Ketten. Jedoch ist es hier nur drei bis fünf Meter tief und der Anker gräbt sich tief in den Sandboden. Die 35 m lange ausgelegte Kette ergibt einen so flachen Zugwinkel, dass der Anker nicht ausbrechen kann. Alle zwei Minuten pfeift der Wind durchs Rigg und rüttelt für ein paar Sekunden am ganzen Schiff.
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Thierry fand die abgerissene Kettenkralle auf Grund
Damit die harten Schläge etwas gedämpft und auch nicht voll auf die Ankerwinde übertragen werden, haben alle Yachten Kettenkrallen. Diese werden in der Kette vor dem Bug eingehängt und auf einer Klampe an Deck belegt.

Bei unserem Bugbeschlag führen wir das Krallentau durch die zweite v-förmige Rolle. Das hat sich eigentlich immer bewährt. Aber durch den flachen Winkel im untiefen Wasser zog die Kette fast Horizontal und die Leine scheuerte an einer Chromstahlwand unseres Ankerhalters. Nach einer Weile war das Tau halb aufgescheuert und riss dann in einer Böe ab - Ankerkralle adieu!

Am folgenden Tag schnorchelte ich zuerst, dann tauchte ich mit Ausrüstung, aber das Meer war durch die starken Winde aufgewühlt und trüb - ich konnte kaum einen Meter weit sehen. Da wir sicher 30 Meter hin und her schwoiten, je nach Windstärke mal weiter vorne oder weiter hinten, war das abzusuchende Gebiet erstaunlich gross. Unter Wasser verliert man bei diesen Sichtverhältnissen schnell den Überblick, man taucht also oft wieder auf nur um zu sehen wo man gelandet ist. Nach einer Weile kam mir Thierry von der VANUPIEDS zur Hilfe. Er tauchte ohne Ausrüstung sehr oft ab und suchte Flecken um Flecken ab. Ich dachte schon fast ans Aufgeben, da fand er unser gutes Stück. Taue haben wir genug an Bord und bereits nach zwei Stunden hatte ich eine neue Kettenkralle gespleist. Diesmal mit längeren und doppelten Schutzschläuchen.
Neukaledonien 29.09.2017   Neukaledonien - Noumea, Ouen Toro und Anse Vata
22°17,062'S 166°25,910'E
Im Süden der Stadt Noumea sind zwei grosse Buchten mit langen Stränden. Unser heutiges Ausflugsziel ist ein Aussichtspunkt mit dem wohl klingenden Namen «Ouen Toro». Die Distanz ist zu gross um zu Fuss dahin zu gelangen, also informieren wir uns über mögliche Busverbindungen.

Im Fahrplan zur Anse Vata gibt es zwischendurch vereinzelt auch Busse die noch weiter bis zum Fusse des Ouen Toro fahren. Dazu benötigt die Buslinie so etwa 20 Minuten. Für den Rückweg entscheiden wir uns dann für Schusters Rappen. Die letzten Meter hoch zum parkähnlichen Aussichtspunkt ist nicht mehr weit.
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Ile aux Canards und ganz hinten Ilot Maitre
Oben angekommen eröffnet sich ein breites Panorama mit Sicht in die grosse Anse Vata und auf die beiden nahe gelegenen Inseln Ile aux Canards und Ilot Maitre.

Geplant war ein Mittagessen in einem der zahlreichen Restaurants am Ufer der Baie des Citrons. Wir schauen bei mehreren Gaststätten die Menükarten und die Preise an und können uns mit diesen nicht abfinden. Schlussendlich entern wir eine Bäckerei um nicht zu verhungern. Wir sind erst Mitte Nachmittag wieder zurück und haben mal wieder circa 10 km in FlipFlops auf Ashalt zurückgelegt - wir spürten es noch am nächsten Morgen in den Gliedern.
Neukaledonien 22.09.2017   Neukaledonien - Noumea Centre Culturel Tjibaou
22°17,062'S 166°25,910'E
Mit dem Bus ist das am Stadtrand liegende Kulturzentrum einfach zu erreichen (Linie 40 bis Endstation). Rund um das achitektonisch sehenswerte Museum gibt es einen Naturpfad mit Texten und Informationen über die Fauna der Kanaken. Das Wort Kanak heisst übrigens «Mensch» in der Sprache der Urbevölkerung.

Neukaledonien gehört wie auch der Inselstaat Fiji zu Melanesien. Auch auf Grund dessen habe ich mir nicht all zu viel vom Kulturgut im Museum versprochen - ich wurde leider nicht überrascht. Zum Glück wurden auch Exponate von Neuseeland und Papua-Neuguinea gezeigt.
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Noumea Centre Culturel Tjibaou
So gab es doch noch schöne Figuren und Schnitzereien zu bestaunen.

Ein wesentlicher Teil der permanenten Ausstellung ist den lokalen Musikgrössen gewidmet. Natürlich kennen wir niemanden - nicht verwunderlich - die Szene muss bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 300'000 Personen recht klein sein. Hinter dem langen Hauptgebäude gibt es noch anschauliche Nachbauten von Kanaken-Hütten. Ein Filmteam vom lokalen TV-Sender bereitete sich gerade für einen Beitrag vor. Die Sendung soll in Frankreich ausgestrahlt werden. Wir dürfen jedoch trotzdem zwischen den aufgebauten Kameras durch und uns frei in den Behausungen bewegen. Wir wollen nicht weiter stören und machen uns auf zur Bushaltestelle, die gleich vor dem Eingang der Anlage ist.

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Alles in allem ein lohnenswerter Ausflug, denn die Gebäude selbst sind schon einen Besuch wert. Architektur-Experten sind wir gewiss keine, aber selbst uns Laien sprechen die Proportionen und Formen an - wirklich beeindruckend. Bedenklich finde ich nur, dass für mich die Verpackung wichtiger als der Inhalt war!
Neukaledonien 19.-21.09.2017   Neukaledonien - Ilot Maitre
22°19,964'S 166°24,365'E
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Die flache Riffinsel liegt gleich vor der Stadt Noumea und auch unweit von Ile Uere entfernt. Nicht einmal eine Stunde sind wir unterwegs bis wir im Bojenfeld ankommen. An Werktagen sind viele Gratis-Bojen frei und so kurven wir ein bisschen herum uns suchen uns eine aus.

Wir kennen viele Crews der anderen Yachten, fast alle hier wollen täglich Kite-Surfen. Im Luv, also auf der windigen Rückseite der Insel hat es einen geeigneten Platz um zu «Kiten».
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Das Hotel auf Ilot Maitre, Neukaledonien
Natürlich begleiten wir die Sportler und machen auch gleich einen Inselrundgang.

Am zweiten Tag will Thierry sein Unterwasser reinigen. Da auf einem Aluminiumrumpf keine aggressiven Antifoulingfarbe verwendet werden darf, ist der Schutz vor Bewuchs etwas schlechter. Am ganzen Rumpf der VANUPIEDS hat es kleine Farne! Das klare Wasser lockt zum Schnorcheln - nur die ungewohnt kühlen Wassertemperaturen schrecken uns etwas ab. Sandra zieht ihren dünnen Schwimmanzug und ich den Shorty (kurzer Tauchanzug) an.

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Zuerst kontrolliere ich Ruder, Propeller und generell unser Unterwasserschiff. Der Rumpf hat noch keinen Bewuchs, kein Wunder, denn das Antifouling ist ja erst 4 Monate alt. Nur da wo am Hard eine Stütze war, hatte ich nicht genügend Gift-Farbe aufgetragen. Auf diesen 30x30 cm hatten wir auch die kleinen Farne. Aber mit einem Spachtel sind die schnell entfernt.

Zu Dritt, Claudia begleitet uns, schnorcheln wir zum Riff und sehen einiges. Eine Seeschlange schlängelt sich unter uns durch (wieder die gestreifte, giftige!), später schwammen wir einige Minuten hinter einer Schildkröte her. Sie muss Touristen gewohnt sein, denn sie bewegt sich langsam und bleibt gelassen. Wir können ihr mit nur zwei Meter Abstand gemütlich folgen.

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Neukaledonien 15. - 19.09.2017   Neukaledonien - Ile Uere, ruhiger Ankerplatz
22°18,785'S 166°28,582'E
Zusammen mit der Crew der VANUPIEDS verziehen wir uns aus der Grossstadt. Gestern haben wir noch Lebensmittel für die nächsten Tage eingekauft, denn auf Uere gibt es nichts ausser Natur. Die Insel ist unbewohnt und wird nur an den Wochenenden von Kurzurlaubern aus Noumea genutzt. Der Ankerplatz hat eine perfekte Wassertiefe (6-7m) und gut haltender Schlamm-Sand.

Die Wasserqualität ist hier wesentlich besser als im Naturhafen von Noumea. Der Wassermacher wird nun ausgiebig getestet und er läuft wieder ohne Wasser- und Druckverlust. Wir gehen auf der Insel flanieren, spielen täglich Karten und andere Spiele, schlemmen Tiramisù und trinken Cidre (in der Schweiz wäre das einfach «suurä Moscht»).

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Neukaledonien 12.09.2017   Neukaledonien - Wassermacherleitungen
22°17,049'S 166°25,861'E
Wenn man wie wir eine Segelyacht neu bestellt und auf der Optionsliste bei «Wassermacher» ein Kreuz macht, wird alles sauber von der Werft installiert - hatten wir damals gedacht. Naja - das ist nur bedingt richtig. Yachthersteller und -ausrüster ticken anders. Manchmal wird auch die kleinste noch so enge Ecke ausgenutzt um etwas zu montieren. So wurde die Membrane elegant in einer Nische oberhalb der Zugangsluke im Elektro-Installationsraum platziert. Alles schön und gut - wenn man keine Unterhaltarbeiten machen müsste. Nun rosten aber die Anschlusswinkel und das ganze Hochdrucksystem ist undicht! Als wir im Sommer 2012(!) rostrote Wasserflecken im Installationsraum entdeckten wunderten wir uns woher das kam, konnten aber nichts erkennen. Wir verdrängten die Geschichte erfolgreich. Als wir jedoch kürzlich in «Ile des Pins» den Filter des Wassermachers wechseln wollten und dazu die Zugangsluke öffneten, traf uns fast der Schlag: der halbe Installationsraumboden war rostrot eingefärbt. Auch hatte es Salzwasserlachen und in den Ecken dicke Salzkrusten.
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Membrane: neue Position mit neuen Hochdruckschläuchen (orange)
Und die ganze Elektro-Installation ist gleich hinter dem Wassermacher montiert! Alles ist nochmals gut gegangen, aber jetzt müssen wir die Reparatur angehen!

Schnell wird uns klar, dass die Membrane aus der Nische heraus genommen werden muss. Davor wurden aber viele andere Elemente montiert. Also müssen die zuerst weg. Wasserdruck ablassen, Magnetventil, ganze Rückspüleinheit, Wasserfilter, Carbonfilter und anderes muss von Leitungen getrennt, entleert und abgeschraubt werden (wenn das nur alles am Schluss wieder funktioniert!).

Noch am gleichen Tag fahren wir mit dem Bus ins ausserhalb gelegene Industriegebiet Ducos und besorgen geeignete Hochdruckschläuche (orange) mit hochwertigen Anschlüssen (Niro 316). Am folgenden Tag schraubten wir alles wieder zusammen, reinigten den ganzen Raum und testeten die Anlage. Da ich eine Zuwasserleitung nicht richtig angeschlosssen habe, gab es noch eine Frischwasserdusche. Der Fehler war offensichtlich und schnell behoben - danach läuft alles wie es soll. Ein erfolgreicher Tag!
Neukaledonien 09.09.2017   Neukaledonien - Musik-Festival
22°16,336'S 166°25,742'E
Schon wieder sind westliche Winde angesagt. Aus diesem Grund fahren wir direkt zu einem anderen Ankerplatz. Ausserhalb der markierten Ankerfelder darf man eigentlich nicht ankern, aber bei Westwinden toleriert der Hafenmeister einiges - und das ist gut so. An unserer Position sind normalerweise keine Ankerlieger erwünscht. Aber der Ankergrund hält perfekt und wir liegen gut geschützt. Im Laufe des Tages kommen immer mehr Yachten zu uns rüber - gut waren wir schon früh hier. Viele bekannte Schiffe - viele Schweizer (7 Boote) liegen nun in Neukaledonien und es sollen noch mehr kommen...
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Volkstümliche Gruppe aus Vanuatu
Wir besuchen einen Elektroniker, der uns einige zerkrümelte Kabel (von der Hitze?) ersetzen soll. Am Samstag besuchen wir zusammen mit den Crews der JEAN-MARIE, QUO VADIS und TARTARUGA das Musikfestival in der Stadt.

