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www.ULANI.net © Philippe Ochsenbein, Switzerland
ULANI
ETAP 46 DS, Monohull, Sloop
Switzerland, Basel
HBY4319
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infoulani.net

Bilder und Berichte 2018

Australien 2018
Landreise 1: Brisbane - Tasmanien - Brisbane
Australien 18.02.2018   London Bridge und Bay of Islands
37°34'23.5"S, 143°52'17.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Heute werden wir die Küste verlassen und wieder mehr ins Inland fahren. Aber eine Zeit lang folgen wir noch der Great Ocean Road und stoppen bei der London Bridge und später noch bei der Bay of Islands.

Die London Bridge ist zwar vor einigen Jahren eingestürzt, aber daneben steht noch immer ein ansehnlicher Bogen. Die Sicht und das Licht ist heute recht schlecht - es ziehen in den nächsten Tagen noch mehr Unwetter auf.
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Bay of Islands
Im Westen und im Osten von Australien wüten Zyklon-Stürme die auch viel Bewölkung und Regen bringen.

Aber während unserer Landtour beobachten wir das Wetter nur noch reduziert, denn auch bei Wind, Regen, ja Sturm - im Auto schlafen wir gut. Es ist mehr eine Comfortsache als eine Frage der Sicherheit. Mit dem letzten Lookout «Bay of Island» geht unsere Strecke an der Great Ocean Road zu Ende. Ohne Sonnenschein sinken die Temperaturen unangenehm und deshalb fahren wir heute etwas mehr in den Norden. Auf dem Weg sehen wir viele grosse Weiden und Wiesen - überhaupt viel Viehwirtschaft.

Die Stadt Ballarat ist recht gross und biete wieder viele Supermärkte und Tankstellen mit normalen Preisen. Bekannte und abgelegene Orte haben immer Sonderpreise, die beim Benzin schon mal gut 20% teurer sein können!

Koordinaten zum Anklicken:
London Bridge: 38°37'19.9"S, 142°55'57.4"E
Bay of Islands: 38°35'06.5"S, 142°49'32.72"E
Australien 17.02.2018   Twelve Apostles, Great Ocean Road
38°41'38.5"S, 143°09'19.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Die zwölf Apostel besuchen wir tagsüber und auch abends nochmals. Alle raten uns, sich die Felsen bei Sonnenuntergang anzusehen, denn das sei noch imposanter. Da unser heutiges Nachtlager nur 8 Autominuten entfernt liegt, fahren wir nochmals hin. Wir dachten abends sei der Besucheransturm etwas abgeflacht - falsch! Von Sonnenaufgang bis -untergang wird dieser Platz von Touristen besucht. Die Kalksteinküste erodiert jedoch immer mehr und so verändert sich die Natur. Es existieren nicht mehr alle 12 Türme, denn die einen sind so wie sie entstanden sind, auch wieder verschwunden. .
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Die Brandung donnert an die Küste
Als wir ankommen ist der Himmel noch leicht bedeckt, aber die Wolken lösen sich mehr und mehr auf, so dass wir eine fantastische Aussicht geniessen dürfen.

Die Brandung ist recht gross, da sie in den letzten Tagen von starken Winden angetrieben wurde. Nach einiger Zeit und vielen Fotos sind wir den Rummel ein bisschen satt und verziehen uns für ein paar Stunden auf unseren Campingplatz. In dieser Zeit können schon mal die Fotos sichern, die Speicherkarten wieder leeren und die Akkus laden.

Als wir wieder zurück bei den Zwölf auf den Sonnenuntergang warten, zweifeln wir ob wir nicht Gegenlicht haben würden. Aber die Sonne dreht beim Sinken immer mehr in die offene See hinaus - wir hoffen es wird noch was. Leider verdunkelt ein flaches Wolkenband über dem tiefen Horizont die Sonne und die Bilder werden nicht so wie erhofft.

