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www.ULANI.net © Philippe Ochsenbein, Switzerland
ULANI
ETAP 46 DS, Monohull, Sloop
Switzerland, Basel
HBY4319
269 726 000
infoulani.net

Bilder und Berichte 2019

Schiffsvorbereitung in Australien 2019
Australien 20.03.2019   Immer wieder was Neues...
27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2019
Als wir letzten Freitag vom Trockendock zurück kamen, haben wir vorwärts angelegt. Dies ist zwar nicht mehr ganz so bequem um ein- und auszusteigen, bietet aber andere Vorteile. So können wir unser Beiboot von Deck nehmen und an die Davits (Kranbügel am Heck) hängen. Dies wiederum ermöglicht uns dann das Vordeck mal richtig zu schrubben und wir haben später auch mehr Arbeitsfläche um die Vorsegel zu hiessen. Mittlerweile sind wir nicht mehr so überrascht, wenn sich während der laufenden Unterhaltsarbeiten plötzlich wieder neue Projekte ergeben.
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Beiboot am Heck hochgezogen
Als ich den Wind-Generator (Marke Silentwind) aus seiner misslichen Lage befreite, auspackte und das Klebeband ablösen wollte, kam die Farbe auch gleich weg. Das Gehäuse ist aus Aluminium und muss vor Korrosion geschützt sein. Das bedeutet, dass ich zumindest die blanken Stellen wieder streichen muss. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass die Farbe an den Rändern überall etwas abblättert. Es muss eine dauerhaftere Lösung her - also ein neues Projekt das da heisst: Farbe mit Lauge entfernen, grundieren, zwischenschleifen und neu mit einem Decklack versehen. Am Freitag, beim Übersetzen vom Kran zum Hafenplatz, fällt mir auf, dass die Ruderlagegeber-Anzeige irrwitzig ausschlägt. Dieser Geber ist ein Sensor (im Prinzip nur ein Drehwiderstand), der die aktuelle Lage des Ruderblattes an den Kurscomputer des Autopiloten meldet. Dieser rechnet dann vorausschauend aus, wann das Ruder wieder zurückgedreht werden kann um den richtigen Kurs zu halten. Nach den seltsamen Effekten habe ich das Teil mit einem Multimeter durchgemessen und konnte den Fehler nachvollziehen. Schwierig ist diese Kontrolle wirklich nicht, ein gutes Multimeter haben wir an Bord und die erforderlichen Kontrollwerte fanden wir online, inkl. der Hinweise wie man vorgehen muss. Das kleine Gerät ist in Australien verfügbar und wir haben ein neues bestellt. Den Austausch kann ich selber vornehmen. Also wieder mal etwas Neues auf der To-Do-Liste.
Australien 16.03.2019   Montag bis Freitag auf dem Trockendock
27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2019
Schon vor Wochen haben wir unseren Aufenthalt auf dem Trockendock vereinbart. Die Farbe für das Antifouling hatten wir auch schon bestellt und erhalten. Das Wetter spielte während der ganzen Woche, trotz etwas ungünstiger Vorhersage, ganz gut mit. So konnte das Unterwasserschiff abgeschliffen und die verschiedenen Farbschichten aufgesprayt werden. Bis anhin wurden auf der Ulani die Schichten immer aufgerollt, aber hier ist man für das Spritzen eingerichtet. Dies gehe etwas schneller und man kann die Farbe dicker auftragen - sagte man uns. Uns eigentlich auch recht, im Vordergrund steht das fachmännische Auftragen des Haftgrundes und der drei Antifouling-Schichten. Aber nun mal ganz der Reihe nach. Am Montag werden wir kurz vor Hochwasser vom Steg abgeholt. Grössere Schiffe müssen rückwärts in die Kranbucht geschoben werden und da man Angst vor Schäden an den Kran-Schlingen (drehende Schiffsschraube) hat, ist es verboten selber einzuparken.
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Nach dem Hochdruckreinigen
Anfänglich war ich etwas skeptisch, aber die Kerle haben das wirklich im Griff. Und da sie unser Schiff sowieso abschleppen müssen, machen sie das auf Wunsch auch gleich vom Hafenplatz aus.

Ein willkommener Service, denn wir sind uns nicht ganz sicher wie gut die Schraube mit dem Bewuchs noch dreht und ob sich die Flügelblätter unseres Faltpropellers überhaupt noch öffnen. Die Masse des Krangestelles hatte ich vorher abgeklärt und mit unseren Bootsmassen verglichen. Breite, Schlingenabstand und auch das Gewicht sollte bei diesem 35 Tonnenkran problemlos sein. Aber als wir dann so beim Hochdruckreinigen das Schiff im Kran betrachten, stellt der Kranführer fest, dass der Windgenerator abmontiert werden muss. Das musste ich bei den letzen 10 Auskranungen noch nie, aber es war offensichtlich: hier geht es nicht anders. Nun darf ich aber nicht mehr an Bord und auf unser Heck-Gestänge klettern - alles viel zu gefährlich, versicherte man mir. Sie haben eine andere Lösung. Mit einem Personenkäfig hebt mich der Gabelstappler hoch und ich muss da oben ruckzuck den Windgenerator abschrauben. Leider bleibt kaum Zeit um die kurzen Anschlusskabel richtig auszufädeln. Also nehme ich die blauen Flügel ab und lasse den ganzen Generator an den Anschlusskabeln, etwas Klebeband und einer Schnur kopfüber am Gestänge hängen. Wohl ist mir bei der Sache nicht, aber die Zeit drängt, man muss ja weitermachen.