Es spielen volkstümliche Gruppen aber auch französische Rockbands. Das Festival ist übersichtlich aber nett und der Besuch war ein kurzweiliger Ausflug an diesem sonnigen Nachmittag.

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Neukaledonien 02.-06.09.2017   Neukaledonien - Baie de St. Vincent

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22°03,830'S 166°02,906'E   Ankerplatz Ile Hugon
21°57,751'S 165°56,810'E   Ankerplatz Point Moziman
21°57,717'S 165°59,111'E   Ankerplatz Canal Lepredour
21°59,692'S 166°02,975'E   Ankerplatz Baie Mustique
22°10,847'S 166°19,492'E   Ankerplatz Baie Papaye
In der Bucht von St. Vincent hat es viele Inselchen und Ankerplätze. Um einiges zu sehen wechseln wir täglich unsere Position und lassen das Grundeisen bereits nach einer kurzen Strecke in einer neuen Umgebung fallen. Zusammen mit Claudia und Thierry machen wir kleine Beiboottouren oder Landspaziergänge. Bei Point Moziman gehen wir an Land und wollen um Erlaubnis bitten die Beine vertreten zu dürfen.

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Aber im Haus in der Bucht ist niemand und so genehmigten wir uns den Landgang auf der privaten Insel gleich selber. Eine Herde stattlicher Rinder flüchtet ins Unterholz als sie uns bemerkten. Alle Tiere können sich auf einem Grossteil der Insel frei bewegen. Auch die Pferde haben so viel Auslauf. Sie sind sich anscheinend Menschen gewohnt, denn sie lassen sich problemlos anfassen.

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Unser letzter Stopp ist die Baie Papaye. Hier bleiben wir zwei Nächte, denn der Ankergrund ist gut und nicht tief (5-7m) und täglich tauchen die Dugongs bei unseren Schiffen auf. Diese friedlichen Seekühe (https://de.wikipedia.org/wiki/Dugong) weiden den Seegrund unter uns ab und kommen nur zum Luftschnappen hoch.

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Da wir noch einiges an kleinen Reparaturen erledigen wollen - und uns auch langsam die Nahrungsmittel ausgehen - verlegen wir uns wieder in die Stadt Noumea. Die Distanz von 10 Seemeilen sind auch bei ungünstiger Strömung nach 2 Stunden schnell geschafft.

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Neukaledonien 01.09.2017   Neukaledonien - Baie Maa und Ile T'Ndu
22°12,626'S 166°20,441'E  22°10,895'S 166°17,489'E
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Die letzte Woche verbrachten wir in Noumea. Lebensmittel einkaufen war wirklich nötig. Drei Tage davon lagen wir sogar am Steg der Marina «Port du Sud». Dies weil nach über 1000 Motorenstunden unsere Saildrive-Kupplung (Cone-Clutch) wieder zu schleifen begann. Wie immer kündigt sich das altbekannte Problem an, indem sich beim Einkuppeln einfach nichts tut. Nach drei-vier Versuchen geht es dann meistens doch noch und so machten wir unsere letzten Ankermanöver in der Baie de Prony und auch in Noumea.
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Im Schutz dieser Ecke verbringen wir eine ruhige Nacht
Ein ungutes Gefühl, wenn der Propeller nicht dreht.

Da wir das Problem schon kennen - das erste Mal hatten wir diesen Effekt im Panamakanal - organisieren wir einen Mechaniker der uns hilft die Kupplung auszubauen. Er wird die Teile ausbauen, die glatten Oberflächen aufrauen und dann funktioniert die Kupplung wieder für minimum 1000 Stunden - wenn man das Problem kennt ist es keine grosse Sache. Ohne das Ding sind wir natürlich manövrierunfähig und darum gehen wir für die Arbeiten an einen sicheren Steg. Die grösste Herausforderung ist eher den richtigen Handwerker zu finden. Er sollte die Sache schon einmal gemacht haben und uns mit seinen Kosten nicht über den Tisch ziehen. Wir telefonieren herum und landen beim Richtigen! Er ist sympathisch, fair, zuverlässig und sehr effizient - so einen Handwerker hatten wir schon lange nicht mehr!

Die letzte Fahrt an den Steg führt uns durch das ganze Anker- und Bojenfeld in Noumea. Als wir den Anker hoch nehmen, versuche ich 20 Mal erfolglos den Vorwärtsgang einzulegen. Unterdessen driften wir langsam durchs Ankerfeld... Da der Rückwärtsgang weniger benutzt wird, geht dieser immer viel besser. Also lege ich den Rückwärtsgang ein und habe wieder Kontrolle über die ULANI - einfach falsch herum. Nun fahren wir rückwärts im Slalom durch das ganze Bojenfeld bis zum Steg. Ein sehr unübliches Fahren, aber unser Schiff lässt sich auch auf diesem Kurs recht gut steuern. Am Steg müssen wir auch rückwärts, längs anlegen. Wir fahren extrem langsam und gut gefendert, denn Aufstoppen mit dem Vorwärtsgang können wir ja nicht. Und gleich hinter uns liegt ein anderes Schiff...

Alles geht gut und die Reparatur ging einfach und dank dem kompetenten Fachmann schnell vonstatten. Ausbauen, auseinandernehmen, aufrauen, zusammensetzen, einbauen und testen - alles am gleichen Tag erledigt!

Noch diese Woche starten wir unseren Trip in den Nordwesten. Wir wollen noch etwas mehr von Neukaledonien sehen und segeln für ein paar Tage entlang der Nordwestküste hoch (Bilder).

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Neukaledonien 31.08.2017   Neukaledonien - Nachtrag Bilder Vanupieds
Von Claudia und Thierry erhielten wir heute einige schöne Bilder von unseren gemeinsamen Touren. Die Fotos wurden zwar entweder auf «Ile des Pins» oder der «Baie de Prony» aufgenommen, aber wir wollen sie euch nicht vorenthalten. Hier also ein Nachtrag mit Bildern der VANUPIEDS.

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Neukaledonien 23.08.2017   Neukaledonien - Ilot Casy und Geburtstag
22°21,400'S 166°50,503'E
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Bevor wir die Baie de Prony verlassen stoppen wir für ein paar Tage bei der Ilot Casy. Dieses kleine Eiland liegt in der grossen Prony-Bucht sehr gut geschützt. Wie wir spekulierten, sind viele Bojen frei, denn wir kommen an einem Werktag und die Urlaubszeit der Neukaledonier endete am vergangenen Sonntag.

Im Windschatten der Insel liegen wir sehr ruhig, nachts stellt der Wind dann jeweils ganz ab. Die idyllische Insel lädt zum Landgang ein,
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Kleine Geburtstagsfeier
was wir nun auch täglich machen.

Auf der Insel lebt ein einsamer Hund, der von den Besuchern gefüttert wird. Obschon er einige Jahre auf dem Buckel hat und an Arthritis leidet, begleitet er uns um die ganze Insel. Wenn der Pfad eine kleine extra Kurve macht, kürzt «Moose» oft den Weg ab. Er verschwindet im Gebüsch um 50 m weiter vorne plötzlich wieder vor uns aufzutauchen. Natürlich wird er später auch von Jacky gefüttert - er hat es sich als Fremdenführer redlich verdient. Unsere kleine Seglergemeinschaft ist sich einig: wir hängen noch einen weiteren Tag an um diesen Platz voll zu geniessen. Auch wenn unsere Lebensmittel langsam ausgehen und mir das Anleiern der anstehenden Reparaturen unter den Nägeln brennt - an diesem Platz wollen wir noch länger verweilen. Das Geschaukel am vielbefahrenen Ankerplatz in Noumea und das laute Grossstadttreiben kann noch warten.

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Neukaledonien 21.08.2017   Neukaledonien - wir suchen Schutz im Norden von Prony
22°18,300'S 166°50,666'E
Obwohl die Überfahrt von der Ile des Pins zurück zum Festland nur knapp 40 Seemeilen sind, starten wir am 12. August früh morgens. Bei besten Bedingungen segeln wir mit Volltuch und halbem Wind mit leicht bewegtem Meer zurück zur Baie de Prony. So macht segeln richtig Spass! Bereits kurz vor 12:00 Uhr fahren wir unter Segel in die grosse Bucht ein. Es ist 12:45 Uhr als wir eine der letzten Bojen im Westen der Ilot Casy Pos schnappen.

Das Bojenfeld ist von lauten und hyperaktiven Kurz-Urlaubern aus Noumea gut besucht und entsprechend etwas (zu)viel los. Nach einer Nacht wechseln wir an einen ruhigeren Ort - direkt gegenüber der Insel Casy: Pos . Auch weil die Kette über den Korallen am Boden ein Grollen im ganzen Boot verursacht, zieht es uns am nächsten Tag weiter in den Norden der Baie de Prony.
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Ankerplatz ganz im Norden der Baie de Prony
Das Panorama und die Ruhe hier ist überwältigend. Kurz nach uns treffen auch die JEAN-MARIE und die VANUPIEDS ein.

Die folgenden Tage unternehmen wir gemeinsam verschiedene Ausflüge mit unseren Beibooten. Wir wandern auf kleinen Pfaden über rote Erde und besuchen auch so etwas wie ein Wasserfall. Das Wasser fällt zwar nicht so richtig, aber dafür Claudia: sie rutscht aus und landet im Bach. Zum Glück nur auf den Allerwertesten und auf einen flachen Felsen - also alles ohne grössere Blessuren.

Anschliessend entspannen wir uns im leicht erwärmten Wasser einer «heissen Quelle».

Eigentlich könnten wir weiterziehen, aber die Wetterprognose sagt einen Weststurm voraus. So beschliessen wir lieber noch ein paar Tage anzuhängen. Zwischendurch treffen wir uns mit Claudia und Thierry im Cockpit der ULANI oder der VANUPIEDS für ein Brett- (DOG) oder einem Kartenspiel. Erstaunlicherweise ist die Internetverbindung über SIM-Karte sehr gut und wir sind so umfassend über das Wetter und die Welt informiert - Internet sei Dank!

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Der Weststurm trifft bei uns am Nachmittag des 19.08. ein. Durch die Topographie wird der Wind stark reduziert und nur die Böen fallen mit 25 - 30 Knoten über uns herein. Dazwischen zeigt der Windmesser nur 6 - 10 Knoten. Die böigen Windstösse kommen in kurzen Intervallen und lassen die Schiffe wild hin und her schwojen. Die Böen strecken die 50 m Kette und treiben das Boot nach hinten. Dann stoppt der Wind plötzlich, die Kette entspannt sich und das Schiff schnellt ungesteuert nach vorne. Oft trifft die nachfolgende Windsalve genau dann ein, wenn die Yacht seitlich steht. Die ULANI neigt sich leicht zur Seite und nimmt Fahrt auf, wird aber gleichzeitig auch nach hinten gedrückt... ein wildes Hin und Her.

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Alles in der Nacht natürlich! Die JEAN-MARIE ankert um 02:00 Uhr zweimal um. Unser Anker hält - das war auch gut so, denn hinter uns legte sich am Vortag noch ein Katamaran etwas unglücklich hin, so dass er nun etwa ein Schiffslänge hinter uns schwingt. Wir haben die Nacht kaum geschlafen, aber es ist alles gut ausgegangen. Alles ein Teil des Abenteuers;-)

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Neukaledonien 04.08.2017   Neukaledonien - Ile des Pins, Inseltour mit Mietauto
22°39,560'S 167°26,384'E
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Die wenigen Ankerplätze rund um die Insel bieten nicht überall guten Schutz und sind teils für Kielyachten zu flach. Die Buchten im Norden und im Nordosten sollen sehenswert sein. Zusammen mit Claudia und Thierry (VANUPIEDS) mieten wir einen Kleinwagen und erkunden auf diesem Weg die ganze Insel.

Die Strassen sind zwar schmal aber alle wichtigen Verbindungen sind asphaltiert und in sehr gutem Zustand. Wir besuchen die Grotte d'Oumagne, die uns mit ihren impossanten Stalaktiten sehr gefällt. Es ist niemand da um die Eintrittsgebühr zu kassieren - also kostenlos.
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Viele Buchten sind flach
Da wir genug Zeit für die ganze Insel haben, fahren wir auch kleinere Seitenstrassen zum Meer runter um uns umzuschauen.

Ganz im Norden liegt die Bucht von Gadji, wo wir weit draussen Masten von drei Segelyachten erkennen können. Die Bucht ist so flach, dass wir von einem Besuch mit der Yacht absehen werden. In der Baie d'Oro, im Nordosten der Insel, gibt es die Piscine naturelle. Sie ist wirklich den Besuch wert. Wir essen da unsere mitgebrachten Sandwiches und schnorcheln im glasklaren Wasser. Die Vielfalt der Unterwasserfauna überraschte uns alle. Nebst vielen bunten und neugierigen Fischen, sehen wir eine kleine Muräne und einen Feuerfisch. Das Wasser ist etwas kühl und wir bleiben nicht lange drin.