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Später, wir sind auf dem Rückweg zum Auto, passieren wir ein Werbebild der 12 Apostel. Und ich bemerke, dass die guten Bilder nicht abends sondern früh morgens aufgenommen wurden! Aber nach unserem kalten Abend wollen wir das morgen Früh nicht nochmals wiederholen.

Koordinaten zum Anklicken:
Twelve Apostles: 38°39'58.4"S, 143°06'15.3"E
Loch Ard Wreck: 38°38'53.8"S, 143°04'08.2"E
Thunder Cave: 38°38'44.4"S, 143°03'38"E
Sherbrook River: 38°38'35.3"S, 143°03'25.5"E
Australien 16.02.2018   Marengo, Nachbarort von Apollo Bay
38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Einen Campingplatz haben wir nicht reserviert, denn Apollo Bay hat mehrere und wir finden sicherlich ein kleines Plätzchen für unseren Bus. So fahren wir also beim ersten schönen Zeltplatz vor und fragen an der Rezeption nach. Ein sehr gepflegter Platz mit Meerblick - wirklich nett hier. Ja, sie hätten freie Plätze bestätigt uns die Empfangsdame.

Aber bevor wir weitere persönliche Angaben machen, fragen wir nach dem Preis - und - somit hat sich die Sache erledigt! Die wollen fast das Doppelte von einem üblichen Preis.
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Direkt am Meer
Wir bedanken uns für die Mühe und ziehen weiter. Etwas versteckt, inmitten von privaten Häusern, gibt es einen anderen Cabin- und Caravanpark. Es ist ein einfacher Platz, nichts spezielles, da müsste der Preis doch auch tiefer sein. Aber auch dieser Herr im Arrival-Office will 52$ pro Nacht haben. Und das Internet gehe im Moment auch nicht.

Als wir nach einem Spezialpreis fragen, schüttelt er nur den Kopf und sagt dann noch: "Ihr werdet keinen Platz an der Great Ocean Road finden der billiger ist." Ich erwidere "wir werden sehen" und fahren weiter. Im gleich anschliessenden Ort Marengo gibt es nämlich noch eine weitere Möglichkeit.

Hier wird uns am Empfang 45$ angeboten. Nun möchten wir wissen, ob der Preis sich bei 2 Tagen verändert? Ja, bei 2 Tagen ist er 39$ - das ist noch nicht billig, aber ein angemessener Preis, finden wir. Wir sagen zu, erhalten einen guten grossen Platz und richten uns ein. Als wir dann am folgenden Tag einen Ausflug in die anschliessende Apollo Bay unternehmen, kaufen wir ein und sehen im Supermarkt ein gutes Schild (Bild).
Australien 15.02.2018   Split Point Lighthouse, Ostteil der Great Ocean Road
38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Melbourne verlassen wir in Richtung Süd-Westen und folgen den ersten Kilometern der «Great Ocean Road». Kaum haben wir etwas Distanz zur Grossstadt gemacht, verlassen wir den Highway und biegen auf die B100, besser bekannt als «The Great Ocean Road» ab. Die Strasse windet sich der Küste entlang, teils hoch über den Klippen, dann wieder direkt dem Strand entlang.

Am Rande der kleinen Ortschaft Aireys Inlet machen wir eine Pause. Das Wetter lädt zwar nicht gerade zum Spazieren ein, aber wir schlendern trotzdem zum Leuchturm hoch und später kurz am Strand entlang. Das Wasser und auch der Sand ist kalt.
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Am Anfang der Great Ocean Road
Zurück im Fahrzeug stellen wir die Heizung auf den Fussbereich um und drehen voll auf!

Leider ist für die nächsten Tage nur wenig Sonnenschein zu erwarten. Nur an wenigen Tagen soll sich die Sonne in kurzen Perioden zeigen. Aus diesem Grund planen wir einen zwei-Nächte-Stopp in Marengo, denn wir möchten die berühmten zwölf Apostel in schönem Licht sehen.