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Mit einem orangen Plastiksack wird er gegen Regen geschützt und bleibt so bis wir wieder im Wasser sind. Hätten wir das vorher realisiert, wäre nicht so eine Hektik aufgekommen. Zumindest wissen wir jetzt, dass die Höhe des Querbalkens mindestens 6m (oder 20ft) sein muss. Hier waren es nur 5.47m (18ft) und somit etwa 30cm zu wenig. Im Zweifelsfall werde ich nächstes Mal vorher den Kran ausmessen!

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Die Tage Dienstag bis Donnerstag verbrachten wir mit den üblichen Unterhalts-Arbeiten im Unterwasserbereich (Anoden etc.). Ebenfalls nutzen wir die Tage um alle Abwasserschläuche, zwei Ventile und die Toilettenpumpe zu ersetzen. Hohe Luftfeuchtigkeit und eine Hitzewelle liessen uns zusätzlich schwitzen und nachts kaum schlafen. Hitzegewitter am Abend, Wetterleuchten von nahen Gewittern und Regengüsse machten es am Schluss noch etwas spannend. Am Freitag durften wir mit starken Windböen einwassern, zu unserem Glück kamen sie dann aber direkt auf die Nase, also von vorne und waren somit gut zu meistern. Das Anlegen in unserem Hafenplatz machte uns dann etwas mehr Schwierigkeiten, aber auch dies klappte schlussendlich ohne Schaden, dafür mit etwas Adrenalin;-)

Nun sind wir sicher noch zwei oder drei Wochen hier und erledigen weitere Vorbereitungen.
Australien 01. - 22.02.2019   Viele kleine Dinge und ein grosses Projekt erledigt
27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2019
Als uns Sandro in der Marina Scarborough besucht, nutzen wir die Unterbrechung der Arbeiten und machen gemeinsam einen Tagesausflug nach Bribie Island. Diese Insel liegt eine Autostunde nördlich von uns und ist mit einer Brücke zum Festland verbunden. Nur durch einen flussähnlichen Meeresarm abgetrennt, entspricht Bribie Island mehr einer Halbinsel. Der Wind bläst von Ost-Nordost bei Sonnenschein und heissfeuchten Temperaturen. Es wird vor Quallen gewarnt, was die Australier aber nicht vom Baden abhalten kann. Wir schlendern barfuss knöcheltief im Wasser auf feinem weissen Sand. Immer schön den Blue Bottles (Quallenart) ausweichend. Für Sandro geht die viermonatige Australienreise bald zu Ende. Als er uns verlässt, nehmen wir endlich unser Batterie-Projekt in Angriff. Die neuen Batterien haben wir schon vor 10 Tagen auf unser Boot geschleppt, den Einbau aber immer wieder etwas hinausgeschoben. Denn für einen Tag müssen wir unser Schiff stromlos machen und es kam immer etwas dazwischen.
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Ein weiterer Besuch kündigt sich an
Aber am Dienstag 19.02.2019 ging es dann endlich los. Alle Verbraucher vom Strom trennen, Solaranlage und Windgenerator abhängen und die Batterien in der richtigen Reihenfolge trennen (übrigens immer die Masse zuerst abklemmen!). Dann die drei alten Batterien abschrauben und die 3 x 40 Kg Boxen aus dem Boot hieven. Die neuen haben die gleichen Masse, sind aber neu 6 Batterien. Also mussten wir den Batteriekasten erweitern. Dazu haben wir schon vor Tagen eine Holztrennwand im Doppelboden herausgeschnitten. Auch mussten wir die massive Aluminium-Unterkonstruktion um das Doppelte verlängern, damit die Batterien Nummer 4 bis 6 ebenfalls einen festen Basisrahmen erhielten. Auch dies hatten wir schon vorbereitet. Für die Zuleitungen und Kabelverbindungen zwischen den Batterien hatten wir schon vorab eingekauft. Da wir die gleichen Kabelquerschnitte (95mm2 !) beibehalten wollten, mussten wir das Material extra bestellen. Für das Aufpressen der Kabelendstücke fanden wir einen

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Unternehmer, der uns dies unkompliziert machen wollte. Wir konnten einfach spontan bei Batterie World in Rothwell in die Werkstatt gehen - sehr guter Service.