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Um wirklich alles zu sehen, begehen wir noch den Trail zur Baie d'Upi. Im Wald wandern wir über Stock und Stein - ich wieder in Badelatschen. Angegeben waren 45 Minuten, wir brauchten nur 35. Aus dem Wald kommt man direkt an einen kleinen Strand. Nett, aber etwas weicher Sandschlamm und viele kleine Muscheln - nicht halb so schön wie in unserer Kuto-Bucht.

Nach einem kleinen Einkauf geben wir das Auto zurück. Angekommen auf der ULANI werden die beiden neuen Blasen versorgt - gutes Schuhwerk wäre manchmal dann doch gescheiter.
Neukaledonien 03.08.2017   Neukaledonien - Ausflug nach Vao
22°39,560'S 167°26,384'E
In der Bucht liegen nun drei Boote mit Schweizern: VANUPIEDS, JEAN-MARIE und ULANI. Am 1. August werden unsere Schiffe mit zusätzlichen Nationalflaggen dekoriert.

Nach ein paar Schritten an Land erreichen wir den Strand in der Bucht gegenüber, besuchen kurz das Hotel und schlendern zum Abschluss zum Minimarkt. Dort teilen wir uns eine Familienpackung Eiscrème, Löffel und kleine Schalen haben wir mit dabei. Der Hauptort auf Ile des Pins heisst Vao. Für heute, den 3. August ist gutes Wetter angesagt und wir wollen das ausnutzen.
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Kaum 200 m von unserer Ankerbucht entfernt - der Strand der Nachbarsbucht
Vao liegt ca. 7 km östlich von unserer Bucht. Zu Fuss gehen wir in einfachem Schuhwerk - ich hatte nur Badelatschen an, denn meine Treckingschuhe waren ja schon entsorgt - zum kleinen Ort.

Die Insel Metropole bietet drei Schulen, eine Post, die Gemeindeverwaltung, eine Apotheke, ein Gesundheitszentrum mit zwei Ärzten, eine Kirche, ein Bauamt mit Feuerwehrwagen, einen Snack und ein ganz kleiner Minimarkt. Ich glaube ich habe nichts vergessen, ausser ein paar privaten Häusern habe ich auch gleich alle Gebäude genannt - alles sehr übersichtlich.

Auf der Gemeinde (Mairie) werden wir alle mit Handschlag vom Bürgermeister begrüsst - nette Geste - alle sind sehr freundlich. Auch auf der Strasse werden wir immer fröhlich gegrüsst! Nach einer Stärkung im Snack (kleines Imbiss-Restaurant) machen wir uns auf den Rückweg.
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Die Gemeindeverwaltung im Hauptort der Insel


Kaum wieder auf der schmalen Hauptstrasse, hält ein Pickup um einen Einheimischen mitzunehmen. Spontan lässt er uns auch aufspringen und wir werden ein paar Kilometer mitgenommen. Unsere Füsse danken es, denn durch das falsche Schuhwerk und dem gehen auf Asphalt schmerzten sie schon etwas. Auch hatte ich schon eine Blase von den Adiletten.
Neukaledonien 30.07.2017   Neukaledonien - Ile des Pins, Gipfelstürmer
22°39,560'S 167°26,384'E
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Der blaue Himmel, die wärmende Sonne (heute morgen waren es kalte 13,5 ° C im Cockpit) lädt zum Wandern ein. Es gibt einen Wanderpfad hoch zum höchsten Berg der Insel. Der Gipfel des «Pic N`Gâ» ist immerhin 262 m.ü.M. - das heisst für uns also 262 m hoch gehen - wir starten ja am Strand. Wiederum sind die Crews der JEAN-MARIE und VANUPIEDS mit dabei. Der Berg ist unweit unseres Ankerplatzes und wir können gut zu Fuss zum Start des Trails gelangen.

Sandra und ich haben unsere Trekkingschuhe am Strand angezogen und es geht sich optimal in gutem Schuhwerk - auch wenn es sich sehr ungewohnt anfühlt. Schon lange hatten wir keine richtige Schuhe mehr an.
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Schon fast oben
Diese hier sind noch nicht so oft genutzt worden, fallen jedoch schon aus dem Leim.

Meine beiden Sohlen musste ich schon letztes Mal mit 5200 (Dichtungsmasse) zusammen kleben. Auf halbem Weg trennten sie sich dann prompt von den Schuhen. Oben auf dem Gipfel muss ich mit den Schnürsenkeln und anderen Bändsel die Sohlen um den Fuss schnüren.

Mit diesem Notbehelf kam ich dann doch noch gut bis an den Strand zurück. Für meine Latschen endete die Reise hier; sie flogen in hohem Bogen in den Abfallcontainer.

Die Aussicht war grandios und entlohnte uns für den Aufstieg. Teils ging es recht steil hoch und wir kamen schon etwas ins Schnaufen.
Neukaledonien 28.07.2017   Neukaledonien - Ile des Pins
22°39,560'S 167°26,384'E
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Beinahe jeder Inselstaat hat so seine Highlights die man besuchen sollte. Leider sind die Orte nicht immer einfach zu erreichen. In Fiji waren es die Inseln der Lau-Gruppe, hier in Neukaledonien ist es die «Ile des Pins». Diese Insel liegt ganz im Südosten von Noumea und ist deshalb nicht einfach anzulaufen. Wir konnten den ruhigen Donnerstag nutzen um gegen Wind und Welle in sechs Stunden (fast immer mit 6.5 - 7 Knoten) überzusetzen.

Unterwegs begleiteten uns kurz einige Delfine und Sandra sichtete eine riesige Wasserschildkröte. Später erfahren wir, dass die VANUPIEDS und auch die Crew der
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Alles ist sauber und gut unterhalten
JEAN-MARIE Buckelwale beobachten konnten - wir haben die leider nicht gesehen - aber das kommt schon noch... Am nächsten Morgen wollen wir unseren ersten Rundgang auf der Insel machen. Das Anlanden am weissen, feinen Sandstrand ist für uns wiederum sehr einfach. Wir klappen die Rädern aus und rollen unseren Tender hoch bis zu den Bäumen. Aus dem kurzen Rundgang wurde ein vier stündiger Spaziergang - wir sind alle fasziniert von der Natur. Es gibt Palmen, Strände mit weissem, feinem Sand und malerische Buchten. Uns gefällt auch die Vielfalt der Bäume. Nebst den vielen Pinien hat es auch noch einge andere Gehölzer. Ein schöner Mix! Beim Besuch der Nachbarsbucht entdecken wir eine uns schon aus Fiji bekannte Giftschlange. Anschliessend stärken wir uns bei einem Fritten-Stopp auf der Hotelterrasse, direkt bei unserer Bucht.

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Danach suchen wir eine Autovermietung und zwei kleine Einkaufsläden auf. Alles ist weitläufig verstreut - es ist kein Dorf-Zentrum von Kuto zu erkennen.

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Neukaledonien 26.07.2017   Neukaledonien - Baie de Prony
22°22,928'S 166°54,826'E
In den kommenden Tagen sollen sich der Wind und die Wellen beruhigen. Das ist eine optimale Möglichkeit um in den Süd-Osten zu gelangen. Normalerweise bläst der Passatwind genau aus dieser Richtung und das Meer baut recht grosse Wellen auf.

Am Mittwoch fahren wir von Noumea los. Gestern hatten wir noch einige Lebensmittel aufgestockt, denn in den kommenden Wochen sollen die Versorgungsmöglichkeiten sehr bescheiden sein. Erst als wir den schützenden Naturhafen verlassen wird der Wetterbericht bestätigt -
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Gruppenbild - fast auf dem Gipfel
tatsächlich sehr ruhig hier draussen.

Unser starker Motor und die spezielle Overdrive-Funktion des Gori-Propellers erlauben uns eine zügige Fahrt von rund 7 Knoten. Um 12:35 Uhr kommen wir an und nehmen eine der freien Bojen. Unsere Freunde von der VANUPIEDS und der JEAN-MARIE sind schon gestern hier angekommen. Nach dem Mittagessen verabreden wir uns am Strand um zusammen zum Antennen-Gipfel zu wandern.

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Es hat hier gut unterhaltene Wanderwege die umfassend in Broschüren der Tourist-Information (Noumea) beschrieben sind.

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Neukaledonien 24.07.2017   Neukaledonien - West-Winde, Marinatage und Ile Uere
22°17,145'S 166°26,523'E   22°18,768'S 166°28,563'E
In der letzten Woche war einiges los. Die Wettervorhersage gab starke Westwinde mit Böen in Sturmstärke an. Die Ankerplätze rund um die Hafenanalgen sind ungeschützt gegen diese Windrichtung. Von Einheimischen und anderen Seglern erfahren wir, dass ein erheblicher Seegang in die Bucht laufen würde. Einer sagte uns wörtlich: "Glaube mir, dann willst du nicht hier sein". Der Starkwind ist auf Donnerstag angesagt, soll dann schnell abklingen und am Sonntag dreht der Wind wieder auf «normal».

Wenn man es vorher weiss ist der Westwind kein Problem. Unsere Freunde von der VANUPIEDS, JEAN-MARIE und der TARTARUGA gehen allesamt am Montag noch einkaufen und verziehen sich am Dienstag in eine gut geschützte Bucht bei der nahegelegenen Insel UERE. In einer knappen Stunde haben sie den Ankerplatz gewechselt und liegen in einer Bucht die wie ein grosses U nur nach Norden offen ist.

Wir würden das ja auch so machen, aber beim Artztermin am Montag erklärt uns der Médecin, dass wir am Donnerstag wieder erscheinen sollten, dann wird das Verbandsystem gewechselt. Da uns das auch wichtig erscheint und ich in diesem Moment nicht ans Wetter dachte, willigten wir ein und verliessen die Praxis.
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ULANI am Aussensteg - bereit für den Sturm
Draussen realisieren wir, dass wir von der schützenden Bucht auf Ile Uere am Donnerstag gar nicht übersetzten können. Also spazieren wir die verschiedenen Marinas ab und fragen da nach freien Plätzen und Preisen. In der einen Marina stinkt es fürchterlich nach Fäkalien - da will ich nicht hin, zudem haben die ein chaotisches Reservationssystem. Aber die Port-du-Sud Marina macht uns einen guten Eindruck. Der Hafenmeister Marc ist sehr sympathisch und äusserst freundlich. Nur würde die Marina leider nur monatsweise vermieten und sie seien voll ausgebucht. Ich erkläre ihm unser Problem und er zeigt sich sehr hilfsbereit; für ein paar Tage hätte er immer eine Lösung. Wir dürften aussen am marinabegrenzenden Schwimmsteg anlegen. Wir schauen uns den Platz auf dem Plan und vor Ort an, er scheint genug geschützt zu sein - Problem gelöst.

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So wechselten wir am Mittwoch an den Steg. Die Marina hat eine gute Infrastruktur, sogar Strom und Wasser wurde nicht verrechnet, was will man mehr. Die Tage vor und nach dem Sturm (gemäss Meteoseite von Neukaledonien waren es Windböen bis 48 Knoten) waren sehr schön und wir konnten die ULANI mal wieder abspritzen, Wäsche waschen und warm duschen so oft wir wollten.

Meinem Bein geht es viel besser und auch der Arzt meinte, dass er mich ab nun nicht mehr sehen muss. Er gibt uns noch spezielles Verbandsmaterial für die kommenden vier Tage mit, anschliessend können wir die Wunde mit gängigen sterilen Pads abdecken. Mit solchen haben wir uns vorsorglich schon eingedeckt.

Am Steg hatten wir zwar unendlich viel Wasser, aber unser Wassertank in der ULANI war fast leer. Um mögliche Beschädigungen auszuschliessen, wollen wir konsequent nur Wassermacher-Wasser in unserem Tank haben - und dieses Wasser ging langsam zur Neige. Auch wollten wir den Ankerplatz der Ile Uere begutachten, denn Westwinde gibt es alle paar Wochen mal. Ein schöner Sonntagsausflug, aber heute Montag geht es wieder in die Stadt. Wir wollen uns vorbereiten für den Trip zur Ile des Pins.

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Neukaledonien 13.07.2017   Neukaledonien - Noumea, Einreisen und wieder zum Arzt
22°17,129'S 166°25,885'E
Gestern konnten wir uns im Marinabüro noch mit Informationen zum Einreiseprozedere eindecken und auch mal wieder französisch üben. Man sagt uns, dass die Immigration jeweils nur Vormittags geöffnet hätte und wir also heute dahin müssten. Unterdessen ist auch die JEAN-MARIE eingetroffen und wir gehen gemeinsam dahin.