Koordinaten zum Anklicken:
Split Point Lighthouse: 38°28'05"S, 144°06'16"E
Australien 13.02.2018   Melbourne Stadtbesichtigung
38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Es war klar, dass wir gestern erst spät in Melbourne eintreffen würden. So haben wir bereits vor ein paar Tagen auf dem Campingplatz in Melbourne unser Kommen angekündigt. Das Office wäre nur bis 20:00 Uhr besetzt, aber falls wir später eintreffen würde man uns einen Briefumschlag mit der Platznummer und den Schlüsseln hinterlegen.

Bis wir dann endlich vom Schiff rollten und uns durch den Verkehr der Innenstadt wälzten, war es zeitlich ganz knapp. Kurz vor Acht treffen wir auf dem knapp 40 km entfernten Campingplatz ein.
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Kirchen und Kathedralen
Das Büro war noch besetzt und wir konnten alles regeln, bevor wir unter die Decke schlüpften.

Heute besuchen wir die Stadt Melbourne mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dies ist nicht nur günstiger, sondern auch stressfreier. Die Parkmöglichkeiten sind beschränkt und teuer. Gleich vor unserem Campingplatz gibt es eine Haltestelle wo wir alle 15 Minuten einen Bus zum Bahnhof nehmen können. Der bringt uns zum 4 km entfernten Bahnhof und die Bahn dann direkt in die Innenstadt.

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Vielversprechend und einleuchtend einfach - wenn da nur nicht gerade in diesen Tagen die Bahnlinien erweitert worden wären. Der Bus-Ersatz für die erste Teilstrecke war jedoch professionell arrangiert.

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Australien 12.02.2018   Schiffsreise zurück nach Melbourne, Victoria
38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E

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Schon vor einigen Tagen erhielten wir eine SMS-Nachricht und E-Mail von der Spirit of Tasmania. Alles sehr gut organisiert - fast ein wenig zuviel des Guten. Vielleicht haben in der Vergangenheit viele Touristen das Schiff verpasst? Oder halten die uns für so doof? Keine Ahnung, also wir hätten das Schiff nicht verpasst! Unser Wecker schellt uns kurz nach fünf Uhr aus dem Bett. Für die Überfahrt werden jetzt noch Sandwiches vorbereitet und die Daunen-Schlafsäcke verpackt.

Wir benutzen diese als zusätzliche Decken in kalten Nächten. Da aber auf der Fähre die Klimaanlage die Räume so unangenehm kühlen, brauchen wir was zum zudecken! Es ist noch stockfinster als wir unser Auto zur Abfahrt bereit machen: Stromkabel ausstecken, Heckklappe zu und den Rest machen wir dann unterwegs.
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Wir können uns die Sitze aussuchen
Uns war schon klar, dass dann auf dem Dock-Parkplatz das grosse Warten beginnt... so war es dann auch.

Aber Zeit haben wir ja genug und das ganze Zuhause mit dabei - also «no worries» - wie der Australier bei jeder Gelegenheit zu sagen pflegt. Nach gefühlten 3 Stunden - geschätzt war es eher eine Stunde - steht unser Wagen auf Deck fünf. Kaum geparkt schnappen wir unsere vorbereiteten Taschen und steigen die Treppen hoch zum Deck Sieben. Wie gehofft sind die guten Sitzgruppen noch nicht belegt und wir richten uns für die neuneinhalbstündige Überfahrt ein. Natürlich haben wir gestern nochmals die Wetterprognosen und die Wellen studiert. Die Vorhersagen sind nicht mehr so ideal wie bei der Hinfahrt, aber es sind keine grossen Wellen zu erwarten.