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Die Schwierigkeit dieses Austausches lag darin, dass wir die Zuleitungen erst ausmessen konnten als die alten Batterien demontiert waren. Dann allerdings sollte es zügig weitergehen, da sonst der Kühlschrank ohne Strom schnell zu warm werden würde. Auch war bis zu diesem Zeitpunkt nicht klar, wie wir die Anschlusskabel nach dem Platzieren noch anschrauben könnten. Die Negativen Anschlüsse der Batterien 3 bis 6 sind komplett unter dem Boden (siehe Bild). Schlussendlich haben wir immer eine weitere Batterie angeschlossen, dann alle zusammen eine Position weiter unter den Boden geschoben, bis alle sechs am richtigen Platz waren. Die letzen zwei Tage verbrachten wir mit dem Austüfteln und Bauen einer soliden Verschraubung. Wir wissen wie stark sich ein Segelschiff auf hoher See hin und her bewegt. Da dürfen sich die 240 Kg keinen Millimeter bewegen! Übrigens liegen die Batterien ziemlich genau im Zentrum des Schiffes und knapp unter der Wasserlinie. So ergibt das zusätzliche Gewicht keinen negativen Effekt auf das Verhalten des Schiffes - im Gegenteil!

Ahh, und noch etwas... genau an diesen Tagen entschliesst sich der Wirbelsturm OMA uns ebenfalls noch zu besuchen. Wir waren nicht traurig, als er sich kurz vor der Küste doch noch entschied einen anderen Weg einzuschlagen. Bei uns brachte er nur Starkwind mit sehr starken Böen - aber wir waren hier in der Marina alle gut vorbereitet!
Australien 01. - 25.01.2019   Reisevorbereitungen in Scarborough
27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2019
Unsere ULANI hat die Wartezeit in Scarborough gut überstanden. Nach so langer Zeit war es kein Wunder, dass die Oberflächen auf Deck alle leicht verdreckt waren. Aber nach dem Abspritzen, Einwachsen und Polieren der Gelcoatflächen strahlt unsere Yacht wie neu. Stegnachbarn halten beim Vorbeigehen spontan inne und gratulieren uns zum schönen Schiff - das geht mir natürlich wie Honig runter! Nun beginnen wir die lange Liste abzuarbeiten. Die vielen Punkte haben wir in kleine Pakete und Kategorien eingeteilt. Da geht es von «Nice-to-have» bis «Wichtig» und sogar «Wichtig-und-Dringend». Wie es so ist, die kleinen Dinge die schnell erledigt sind, liegen fast alle in der Kategorie «Nice-to-have». Unser Ziel: jeden Tag an einem Arbeitspaket
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Da liegen 190 kg auf dem Steg
dran bleiben. Einige Dinge hören sich einfach an, aber viele Ersatzteile müssen zuerst in Läden oder Online gesucht und bestellt werden. Meist erst bei der Installation stellt sich dann heraus ob das Teil auch passt. Neben der Arbeiten am Schiff planen wir auch die Weiterreise. So müssen allfällige Einreisevisa geklärt, die Seekarten überprüft und die Etappen mit den Ankerplätzen geplant werden. Wo soll die Route durchgehen? Zusätzlich treffen wir Freunde die diese Fahrt schon viele Male gemacht haben und erhalten viele Tipps - auch die müssen wir zuerst mal noch verarbeiten. Dieses Jahr wollen wir noch fast 8'000 km segeln. Davon sind die ersten 2'500 km noch innerhalb Australien. Von unserem Hafen in Scarborough (nördlich von Brisbane) bis ganz oben an der Ostküste ist ein unglaublich langes Stück! Zufällig hören wir von Schweizer Seglerfreunden, dass sie nun doch länger in Australien bleiben und auch eine grössere Landreise unternehmen wollen. Anfänglich wollten sie dafür ein Auto mieten, fanden aber schnell heraus, dass dies für eine längere Periode viel zu teuer wird. Unser Bus sagt ihnen zu und wir werden uns schnell handelseinig. Da sie den Bus erst ab Juli brauchen, können wir ihn bis dahin sporadisch benutzen. Für beide Parteien eine ideale Lösung. Wir lassen das Auto in der Garage durchchecken und weil wir mittlerweile genau wissen wie das Prozedere ist, helfen wir auch gleich beim Umschreiben.

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Benu von der QUO VADIS hilft uns freundlicherweise mit dem Austauschen der Mastbeleuchtung. So muss Sandra mich nicht hochkurbeln, stattdessen ziehe ich Benu hoch. Am liebsten hätte ich es selber gemacht, da aber Benu vom Fach ist vertraue ich seinem Wissen und der schweizerischen Gewissenhaftigkeit.

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Glück im Unglück hatten wir, als ein Karabiner-Riemen von Benus zusätzlichem Bergsteigergurt riss und die ganze Werkzeugtasche (samt Hammer, Zangen etc.) runter fiel. Unser Sonnendach wirkte wie ein Sprungtuch und fing die Tasche auf. Nichts plumpste ins Wasser oder donnerte auf's Deck - reines Glück!
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