Spontan begleitet uns Joachim netterweise, er hat sowieso viel Zeit und muss auch noch zur Post. So haben wir quasi einen Stadtführer, denn Joachim von der TARTARUGA (GER) ist schon über ein halbes Jahr im Land und kennt einiges in der Stadt. Wir kennen ihn von Panama und waren zusammen in Savusavu während des Zyklons Winston. Er bringt uns überall hin und Sandra hilft ihm dafür gerne mit Übersetzen auf der Paketpost. Seine Lieferungen sind leider noch immer nicht angekommen.

Nach dem unkomplizierten Behördengang besuchen wir einen der Supermärkte und auch die Post um eine Simkarte und Guthaben zu erwerben.
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Leben wie Gott in Frankreich.
Die Internetverbindungen sind hier einiges teurer als in Fiji, aber dafür kriechen die Daten auch noch langsamer... ist also eine Umstellung - man kann halt nicht alles haben.

Wie schon in Papeete staunen wir im Supermarkt über die grosse Auswahl und die Produktepräsentation. Alles ist topmodern und wie in Europa. Wie erwartet sind die Preise wesentlich höher als in Fiji, aber lange nicht so schwindelerregend wie uns alle gewarnt hatten.

Nachdem sich unsere kleine Reisegruppe aufgelöst hat suchen Sandra und ich noch einen Arzt auf. Nach kurzem Warten hat er für uns Zeit. Er ist sehr sympathisch, hört sich meine Krankengeschichte an, schaut unser Zwischenstatus-Bild auf dem iPad an, begutachtet die bereits verordneten Medikamente und will natürlich auch das Bein sehen.

Schon schnell kommt er zum Schluss, dass sich in der Wunde totes Gewebe befindet und die Sache ernst zu nehmen sei. Zu den bereits genommenen Antibiotika meinte er, dass die einen in diesem Fall unwirksam wären und die anderen viel zu schwach dosiert gewesen sind. Die eine Penicillinspritze am Anfang war auch ein zu schwacher Start.

Er verschreibt mir wieder das eine Antibiotikum, jedoch die doppelte Menge und zusätzlich noch ein anderes. Beide Kuren für 15 Tage. Am Montag muss ich aber schon wieder zu ihm kommen um die erhoffte Verbesserung zu zeigen. Die Konsultation ist nicht teuer und der Termin am Monatg kostenlos. Nur die Medikamente sind mit 200 CHF nicht billig! Er gibt uns noch kostenlos Verbandsmaterial mit - bis Montag sind wir eingedeckt.

Wenn ich ein Buch schreiben würde hiesse der Titel: «Spital- und Ärzteführer der Südseeinseln».
Fiji Islands Neukaledonien 07. bis 12.07.2017   Überfahrt Fiji - Neukaledonien
21°24,033'S 167°53,328'E   22°17,129'S 166°25,885'E
Am Freitag lichten wir früh am Morgen den Anker und fahren mit 24 Stunden Verspätung den beiden anderen Segelyachten nach. Wir haben recht gute Verhältnisse und doch etwas mehr Wind als erwartet, segeln aber gerefft problemlos 7 bis 8 Knoten - genau dem Ziel entgegen.

Die folgenden drei Tage holen wir immer mehr auf und stehen zweimal täglich im Funkkontakt mit unseren Freunden. Da der Wind am Montag noch mehr auffrischen und ungünstig drehen soll, entscheiden wir uns die Insel MARE im Norden anzulaufen. Die Insel liegt ziemlich genau auf unserer Strecke und es entsteht nur ein marginaler Umweg. Jedoch würden wir das Nordkap und die Ankerbucht erst nach dem Eindunkeln erreichen und bitten frühzeitig die Crew der VANUPIEDS uns dann einzuweisen. Sie liegen schon einen halben Tag da und Thierry konnte die Bucht abschnorcheln und uns in der Nacht einen perfekten Ankerplatz zuweisen. Der Anker fiel auf 12 m Sand und wir hauten uns umgehend in die Kojen.

Die Strecke bis hierher hatte uns beide recht geschlaucht, denn ich war mit dem Antibiotika-Cocktail ziemlich niedergeschlagen und müde und konnte nur vermindert bei der Navigation helfen. Sandra machte alle Nachtwachen und schlief nur wenig im Sitzen unter der Sprayhood.

Gut erholt und frisch gestärkt liefen wir am folgenden Tag um 16:30 Uhr bereits wieder aus. Wir hätten gerne noch etwas mehr Zeit an diesem schönen Ankerplatz verbracht, aber es zeichnete sich eine Wetterverschlechterung ab und nur diese kommende Nacht schien uns noch gut genug für eine Nacht-Überfahrt.

Beim Auslaufen aus der Bucht quittiert unser elektrischer Autopilot mit der Meldung «NO RUDDER». Diesen Fehler hatten wir auch schon und waren zuerst recht zuversichtlich, dass nach ein paar Seemeilen geradeausfahren, der Kurscomputer sich wieder an sein Ruder erinnert (diesen Fehler hatte ich schon mal gegoogelt und herausgefunden, dass es eine bekannte Macke von Raymarine ist. Sie entsteht meist durch überdrehtes Steuern von Hand bevor der Autopilot benutzt wird).

Als der Fehler mehr als 10 Mal auftritt sind wir dann doch etwas besorgt. Wir ziehen uns warm an, denn im schlimmsten Fall müssten wir die vorausliegenden 120 Seemeilen von Hand steuern. Etwa zwei Stunden später, es ist bereits dunkel, scheint wieder alles zu funktionieren... aber es bleibt eine grosse Unsicherheit, denn wenn die Steuerung in einer Gewitterböe ausfällt gibt es ein Chaos.

Also sitzen wir beide, dick angezogen, im Cockpit. Sandra hinter dem Steuerrad und ich zum eingreifen bereit unter der Sprayhood. Es war eine schöne Nachtfahrt mit wenig Wellen und einem etwas spitzen Amwindkurs. In den paar Squalls gab es zwischendurch drehende Winde die bis auf 22 Knoten auffrischten, um danach wieder auf 9 Knoten einzubrechen. So segelten wir aktiv die ganze Nacht durch.

Die Riffeinfahrt (Havanna-Pass) bei Neukaledonien ist sehr berüchtigt, denn es können sehr grosse Brecher entstehen, wenn der Wind gegen die Gezeitenströmung steht. Thierry hat uns die möglichen Einlaufzeiten anhand
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Riffeinfahrt in der Nacht und Weg nach Noumea am Vormittag.
der Gezeitentafeln (heutzutage ist das natürlich ein App) errechnet und durchgegeben. Da unser Schiff etwas länger ist sind wir mit etwa einer knappen Stunde vor der VANUPIEDS am Pass. Morgens um 04:10 Uhr nähern wir uns der Riffeinfahrt. Die See ist recht ruhig und das Wasser strömt mit uns und leichtem Seitenwind ein - also keine Gefahr. Wir folgen dem entfernten Leading-Light und vertrauen auf unsere Seekarten.

Das Adrenalin macht uns hellwach und aufmerksam. Wir können die Riffköpfe trotz des hellen Mondes (fast noch Vollmond) nicht erkennen, aber unser Radar erfasst diese leicht. Durch die Overlayfunktion unseres Plotters wird das Radarbild über die Seekarte gelegt und so können wir grob überprüfen ob die Karten stimmen. Alles stimmt genau und wir fahren in das Riff ein wie wenn wir dies schon 100mal gemacht hätten.

Die letzten 35 bis 40 Seemeilen bis zur Hauptstadt Noumea hängen wir gleich an, denn das einlaufende Wasser schiebt uns mit 1 bis 2 Knoten noch durch ein paar Engstellen. Anschliessend segeln wir auf Noumea zu und füllen unseren Wasservorrat indem der Wassermacher gleich mitläuft.

Um 11:24 Uhr hängen wir an unserem Anker vor der Stadt. Nun müssen wir noch das Beiboot zu Wasser lassen, den Motor montieren und uns anmelden. Wir wollen dies noch vor dem Feiertag erledigen und die Beamten schliessen teils schon am Vortag die Büros um das lange Wochenende noch etwas zu verlängern.

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Fiji Islands, Januar bis Juni 2017
Fiji Islands 05.07.2017   Fiji - warten und eine Beule entsteht
17°35,542'S 177°26,646'E
In den letzten Tagen schmerzt mein linkes Bein. Genauer gesagt am inneren Oberschenkel ist alles angeschwollen und die Haut gerötet. Gerade jetzt sollten wir aber los, denn das Wetterfenster ist günstig.

Seit Tagen besprechen wir mit den Crews der VANUPIEDS und der JEAN-MARIE wann der Zeitpunkt für einen Absprung gut wäre. Seit drei Wochen schielen wir täglich auf die Wetterprognosen, aber es hat noch immer sehr viel Wind und Welle da draussen. Allerdings drängt die Zeit allmählich, da wir das Land mit unserem Schiff ja allerspätestens am 8. Juli verlassen müssen.

Der erhärtete Knollen am Oberschenkel wird immer grösser und spannt die Haut. Es ist wie wenn man einen halben Apfel unter die Haut schieben würde - und das genau bei der Kante zur Bikinizone. Wir entscheiden uns einen Arzt aufzusuchen. Die indische Ärztin bespricht alles mit mir und nimmt nur mit einem scheuen kurzen Blick vom Schlamassel Notiz. Sie verabreicht mir eine Spritze Penicillin und zwei parallele Antibiotikakuren für die nächsten 5 Tage.

Unterdessen entscheiden sich die beiden anderen Crews am Donnerstag los zu segeln. Wir warten noch einen Tag länger ab, auch weil wir das Bein noch etwas ruhen lassen wollen. Kurzfristig gehen wir nochmals bei der Ärztin vorbei und lassen uns zur Sicherheit ein Rezept für starke Schmerzmittel ausstellen.

In Neukaledonien wollen wir das Bein sicher noch einem europäischen Arzt zeigen...
Fiji Islands 14.06.2017   Fiji - am nächsten Morgen zu den Behörden
17°35,542'S 177°26,646'E   17°46,352'S 177°11,151'E
Nach der erholsamen Nacht und unserem Morgenkaffee versuchen wir die Behörden telefonisch zu erreichen. Noch um 08:15 kommen wir nur in eine Warteschleife und dann zurück zur Computeransage - es scheint zu früh zu sein.

Wir rufen per Funk COROMANDEL auf, ein Segler der beim Organisieren der nächtlichen Hilfe involviert war. Er antwortet nicht, aber der Marina-Manager Patrick meldete sich. Wir müssten an Land in sein Büro kommen - er müsse uns sehen. Natürlich wollen wir uns nochmals bedanken und auch die Rechnung für die Unterstützung begleichen. Aber wir sind uns nicht sicher ob wir nun hier das Schiff verlassen dürfen ohne wieder korrekt eingereist zu sein. Patrick bestätigt uns, dass wir das in diesem Fall können.

Damit wir an Land können, müssen wir zuerst wieder das Beiboot von Deck hieven und den Motor montieren. Im Büro treffen wir Patrick und er verrechnet uns eine normale Bootsmiete (180.00 F$ = ca. 90.00 CHF). Wir sind erstaunt über die äusserst faire Verrechnung und fragen nochmals nach den Namen der beiden Lotsen. Nachdem wir wieder Fiji-Dollars aus dem Geld-Automat gezogen haben, bezahlen wir alles und suchen die Lotsen auf. Die beiden Angestellten haben unserer Meinung nach ein dickes Trinkgeld verdient. Auch bedanken wir uns bei ihnen nochmals persönlich.

Beiläufig erfahren wir, dass Patrick bereits die Behörden informiert hat - wir müssten nun umgehend nach Vuda Marina zum Zollbüro. Dass wir schnurstracks zu den Behörden müssen, ist uns klar, aber nach Vuda Marina wollen wir nicht. Zum einen ist es ein sehr offener und welliger Ankerplatz und zum anderen werden die uns für alles etwas verrechnen wollen. Wir wissen ja nicht was uns erwartet. Falls der Zoll entscheidet, dass wir den Hafen nicht mehr verlassen dürfen, entstehen horrende Marinakosten.

Also rufen wir einfach persönlich nochmals den Zoll an. Und zwar das Büro im Hafen von Lautoka. Da hatten wir ja auch ausklariert. Der zuständige Beamte erklärt uns freundlich, dass wir umgehend nach Lautoka kommen müssen - wenn es ginge noch heute. Problem gelöst - nun also Lautoka - das passt uns gut.

Noch immer an der Boje in Musket Cove liegend, müssen wir unsere ULANI wieder etwas umbauen. Windfahne am Heck demontieren und die Davitsverlängerungen anschrauben. Nur so können wir unser Beiboot wieder am Heck hochziehen. Während unseren grossen Überfahrten liegt das Beiboot ja immer vor dem Masten an Deck und am Heck wird einiges umgestaltet. Um 12:55 Uhr erreichen wir Lautoka und funken den Zoll an um zu fragen wo wir ankern dürfen. Sie erlauben uns am besseren, etwas entfernteren Ankerplatz bei Bekana Island zu ankern. Kurz darauf standen wir im Zollbüro.

Mr. Wise vom Zoll war ausgesprochen nett und erklärte uns, dass er nun einfach das Ausklarieren als ungültig erklären könne. Dann hätten wir wieder die noch verbleibende Restzeit unserer Aufenthaltsgenehmigung (3 Wochen) zur Verfügung um ein neues Wetterfenster abzuwarten. D.h. am 8. Juli müssten wir (wie vorher auch) dann abgereist sein. Der Vorgang dauerte 10 Minuten und kostete nichts.

Nun sind wir also wieder legal: Bula Bula, willkommen in Fiji!

Am Ankerplatz in Lautoka sind heute auch Claudia und Thierry (VANUPIEDS) angekommen. Zusammen sind wir auf der JEAN-MARIE (Walter und Jacky) eingeladen. Jacky (die einzige Noch-Nicht-Schweizerin, aus Südafrika) kochte ein sehr schmackhaftes Abendessen (Älplermaccaroni mit Öpfelmues) und wir hatten einen sehr schönen Abend zusammen. Am nächsten Morgen verlassen wir bereits wieder diesen Ankerplatz, denn wir wollen wieder nach Musket Cove.
Fiji Islands 13.06.2017   Fiji - Adieu und Welcome to Fiji
17°46,212'S 177°11,275'E
In den letzten Tagen zeigte der Wetterbericht günstige Windrichtungen mit mässig Wellen an. Zumindest das eine Modell. Das andere Modell prognostiziert mehr Wind und höhere Wellen. Da wir anfangs Juli das Land verlassen müssen, entscheiden wir uns für das bessere Modell und planten unsere Abreise. Wir gönnen uns zwei Tage am Steg in der Marina Denarau um das Beiboot auf Deck zu nehmen und uns vorzubereiten.

Am Heck entfernen wir die Davits-Verlängerungen und montieren die Windsteuerungs-Anlage. Auch gehen wir nochmals einkaufen, klarieren aus dem Land ordentlich aus und verbrauchen die letzten Fiji-Dollars.

Um 12:00 Uhr fahren wir los und erreichen nach gut zwei Stunden die Riffausfahrt. Als wir ins offene Meer gelangen, nimmt der Wind zu und die Wellen auch - eigentlich wie erwartet. Aber dann bläst der Wind noch mehr, die Wellen werden immer höher und dazu sind sie auch steil und der Kamm bricht jeweils. Wir machen mit der 17 m2 Fock (sehr kleines Vorsegel) und dem Grosssegel im 2. Reff schnelle 8 bis 9 Knoten. Die Fahrt wäre mit 5 bis 6 Knoten geplant gewesen.

Wir glauben, dass sich die Wellen hier an der Küste etwas aufbauen, sich aber alles normalisieren wird sobald wir etwas weiter weg sind, also fahren wir weiter. Nach über zwei Stunden sind wir schon mehr als 15 Seemeilen von der Küste entfernt und die Wellen werden noch höher. Wir schätzen sie auf mehr als 4 Meter. Sie sind steil und von der Seite, teils auch leicht von vorne. In diesem hohen Seegang kann nun der Autopilot nicht mehr steuern. Auch als ich einige Zeit von Hand steuerte, hatte ich in manchen ungünstigen Wellenkonstellationen keine Kontrolle über das Schiff. Schlagende Segel, wir schlagen Quer, rutschen grosse Wellen seitlich hinab - kurzzeitig stand das Wasser 10cm hoch auf dem Laufdeck im Lee.

Wir drehen ab und versuchen statt Neukaledonien nun Port Vila (Vanuatu) anzulaufen. Aber auch das ging nicht. Schlussendlich steuerten wir nach Nord, bargen das Grosssegel in 30 Kn Wind und rauschten mit dem kleinen Segel am Bug noch mehr als 6 Knoten nach Nord.

Es ist nun 16:30 und wir beschliessen umzudrehen - im Wissen, dass wir eine andere Riffeinfahrt (mehr im Norden) nehmen müssen und diese in stockfinsterer Nacht erreichen werden. Ich rufe auf dem Funk Musket Cove Marina an. Als niemand auf Kanal 16 antwortete probierte ich noch Kanal 68. Ich meinte diesen Kanal mal irgendwo gelesen zu haben. Prompt kam Antwort und wir baten um Unterstützung bei der nächtlichen Riffeinfahrt. In ca. 100 Minuten würden wir da sein und wir bräuchten ein Boot mit einem klar erkennbaren Licht das uns die Einfahrt markiert. Die Marina hilft - wir sind erleichtert. Nun erklären wir der Marina welche Riffeinfahrt wir ansteuern können.

Mit dem kleinen Vorsegel war eine Halse nicht sehr schwierig und mit räumlichen Wind (schräg von hinten) konnten wir die anrollenden Wellenberge mit brechenden
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Wir können unseren Seekarten nicht trauen
Kämmen recht gut meistern. Wir laufen also ab in Richtung Riffeinfahrt. Ungefähr um 18:30 Uhr, es ist bereits stockdunkel da der Mond noch nicht aufgegangen ist, sind wir knapp 2 Seemeilen vor dem Riff. Unseren Seekarten können wir nicht trauen und Tracks gibt es von dieser Einfahrt nicht. Sie ist nicht markiert und auch nur vage in den Seekarten angedeutet - scheint aber tief genug zu sein - sehr breit ist sie nicht.

Immer in Funkkontakt mit dem offenen, kleinen Motorboot (wie es die lokalen Fischer benutzen), erfahren wir, dass sie noch 10 Minuten zur Riffpassage benötigen. Zum Glück waren die Wellen in Riffnähe etwas kleiner und wir konnten in ca. 2 m Wellen unter Motor grosse Runden drehen um die schlussendlich 30 Minuten abzuwarten.

Es ist ein sehr unangenehmes Gefühl in der Dunkelheit und mit Seegang eine unmarkierte Riffeinfahrt anzulaufen - notabene bei über 20 Kn Wind. Die Helfer gaben uns an auf welcher Seite des schmalen Kanals sie sich befinden und wieviel Platz wir in etwa hätten. Sie fanden das Riff nur mit ihren guten Ortskenntnissen und indem sie mit Handscheinwerfern das Wasser absuchten. Blind auf die Angaben vertrauend fuhren wir mit fast Vollgas durch das auslaufende Wasser in den Pass. Die Passage wäre eigentlich nicht lange, aber wir brauchten etwas Geduld bis wir durch waren, denn der Gegenstrom war 2 bis 3 Knoten. Die grossen Wellen überspülen das Aussenriff und bringen viel Wasser und Wellen nach innen.

Nun waren wir aber erst durch das Aussenriff, noch immer mussten wir gegen 1 bis 2 Meter Wellen gegenan. Dies über eine Stunde lang bis wir zur Durchfahrt des Innenriffes gelangten. Auch diese Durchfahrt hatten wir noch nie gemacht und wieder lotste uns das Marinaboot durch. Jetzt war das Meer ruhig und wir waren nun in einem Riffkanal den wir schon mehrmals selber fuhren und so hatten wir zusätzlich auch unsere Tracks. Die Helfer führten uns noch an allen Untiefen und Ankerliegern vorbei bis zum Bojenfeld.

Um 21:18 Uhr legten wir an der Boje an. Der inzwischen aufgegangene grosse gelbe Mond, die umliegenden Yachten mit feiernden Crews in den Cockpits und die geschützte Bucht - alles war plötzlich wie ein unwirklicher Traum.

Wir bedankten uns bei den Helfern, duschten das Salzwasser ab und fielen in die Kojen. Dass wir nun illegal im Land waren war uns im Moment ziemlich egal.
Fiji Islands 29.05.2017   Fiji - Musket Cove auf Malolo Lailai
17°46,215'S 177°11,213'E
Stahlblauer Himmel, kaum Wolken, wenig Wind - ideal für Ankertage vor Musket Cove. Es liegen schon einige Yachten hier. Obwohl noch viele Bojen frei gewesen wären, ankern wir lieber. Den Zustand der Bojen und Leinen kennen wir nicht. Es ist zwar 12 bis 16 Meter tief, aber der Ankergrund hält sehr gut. Wir haben 55 Meter Kette draussen und es ist ja sehr ruhig. Nur am späteren Nachmittag bläst fast täglich der Südwind - wahrscheinlich ist es ein thermischer Wind der dank den Bergen am Festland entsteht und die Umgebungsluft absaugt. Kaum ist es dunkel schläft der Wind ein.

Gestern sind wir von Lautoka (Bekana Island) her motort - ebenfalls kein Wind und keine Wellen - Kaffeefahrt mit 6.8 Knoten (bei nur 1600 U/Min).
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Wir schlendern am Strand entlang.
Es ist eine wahre Freude. Mit dem glatten Unterwasser-Anstrich und dem gereinigten Propeller gleitet die ULANI durchs Wasser wie ein Messer durch die warme Butter.

Das Wetter soll so schön bleiben und das nutzen hier die Fallschirmspringer. Eine Organisation mit über 100 Sky-Diver hat sich im Nachbar Ressort eingerichtet. Das Kleinflugzeug startet und landet immer wieder um Gruppen bis zu 16 Teilnehmern hoch zu fliegen.

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Bei unserem Landgang spazieren wir über die kleine Landebahn zum Landeplatz der Fallschirmspringer und sprechen mit den jungen Leuten. Sie sind begeistert über den Ort und die Aussicht. Kein Wunder, denn sie sehen von oben alle Inseln und Riffe... etwa wie wenn ihr hier anklickt .
Fiji Islands 24.05.2017   Fiji - Bekana Island, ankern im ruhigen Wasser
17°35,537'S 177°26,655'E
Nach unserem Aufenthalt auf dem Trockendock waren wir 4 Tage am Steg in Denarau. Hier konnten wir die ULANI mal richtig waschen, denn in der Marina steht
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Ankerplatz Bekana Island
das Wasser unbeschränkt zur Verfügung. Wir füllten den Dieseltank mit den restlichen Dieselbeständen in unseren Kanister. Danach luden wir unsere 15 Kanister in zwei Schubkarren und liessen sie an der Tankstelle füllen. Alles ist nun aufgetankt und bereit für die nächste grosse Überfahrt. Getränke sind auch schon gebunkert.

Da der Wetterbericht noch eine gewittrige Nacht vorhersagte, verbrachten wir noch eine Nacht an der Boje bevor wir dann am Dienstag zu diesem ruhigen Ankerplatz fuhren. Mit der gezogenen Genua lief die ULANI 7.5 bis 8 Knoten da noch immer 20 bis 25 Knoten Wind bliesen. Eine rasante und schöne Fahrt. Der Ankerplatz ist mit 17 bis 18 Metern recht tief, aber da wir zwischen der Insel Bekana und der Stadt Lautoka liegen, ist das Wasser sehr ruhig - ein friedlicher Platz.

Walter und Jacky liegen mit ihrer JEAN-MARIE auch hier. Sie geben uns Tipps wie wir am einfachsten mit dem Beiboot anlanden.
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Die Stadt Lautoka liegt direkt gegenüber
So können wir hier auch bequem kleinere Einkäufe mit dem Beiboot erledigen.

Die empfohlene Zeit um mit dem neuen Tender-Motor gedrosselt zu fahren (Einfahren) ist noch immer nicht durch. So tuckern wir langsam herum, aber das ist sehr gemütlich. Der neue Tender macht uns viel Spass, auch wenn das Handling ein Umgewöhnen erforderte. Durch die leichte Bauweise muss ich beim Einsteigen etwas aufpassen und kann nicht mehr nur mit dem ersten Fuss auf eine Seite treten.
Fiji Islands 15. - 18.05.2017   Fiji - Trockendock für Unterhalt
17°46,406'S 177°22,876'E
Wie geplant lassen wir die ULANI aus dem Wasser heben. Sie wird für die jährlichen Unterhaltsarbeiten vier Tage an Land gestellt. Wir bevorzugen die Werft Denarau denn hier geht alles sehr professionell vonstatten. Pünktlich erscheint der Kranführer mit seiner Crew und die haben es wirklich im Griff! Wir kennen andere Marinas in der Gegend... aber lassen wir das...

Für die grossen Arbeiten buchen wir Fiji-Yacht-Help. All die übrigen Projekte beschäftigen Sandra und mich genug. Am Gori-Propeller mussten wir die Composit-Ringe austauschen. Dafür musste nicht nur der Propeller abgezogen sondern auch alle Teile an der Achse demontiert werden.
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3 Tage später - bereit zum Einwassern
Ich befürchtete schon, dass sich einige Schrauben nicht mehr öffnen lassen würden, aber durch einige Erfahrung und vielen Tipps anderer Segeler in den vergangenen Jahren lief alles wie am Schnürchen.

Das Übernachten an Bord ist in Denarau nicht gestattet. So buchten wir in einem sehr einfachen Hotel in Nadi ein Zimmer (60 F$ = 30 CHF pro Zimmer und Nacht). Wir hatten Klimaanlage, eigenes Bad (kein Warmwasser) und viel Unterhaltung. Der Nachtclub im Erdgeschoss, also direkt unter uns sorgte bis 01:00 Uhr für Hintergrundmusik.

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Trotz allem war die Unterkunft sehr praktisch, konnten wir doch mit dem Marina-Shuttle-Bus einfach jeden Tag in die Marina und abends wieder ins Hotel.
Fiji Islands 11.05.2017   Fiji - OCtender mit neuem Motor
17°46,229'S 177°22,894'E
Zurück in Denarau montieren wir unseren neuen Motor. Der 9.8 PS starke Tohatsu ist wesentlich leichter als der Vorgänger.
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Neuer Motor ist montiert
Der fabrikneue Motor soll nun eingefahren werden, also tuckern wir im Schneckentempo durch die Hafenanlage.

Nun muss an der ULANI alles noch etwas angepasst werden. Es gibt drei Varianten wie der Tender gestaut wird. Über Nacht wird das Beiboot samt Motor an den Davits hochgezogen, für regionale Segelfahrten wird der Tender ohne Motor an den Davits hängen und für lange Passagen kommt das neue Beiboot vorne auf Deck.

Natürlich stimmen alle Leinen und Beschläge für die Aufhängungen nicht mehr - alles muss neu ausgemessen und arrangiert werden.

Hier in Denarau ist das am Einfachsten. Alle Materialien sind verfügbar und das Wetter spielt auch mit.
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Am Schwimmdock, bereit für den Kran
Am spannendsten war die Platzierung auf Deck. Noch vor der Bestellung hatte ich alles genau gemessen, aber bis ins letzte Detail war es kaum möglich.

Nun zogen wir den Tender hoch und legten ihn auf Deck - et voilà - es passte auf den letzten Zentimeter. Nun müssen wir nur noch eine kleine Unterkonstruktion bauen, damit in den Ozeanwellen nichts verrutscht.

Gerade bei grossen Überfahrten rollt die ULANI (seitliches schaukeln) doch erheblich. Da muss alles festgezurrt sein, sonst entstehen unkontrollierte Situationen und Schäden sind vorprogrammiert.
Fiji Islands 06.05.2017   Fiji - nach Nabouwalu und Nananu-i-Cake
16°59,511'S 178°41,096'E   17°18,837'S 178°13,620'E
Wie angekündigt lief Claus mit seiner JULIA am Montag Morgen in Savusavu ein. Unser
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Unser neues Beiboot auf Deck der JULIA
neuer Tender war perfekt an Deck vertäut und hat die gut siebentägige Seereise von Neuseeland schadlos überstanden.

Mit einer kleinen Modifikation können wir das neue Beiboot so an den Davits hochziehen, dass es weder schaukelt noch scheuert. Die Übergabe unseres Schlauchbootes samt Motor an die neuen Eigner in Savusavu erfolgte tags darauf reibungslos. Nebst der kurzen Einweisung und ein paar Tipps konnten wir auch einiges an Zubehör übergeben.

Das Wetter soll in den kommenden Tagen einige Kapriolen machen, auch weil ein später Zyklon in Vanuatu wütet. DONNA heisst der Tropensturm, der - wie es im Moment ausschaut - nicht nach Fiji ziehen wird.
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Sonnenuntergang am Ankerplatz
Aber auch ein anderes Tiefdrucksystem bringt viel Wind und unbeständiges Wetter mit teils sehr ruppiger See. Nur für zwei Tage scheint es noch ruhiger zu bleiben. Darum entscheiden wir uns kurzfristig diese Tage für die Fahrt über das Bligh Water zu nutzen. Es klappt alles wunderbar und am Zwischenstopp in Nabouwalu treffen wir sogar noch Claudia und Thierry von der VANUPIEDS. Sie segeln in die Gegenrichtung und wollen nach Savusavu. Unterwegs begleiten uns schon wieder Delfine. Einige Jungtiere springen übermütig 5 m aus dem Wasser - eine richtige Show. Nach der Riffeinfahrt schwimmt eine Schildkröte an der ULANI vorbei. Am Ankerplatz sind wir umgeben von blauen Quallen und kurz vor unserem BBQ entdecken wir einen speziellen Käfer auf dem Sonnenverdeck. Was für eine Fauna!
Fiji Islands 26.04.2017   Fiji - Delfine und ein Verrückter
16°59,511'S 178°41,096'E   16°46,694'S 179°19,781'E
Nach der rasanten und welligen Fahrt über das «Bligh Water» sind wir gestern Nachmittag am südlichsten Punkt von Vanua Levu angekommen.
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Ankerplatz Nabouwalu, südlichster Punkt der Nord Insel
Diese Passage zwischen den beiden Hauptinseln von Fiji ist wegen ihren Venturi-Effekten (Wind- und Wasser-Strömungs-Verstärkungen) berüchtigt.

Der Ankerplatz in Nabouwalu ist zwar etwas offen, aber auf 5 m Wassertiefe gräbt sich unser Eisen felsenfest ein. Heute sind wir dann schon früh los um die morgendliche Ruhe auszunutzen, denn die ersten Seemeilen mussten wir gegen den Wind um die Ecke rum. Alles war ruhig und unser Flautenschieber leistete verlässlich seinen Dienst. Unterwegs kreuzte eine Delfinschule unseren Weg. Gemächlich zogen diese schönen Tiere im ruhigen Wasser an uns vorbei.

Jolene von der Waitui-Marina hat uns unsere Lieblingsboje frei gehalten und wir wurden herzlich empfangen.

Gleichzeitig mit uns kam ein französischer Einhandsegler an. Er musste Einklarieren und als er seinen letzten Hafen am Funk durchgab hörten wir ungläubig zu: Er komme direkt von Panama-City und sei nun 4 Monate alleine unterwegs gewesen. Abends beim Bier erzählte er uns mehr... ein absolut sympathischer - aber eindeutig verrückter Kerl!
Fiji Islands 24.04.2017   Fiji - im Uhrzeigersinn rund Viti Levu
17°25,141'S 177°44,842'E   17°18,876'S 178°13,697'E
Ende Monat wollen wir spätestens in Savusavu sein um unser Schlauchboot abzugeben und das neue Beiboot in Empfang zu nehmen. Wir wählen die uns schon gut bekannte Route: im Uhrzeigersinn rund um Viti Levu.

Da wir gegen die vorherrschenden Winde motoren müssen, haben wir das Leichtwind-Wetterfenster von diesem Wochenende genutzt.
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Neben dem Kartenplotter benutzen wir auch OpenCPN
So fuhren wir gestern bis Vatia Wharf (36 sm) und heute ging es hoch bis Nananu-i-Cake (31 sm).

An beiden Tagen hatten wir optimale Bedingungen. Da es kaum Wind hatte, konnten wir ohne Wellen ruhig dahin motoren. Das Sonnenverdeck liessen wir gleich oben, denn die Sonne brannte vom stahlblauen Himmel hinab.

Die Fahrt führte uns wiederum durch Riffe die schlecht markiert sind. Die Karten von Navionics sind auf dieser Route recht genau, trotzdem lassen wir parallel die Software OpenCPN mit unseren eigenen und anderen Tracks (gespeicherte Fahrspuren) mitlaufen.

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Für die technisch Interessierten:
Auf dem Samsung-Tablett (Android) stellen wir mit einer Fernsteuerungssoftware (VNC) den Bildschirm unseres Bordcomputers (Windows 7) dar. Da wir nie einen Windows-Computer ins Cockpit nehmen (möglicher Verlust, Schäden durch Salzluft etc.) ist dies die einfachste Methode via Wifi die Daten am Steuerstand abzulesen. Falls ein Blogleser mehr über diese Installation wissen will, kann er sich bei mir per E-Mail melden.
Fiji Islands 07.04.2017   Fiji - Batterielieferung alla Fiji
17°46,229'S 177°22,894'E
Beim Ankern stellten wir eine gewisse Ermüdung unserer Bugbatterie fest. Sie ist nun schon 5 Jahre alt und geht bald in Rente. Da es sich nur um eine einzelne Batterie handelt, ist der Ersatz meistens nicht kompliziert und wir klärten ab ob wir in Fiji Ersatz finden können.

Bewaffnet mit einem ausgedruckten Bild unserer alten Batterie und mit allen wesentlichen Daten suchen wir das Büro von Baobab auf, obschon wir viele Vorbehalte dieser Unternehmung gegenüber hegen. Aber vielleicht haben sie ja eine Batterie da. Was kann da schon falsch laufen. Erste Auskunft der Managerin die dazu kommt: "Es gibt keine Marine-Batterien auf Fiji". Aber sie werde checken was verfügbar ist. Sie nimmt den Zettel entgegen, würde das abklären und rufe uns dann an.

Tags darauf kommt ein Anruf: Ihr Spezialist hätte die Werte angeschaut - eine vergleichbare Batterie sei im Shop. Ah gut, wir also sofort da hin. Die Batterie steht schon auf dem Tisch bei der Kasse - aber ein Blick auf das Datenblatt genügte: leider nur halb so stark. Wie ein "Spezialist" behaupten kann, dass dies eine vergleichbare Batterie sei ist uns schleierhaft. Und sie bieten dann das Teil auch noch zu einem unverschämten Preis an - höfflichst: nein danke.

Uns ist bekannt, dass es in Suva einen «Clay Battery» gibt und nehmen direkt Kontakt auf. Die haben sogar was wir brauchen, etwas günstiger als der Yachtshop aber auch nicht billig. Jedoch zumindest das richtige Produkt - wir klärten das noch online ab.

Da wir da den vollen Betrag im Voraus auf deren Bankkonto einzahlen müssen, fragen wir zuerst etwas herum, ob jemand diese Firma kennt und was für einen Ruf die haben. Uns wird bestätigt, dass die Firma ziemlich bekannt und vertrauenswürdig ist.

Nun erfahren wir, dass es auch einen Batterienhersteller in Fiji gäbe: Pacific Batteries. Wir rufen in Suva an und vernehmen, dass es über den Händler in Nadi abgewickelt werden muss. Wir also mit dem Bus zu Sunrise Batteries in Nadi. Dort werden wir höflich und halbwegs kompetent beraten. Aus dem Prospekt von Pacific Batteries suchen wir uns die Marine-Batterie aus, die unseren Daten entspricht. Der Preis ist besser als die anderen und geliefert wird sie auch.

Am Montag zahlen wir gleich die Hälfte an. In den folgenden Tagen würde die Batterie produziert und am Freitag in die Marina geliefert- vom Chef persönlich.

Heute Freitag kommt er tatsächlich pünktlich - wir sind schon etwas erstaunt - es scheint alles zu klappen. Er übergibt uns die Batterie in der brütenden Hitze - wir zahlen den Restbetrag und er dampft wieder ab.

Wir sind bereits auf dem Rückweg mit dem Beiboot, als uns der Kleber auffällt: YOKOHAMA - sollte es nicht PACIFIC BATTERIES heissen? Nun schaue ich mir die Batterie genauer an und muss leider festellen: es sind auch falsche Daten aufgedruckt. Die Grösse, die Kapazität stimmt und auch die Bezeichnung ist fast gleich - aber die anderen Daten sind falsch zudem ist es eine Lastwagenbatterie. Jetzt sehe ich noch, dass Batteriewasser beim Plus-Pol austritt.

Sofort rufen wir unseren Lieferanten auf dem Mobiltelefon an und bringen ihn dazu jetzt zu wenden und zu uns zurück zu kommen. 10 Minuten später stehen wir im Schatten um das Corpus Delicti herum. Nach einem kurzen Moment sieht er ein: das ist nicht die richtige Batterie. Vielleicht haben die in der Fabrik einen Fehler gemacht oder es sei möglicherweise ein Kommunikationsproblem gewesen. Es könnte auch sein, dass er die Bestellung etwas ungenau gemacht hätte.... aha... ???

Aber Marine-Batterien seien nie geschlossen und diese hier schon und das wäre die bessere und und und... er versucht alles, aber schnell sieht er ein, dass wir nicht alles glauben und unsere Argumentation schon eher greift: Falsche Batteriemarke, LKW statt Marine, undicht, falsche Werte - schlicht nicht was wir bestellt hatten.

Auf den Hinweis, dass die Batterie auch noch undicht sei war es auch ihm klar - wir nehmen die ganz sicher nicht! Er war zwar entgegenkommend, sympathisch und nett, als er merkte, dass nichts zu machen ist. Auf meinen Vorschlag hin lädt er die LKW-Batterie wieder in seinen Kleinbus und gibt uns den vollen Betrag (inkl. die Anzahlung) zurück. Das war ausgesprochen fair!

Wieder mal viel Aufwand um nichts, aber zumindest keinen finanziellen Schaden. Zurück auf der ULANI kramen wir die Kontaktdaten und das Angebot von Clay Batteries hervor und rufen in Suva an. Obwohl wir ihnen eigentlich schon abgesagt haben, liefern sie doch noch. Um 11:00 Uhr sitzen wir schon im Bus nach Nadi um den geforderten Betrag auf das Konto von Clay Batteries einzuzahlen.

Sobald das Geld eingegangen sei, wird die Batterie innert Tagesfrist geliefert. Hoffentlich geht die Story dann nicht weiter...
Fiji Islands 03.04.2017   Fiji - Unser neues Beiboot wird fabriziert
17°46,229'S 177°22,894'E
Im September 2008 kauften wir unser Schlauchboot an der Bootsmesse in Friedrichshafen. Der Verkäufer beriet uns sehr umfassend und glaubwürdig, denn auch er war zusammen mit seiner Frau um die Welt gesegelt. Das damals erworbene, drei Meter lange Beiboot ist aus Hypalon und hielt auch deshalb so lange.

Aber wir haben ihm auch immer Sorge getragen und bei spitzen Korallen und schlechten Stegen aufgepasst. Ein gutes Beiboot ist für uns Segler sehr wichtig -
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Der Rumpf ist bereits fertig laminiert
. Jemand hat mal gesagt: Das ist auf der Reise euer Auto - und das stimmt! Jetzt ist unser Schlauchboot zwar schon alt, aber man kann es noch gut als Freizeitboot einsetzen. So haben wir auch einen neuen Eigner dafür in Fiji gefunden.

Bereits letztes Jahr sahen wir ein paar Mal dieses Beiboot octender. Es stach uns sofort ins Auge und wir parkten unseren Schlauch spontan daneben um die Längenmasse abzuschätzen. Der Virus hat uns befallen und wir kamen nicht mehr vom Gedanken los: so ein Ding wollen wir auch!

Unser neues Beiboot ist ein OC300 und wird jetzt gerade in Neuseeland fabriziert. Die kleine Firma octender wurde von einem Seglerpaar gegründet und sie bauen diese Beiboote noch heute selber. Nur deshalb waren auch problemlos und unkompliziert kleine Sonderwünsche wie die spezielle Aufhängung für die Davits (Heckbügel) möglich. Die Räder von Beachmaster kennen wir bereits. Auch diese haben wir wieder dazu bestellt.

OC Tenders / NZ - Offshore Cruising Tenders
Beachmaster / NZ - Räder für das Beiboot

Den Transport von Neuseeland nach Fiji übernimmt Claus von der deutschen Segelyacht JULIA - nochmals herzlichen Dank dafür!
Fiji Islands 13.03.2017   Fiji - kein schönes Ankommen in Denarau
17°46,229'S 177°22,894'E
Wir lassen unterwegs nochmals den Wassermacher laufen, denn es hat kaum Wind und wir fahren unter Motor zurück. In Denarau angekommen, wollten wir an unserer reservierten Boje Nr. 11 anlegen und im Restaurant ein Mittagessen einnehmen - das war der Plan.

Obschon man die Boje jeweils um 12:00 Uhr mittags freigeben muss, hängt jetzt um 12:45 Uhr noch eine amerikanische Yacht dran. Wir rufen das Marinabüro auf und klären, ob wir wirklich die Nr. 11 haben und wieso da einer dran hängt. Ja, die 11 sollte frei sein - hiess es.

Natürlich ist jetzt keiner an Bord und das Office versucht die Eigner ausfindig zu machen. Wir kreisen eine halbe Stunde im Hafenbecken und gehen dann ausserhalb der Marina im unruhigen Wasser ankern. Wir essen an Bord und warten mal ab. Mehrere Kontakte per Funk und Telefon mit der Marina ergaben bis um 16:30 Uhr nichts. Dann trudeln endlich die Eigner ein. Als sie aussen am Büro vorbei gehen werden sie abgefangen. Sie hätten dann im Büro nur lapidar gemeint, dass sie dachten diese Nacht noch bezahlt zu haben - was gemäss Office eindeutig nicht stimmte. Kein Sorry oder so, an allem sind ja immer die anderen Schuld...

Alles wird mit der Frau Eigner geklärt und sie verspricht, sofort die Boje zu verlassen - sie bräuchten dazu aber minimum 30 Minuten.

Wir werden per Handy entsprechend informiert, warten noch 20 Minuten, gehen dann Ankerauf und fahren wieder durch den langen Kanal in die Marina zurück.

Nun will uns der Eigner weissmachen, dass er diese Nacht auch bezahlt hätte und will nicht von der Boje weg. Wir sind etwas verwirrt, frustriert und der Geduldsfaden reisst allmählich. Der Eigner stammelt was von: sein Motor sei nicht zusammengebaut und er bräuchte sicher noch 3 Stunden - er würde hier bleiben. Nachdem wir nun bereits über 4 Stunden warteten, lügt uns der Eigner noch ins Gesicht. Solche Ausreden sind unter Seglern bekannt. Eine Unverschämtheit! Wir sagen ihm, dass wir Bescheid wissen und er nun leider sofort ablegen muss. Er weigert sich.

Wir rufen nochmals das Büro an und bitten um Unterstützung. Ein Security-Mitarbeiter erscheint und macht den Amis klar, dass sie nun unverzüglich weg müssen. Um 17:50 Uhr lösen sie sich endlich von unserer Boje. Da wir wieder fast eine Stunde im Marinabecken kreisten, sahen wir, dass nichts am Motor gearbeitet wurde, denn die beiden waren immer auf Deck. Der Motor lief tadellos...

Fehler und Irrtümer können passieren - wir haben dafür auch Verständnis. Aber wenn dann ein Fehler erkannt wird, sollte man sich dafür entschuldigen, Bereitschaft für eine Lösung zeigen und nicht immer weiter lügen... Dieses Seglerpaar ist eine Schande für die Seglergemeinschaft - übrigens erkennt man diese typisch amerikanische Yacht gut am langen Bugspriet - es ist eine «Hans Christian 38T».
Fiji Islands 10.03.2017   Fiji - Schnorchelausflug mit Schlauchboot
17°46,275'S 177°11,236'E
Windstill und zeitweise ein richtig sonniger Tag - ideal für einen kleinen Ausflug. Wir pumpen unser Schlauchboot (ja, das Loch ist noch immer nicht geklebt) und schnappen die Schwimmflossen und -brillen. Auch den kleinen Anker nehmen wir mit, so können wir das Beiboot «parken» und uns frei am Riff bewegen.

Das Wasser ist extrem warm, um die 30 Grad Celcius - an flachen Stellen oder über den Korallenköpfen schätzen wir es sogar auf 35 Grad. Über den dunklen Korallen-Formationen können wir sogar das Aufsteigen des warmen Wassers beobachten. An diesen Stellen ist die Sicht stark verschwommen.
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Neugierig kommen sie auf uns zu
Das Phänomen ähnelt optisch stark den Unterwasser-Süsswasser-Quellen die wir auf Tahiti beobachten konnten.

Leider trüben kleine Schwebeteilchen leicht die Sicht. Trotzdem konnten wir zwischendurch ein paar scharfe Bilder schiessen. Für die Fische haben wir nichts mitgebracht, aber sie kommen doch neugierig auf uns zu - teils erstaunlich nahe. Wir beobachten zwei verschiedene Typen von Anemonenfische (Typ Nemo). Das Meer ist so warm, wir könnten ewig drin bleiben. Nur die Finger sind schon ganz schrumpelig und aufgeweicht - es ist Zeit uns zu verabschieden.

Position ca. 17°46,688'S 177°10,403'E

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Fiji Islands 05.03.2017   Fiji - «Abendrot, Schönwetterbot»
17°46,275'S 177°11,236'E
Dieses Sprichwort kommt uns oft in den Sinn. Aber leider scheint das hier in der südlichen Hemisphäre genau umgekehrt zu sein. Der Postkarten-Sonnenuntergang von Gestern brachte heute Dauerregen. Da helfen nur Spiele, Bücher, Filme und elektronische Games.

Erst am späten Nachmittag stellte jemand die Naturdusche ab. Aber so spät wollten wir das Beiboot nicht mehr ins Wasser lassen. Nach einem Bad im Meer und einem Schwatz mit einem anderen Nachbarn verkriechen wir uns wieder im Salon.
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Es regnet fast den ganzen Tag
Im Internet lesen wir, dass der staatliche Wetter-Dienst schon wieder vor Überschwemmungen warnt. Das betrifft uns zwar nicht, aber es trifft mal wieder die unterste Bevölkerungsschicht - im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Wetter bleibt wechselhaft, aber wir rechnen mit weniger Regen und hoffen auf ein paar Sonnenstunden zwischendurch.
Fiji Islands 04.03.2017   Fiji - ab zu den vorgelagerten Inseln
17°46,275'S 177°11,236'E
Gestern haben wir noch ein paar Lebensmittel eingekauft, im Marinabüro die Rechnung bezahlt und sind zu den Inseln raus gefahren. Die Distanz zum Ankerplatz ist nicht gross und bereits nach ca. drei Stunden lassen wir den Anker auf 17 m fallen. Unterwegs lassen wir den Wassermacher mitlaufen und kommen mit vollem Wassertank an.

Bevor wir die Inselecke runden und auf den Ankerplatz sehen, raten wir beide wieviele Segelyachten wohl da liegen würden. Ein paar wenige Dauergäste hatten wir erwartet - so um die fünf Schiff dachten wir. Dass aber dann gleich 12 Yachten vor Musket Cove lagen überraschte uns doch etwas. Der Ankerplatz ist gross genug - in der Hauptsaison liegen hier auch schon mal über 50 Boote!

Die Fähre, die Sportfischer und alle Tagestouristenboote sorgen tagsüber für ein bisschen Verkehr. Im Vergleich mit Denarau ist es hier aber sehr ruhig. Das klare Wasser lädt zum schwimmen und schnorcheln ein.

Übrigens haben wir die undichte Stelle im Schlauchboot gefunden. Geeignetes Flickmaterial haben wir an Bord. In den nächsten Tagen werden wir die Reparatur angehen.
Fiji Islands 01.03.2017   Fiji - 1000 kleine Dinge erledigt
17°46,229'S 177°22,894'E
Also, äh - eher gefühlte 1000... aber zumindest: Zahnarztbesuche hinter mich (Philippe) gebracht. Nebst der fälligen DH auch noch gleich an sechs Füllungen kleinere und grössere Restaurierungen erledigt (knappe 40.00 CHF pro Füllung). Dann konnten wir das Kühlschrank-Austausch-Projekt abschliessen. Nach mehreren Tagen testen konnten wir dem Handwerker für die Rechnung grünes Licht geben - alles kühlt wieder.

Die Reparaturliste wird langsam kürzer. Jedoch mussten wir nun neu auch unser Schlauchboot auf die Liste setzen. Eine der drei Luftkammern ist undicht. Es muss sich um ein ganz kleines Loch handeln, da nur sehr langsam Luft entweicht. Benutzen können wir es noch, aber wir müssen das Loch suchen und es verschliessen - das ewige pumpen nervt.

Dieses Jahr regnet es wesentlich mehr als im Jahr zuvor. Die Fijianer sagen alle, dass dies auch die Bildung von Zyklonen verhindert. Bauernweisheit (?) - keine Ahnung. Auf jeden Fall sind im Moment wirklich keine Wirbelstürme in Sicht und das könnte dann also doch stimmen.

Noch liegen wir an einer Mooringboje im Hafen Denarau, aber wir wollen in den nächsten Tagen wieder zu den Inseln raus und dort ankern. Wind ist kaum vorhanden und so wird es eine ruhige Fahrt unter Motor.
Fiji Islands 20.02.2017   Fiji - Rückblick: nun ist es genau ein Jahr her
17°46,229'S 177°22,894'E
Genau heute vor einem Jahr kämpften wir um unsere Yacht. Der tropische Wirbelsturm Winston (Kategorie 5 - höchste Stufe) drehte überraschend und raste über Fiji hinweg.

Die Naturgewalt forderte über 40 Menschenleben.

Viele Häuser, auch ganze Dörfer wurden zerstört - ja regelrecht platt gemacht. Im Wirbelsturm haben wir fast unsere Yacht verloren. Mit viel Glück im Unglück konnten wir ein Stranden der ULANI verhindern, als unsere «zyklonsichere Boje» riss und wir gegen die Riffe und das Ufer trieben.
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Einige Eigner waren am Rande eines Nervenzusammenbruchs.


Allein in Savusavu strandeten 19 Segelyachten und einige Motorboote von lokalen Fischern und Tauchbasen.

Die anschliessende gegenseitige Hilfe und die Solidarität unter Seglern und Seeleuten hat uns sehr beeindruckt. Auch wir konnten da und dort mithelfen wenn Yachten notdürftig geflickt und wieder ins Wasser gezogen wurden.

Bild wird geladen... Das Ereignis hat bei uns keine bleibenden Spuren hinterlassen. Nun, da schon ein Jahr vergangen und unsere Segelyacht wieder vollständig repariert ist, verblassen die Erinnerungen allmählich.

Berichte und Bilder über die Tage im Zyklon Winston sind im Berichtsjahr 2016 nachzulesen. Es gab damals einige Blog-Beiträge um den 20. Februar 2016.
Fiji Islands 18.02.2017   Fiji - Kühlschrank und andere Reparaturen
17°46,229'S 177°22,894'E
Es regnet zwar noch immer täglich, aber zwischendurch brennt auch mal die Sonne aufs Deck. In der ULANI wird es dann zeitweise 35 Grad (mit hoher Luftfeuchtigkeit), abends «kühlt» es dann etwas ab - auf 29 Grad. Die Ventilatoren laufen und wir sitzen im Schatten. Wenn es regnet kühlt es zwar auch etwas ab, aber da wir dann die Luken nicht öffnen können, bleibt es mollig warm in der ULANI.

Trotz allem wollen wir die Zeit auch nutzen um wichtige Service-Projekte anzugehen. Unser Einbau-Kühlschrank funktioniert schon über ein Jahr nicht mehr. Wir haben noch eine mobile Kühlbox und konnten so die Zeit gut überbrücken. Nach Internetrecherchen und verschiedenen Offerten entschlossen wir uns die Teile von Hamburg (Deutschland) schicken zu lassen.

Da die ULANI ja im August/September für über zwei Monate auf dem Trockenen lag und wir mit wichtigeren Flickarbeiten beschäftigt waren, hatten wir dieses Projekt aufgeschoben. Auch weil wir einen Kiel-Cooler haben.
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...es wird auch ein neuer Kompressor installiert.
Das ist ein Teil der die Abwärme des Kühlaggregates mit Seewasser kühlt. Somit kann der Kühlschrank nur laufen wenn das Schiff im Wasser liegt. Vorgestern riefen wir den Fachmann an und er kam vorbei das Projekt anzuschauen und die Kosten zu veranschlagen.

Nach langem Überlegen sagte er endlich einen Preis für den Ausbau-Einbau und die Inbetriebnahme. Gleich hängte er noch die Frage an, ob er es auch Privat machen dürfe - am Sonntag oder so.

Wir sind sicher, dass der vereinbarte Fixpreis von 300 F$ (ca. 150.00 CHF) ihm einen willkommenen finanziellen Zustupf beschert. Wir willigen mit der Bedingung ein, dass wir erst nach einem Testlauf von einigen Tagen zahlen werden - kein Problem meinte er.

Nun ist alles mal geplant und eingefädelt - erledigt ist noch nichts. Mal sehen ob alles klappt.
Fiji Islands 12.02.2017   Fiji - Es regnet - viel Zeit um am PC zu arbeiten
17°46,229'S 177°22,894'E
Seit einer Woche ist es sehr regnerisch. Einige Sturmtiefs ziehen durch die teils sehr viel Regen bringen. Die Städte Nadi, Ba, Rakiraki und andere haben mit den Wassermassen zu kämpfen. Viele Flüsse sind über die Ufer getreten. Das Regenwasser fliesst nicht rechtzeitig ab und Strassen sind geflutet.

Die Erdgeschosse vieler Häuser sind ebenfalls betroffen. Das Marina-Personal kam einen Tag nicht zur Arbeit - kein Wunder - viele von ihnen wohnen im betroffenen Gebiet.
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Die Präsentation auf einem Windows-PC.
Wir haben mit der ULANI an den Steg gewechselt. So haben wir immer genug Strom und können auch mal unkompliziert mit einem Regenschirm in der Hand von Bord gehen.

Ich nutzte die regnerische Zeit um unsere Homepage zu überarbeiten. Alle Daten sind nun neu aufbereitet und präsentieren sich in einem modernen Stil.
Alle Informationen, Bilder und Texte sind wieder verfügbar.

Die Schnell-Buttons auf der linken Seite erscheinen nur bei Bildschirmen mit normaler oder grossen Auflösung. Auf kleinen Tablets und Smartphones erscheint oben rechts ein Drei-Striche-Menü.

Die Homepage wird von allen Browsern und Betriebssystemen unterstützt. Einige Funktionen - gemeint sind die speziellen Hintergrundbilder - werden von den iPads und den Android-Systemen nicht unterstützt. Aus diesem Grund werden diese Bilder weggelassen (nicht geladen). Auch unterstützen die Touchscreen-Computer keine Mouseover-Funktionen. Somit sind viele optische Spielereien für diese Geräte leider nur beschränkt sichtbar. Ein handelsüblicher Personal-Computer oder Laptop mit Windows als Betriebssystem zeigen unsere Internetseiten im vollen Umfang und mit allen Funktionen.

Wir wünschen weiterhin viel Spass beim Lesen und Durchstreifen unserer neuen Seiten.

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Fiji Islands 23.01.2017   Fiji - Mast-Transport im Paradies
17°46,276'S 177°11,205'E
Das Wetter hat sich beruhigt und die Gewitter verzogen. Windstill am Morgen und am späteren Nachmittag leichter Thermikwind - angenehm, denn es ist nachmittags sehr heiss. Da hilft meist nur eine «Abkühlung» im 29° warmen Wasser.

Gestern waren wir zusammen mit JAKKERs zur Sandbank gefahren. Wir ankerten unsere Beiboote im flachen Wasser und schorchelten ein Stunde um die Korallenstöcke. Nebst vielen bunten Fischen sahen wir eine Muräne, viele Anemonenfische (Nemo), blaue Seesterne und Trompetenfische die aussahen wie Seepferdchen.

Heute lief die Motoryacht CONTRABAND auf dem Ankerplatz ein. Nach monatelangem Aufenthalt in Vuda Marina ist sie endlich wieder seetüchtig.
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Von Hand wurde der Mast auf den Steg gebracht und an die Motoryacht hoch gehoben.
Allister und Crew sind hier um einen Masten abzuholen und nach Savusavu zu transportieren. Das 17 m lange Alu-Profil stammt von einer Bénéteau 44 die letztes Jahr hier strandete. Nun erwarb Jeff von der STRAVAIG den Mast, denn er verlor seinen letzten Herbst als er von Vanuatu zurück segelte.

Am Steg des Resorts Plantation wird das lange Teil mit vereinten Kräften aufgeladen, respektive seitlich an die CONTRABAND gehängt. Bereits morgen fahren sie los um in zwei bis drei Tagesetappen nach Savusavu zu gelangen.

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Fiji Islands 20.01.2017   Fiji - Blinder Passagier: Schiffshalter
17°46,276'S 177°11,205'E
Seit ein paar Tagen liegen wir vor dem Resort Musket Cove auf der Insel Malolo Lailai. Es ist eigentlich ruhiges Wetter, aber es geht alle paar Tage mal ein Gewitter mit Donnergrollen und Sturmböen durch. Nach ein bis zwei Stunden ist es vorüber und der Himmel klart auf.

Schon bei der Ankunft ist uns aufgefallen, dass ein grosser Fisch (ca. 50 cm) um die ULANI schwimmt.

Am Anfang hielt Sandra es für einen kleinen Hai, später stellte sich heraus, dass es sich um einen Schiffshalter handelt.

Die Schiffshalter (Echeneidae) gehören zur Familie der Stachelmakrelenverwandten (Carangiformes). Es sind schlanke Fische, die sich mit Hilfe einer Saugplatte, die auf dem Kopf und dem vorderen Rücken sitzt, an grössere Fische z.B. Haie oder Meeressäuger anheften um sich so mitnehmen zu lassen; gelegentlich versuchen sie auch, sich an Tauchern festzusaugen. Ausserdem haben Schiffshalter so die Möglichkeit, an den Mahlzeiten des Wirtstieres teilzunehmen, geniessen den Schutz des grösseren Tieres und befreien es wahrscheinlich von Parasiten. Wie der deutsch Name bereits verrät, saugen sie sich auch oft an Schiffen fest.

Mittlerweile sind es drei Exemplare die um die ULANI oder auch die JAKKER schwimmen. Tony hat sie heute mit Brot gefüttert und von uns bekamen sie Rüstabfälle von unseren Poulet-Schnitzel. Darauf fahren sie voll ab!

Mehr Informationen zum Schiffshalter.

Fiji Islands 15.01.2017   Fiji - kleine Giftschlange gefällig?
17°46,229'S 177°22,894'E
Heute Morgen wollen wir eine kleine Fahrt unternehmen. Das Meer ist ruhig und die Distanz kurz, so beschliessen wir das Beiboot nach zu schleppen. Sandra rollt die Sonnenverdecke hoch und ich will mich um das Schlauchboot kümmern. Es hing die Nacht über hinten am Schiff und hatte etwas Regenwasser aufgesammelt.
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Nach dem Rauswurf schlängelt sie am Boot vorbei


Ich steige in das Beiboot, so wie ich es immer mache: zuerst löse ich die Anbindtaue, ziehe das Gummiboot nahe an die Heckplattform, werfe die nassen Taue rein und steige gleichzeitig ein - bereit um den Motor anzulassen - alles barfuss natürlich.

Da bemerke ich ein seltsames Seil am Boden, gleich neben meinen nackten Füssen... UND ES BEWEGT SICH!

Mit einem lauten Aufschrei und in einem Satz bin ich wieder aus dem Beiboot gesprungen. Im letzten Moment greife ich noch ein Anbindtau. Die nachtaktive, hochgiftige Gelblippen-Seeschlange (lat. Laticauda colubrina) ist nicht aggresiv und eher scheu. Wir haben diese Schlangenart schon zweimal hier in Fiji angetroffen. Nun ruhte sich also eine im Beiboot aus. Sorry aber da musst du nun weg!

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Zur Sicherheit ziehe ich Gummistiefel an. Nach etlichen Versuchen gelingt es mir das Paddel unter die quirlige Schlange zu schieben und mit einem Schwung in hohem Bogen ins Meer zu befördern. Elegant schlängelt sie noch an unserem Schiff vorbei und verzieht sich.

Fiji Islands 13.01.2017   Fiji - Generator
17°46,229'S 177°22,894'E
Die Wasserpumpe muss ausgetauscht werden. Nach 2000 Betriebsstunden scheint die Oberfläche innen im Pumpenrad-Gehäuse so abgenutzt zu sein, dass unsere Impeller nach wenigen Stunden bereits die Flügel verlieren. Als wir beim Hersteller nachfragten, war dieser nicht überrascht - ganz normal nach so vielen Stunden! Man könnte das Pumpengehäuse revidieren lassen, aber aus logistischen Gründen war es viel einfacher eine neue Pumpe aus der Schweiz mitzubringen.

In der Zwischenzeit hatten wir eine provisorische Lösung mit einer elektrischen Pumpe installiert. Nun muss das alles wieder in den Originalzustand zurückgebaut werden. Am Nachmittag wird es jeweils so heiss, dass ein Arbeiten im Schiff eine Tortur wäre. Also erledigen wir die Teilschritte jeden Vormittag. Nach drei Tagen sind alle Schläuche wieder an ihrem Platz
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Die kleine, glänzende Pumpe wird nun eingebaut.
und die Pumpe ausgetauscht. Das klingt so einfach, aber es war wie immer ein Eintauchen in die hinterste Ecke des Installationsraums.

In unbequemer Stellung musste die alte Pumpe (Bild mit Generator: unterste Ecke rechts) aus der blauen Verschalung heraus gelöst werden. Wie fast immer bei solchen Übungen verfluche ich die Designer solcher Geräte «die sollten das hier mal selber machen müssen, dann würden sie das schlauer einbauen!».

Am Schluss testen wir das Ganze und es läuft alles wie es soll. Neu haben wir auch ein Schauglas mit Drahtgitterfilter nach der Pumpe eingebaut. So können allfällige Gummiflügel vom Impeller nicht mehr in den Wärmetauscher geschwemmt werden.

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