Die kurzweiligen Live-Übertragungen der Australien-Open (Tennis) sind ja leider vorüber und so wurden wir bei dieser Überfahrt von blödsinnigem Dauerwerbefernsehen berieselt - mit 10-facher Wiederholung - mindestens! Na was soll's - Stöpsel rein und Musik vom iPod hören. Ja, ja ich weiss - wir sind technisch nicht auf dem neuesten Stand - wer hat heute noch ein iPod. He, aber immerhin, es ist kein Walkman mehr!
Drei Wochen Tasmanien
Australien 10.02.2018   Seahorse World, Beauty Point
41°09'53.4"S, 146°33'25"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Seepferdchen gibt es auch in anderen Aquarien zu bewundern. Das besondere an dieser Anlage ist, dass diese speziellen Fische hier gezüchtet werden. Es sei weltweit die einzige Anlage die Seepferdchen in die ganze Welt exportieren darf. So nun war ich gespannt was uns hier für die 22 $ Eintritt (ca. 15 CHF) geboten wird.

Die Führung dauerte etwa 45 Minuten und war sehr umfassend. Es gibt einige verschiedene Untergruppen, unter anderem auch die Seedrachen (Seadragons)! Am Anfang der Führung teilte man uns mit, dass wir unbeschränkt fotografieren können, nur dürften wir keinen Blitz benutzen.
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Seepferdchen
Nach den ersten Versuchen war klar, dass die quirligen Tierchen unmöglich ohne Blitz scharf aufgenommen werden können. Die lange Belichtungszeit verschmierte alle Bilder.

Also musste ich mir ein paar Ausnahmen genehmigen... verstohlen blitze ich hier und da, ohne dass man mich tadelte... also alles gut gegangen und wenigstens einige gute Aufnahmen! Im vorletzten Raum gab es ein spezielles Aquarium. Es stand tiefer als die anderen und wir durften die Seepferdchen anfassen und sogar ganz in die Hand nehmen! Dabei musste natürlich immer das Köpfchen unter Wasser gehalten werden. Die Körperschale ist erstaunlich hart. Diese spezielle Erfahrung war eine gelungener Abschluss dieser Führung.

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Koordinaten zum Anklicken:
Seahorse World: 41°09'02"S, 146°49'22.8"E
Australien 09.02.2018   Swiss Village Grindelwald
41°04'58.7"S, 146°48'42.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Als wir das auf der Landkarte entdeckten war klar - da wollen wir hin. Heute ist der grosse Tag und wir planen so, dass wir über die Mittagszeit dort eintreffen. Fondue, Raclette oder Züri-Geschnetzeltes - uns läuft schon das Wasser im Munde zusammen. Da werden wir mal was in ein schweizerisches Menü investieren....

Schon die Infotafel beim Parkplatz verrät uns, dass dieses Village von einem Holländer gegründet worden ist (???). Er habe mehrmals die Schweiz besucht und kam so auf die Idee dieses Schweizer Dorf zu gründen - aaahhhaaa (???). Schon sind unsere Erwartungen etwas gedämpft. Im Bistro «Alpenrose» wollen wir uns nun verwöhnen lassen.
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In Ehren wird dieses Souvenir auch nicht gehalten
Die Speisekarte preist Burger, Fish 'n' Chips und anderes an. Nur kein einziges Schweizergericht fand auf die Karte! OK, scheinbar auch das war zu viel erwartet. Aber sie bieten Pizza vom Holzofen an. Der ganze Raum duftet nach dem Holzfeuer, wir sehen es auch und so bestellen wir zur Not eine Pizza. Als gebranntes Kind, frage ich zur Sicherheit nochmals nach ob es sich um Slice, also Pizza-Stücke oder um ganze Pizzen handle. Nein, nein, die wären rund. Und wie gross dürfen wir denn die Pizza erwarten, war meine nächste Frage. Die Dame ist noch recht nett und zeigt uns einen Tellerdeckel: etwa so gross seien sie. Nicht riesig aber immerhin - wir bestellen.

Die Pizza wird frisch gemacht, ab in den Ofen und fünf Minuten später steht die Überraschung auf dem Tisch. Sie ist so mickrig, dass ich nun die Bedienung nochmals höflich auf unser eben abgehaltenes Gespräch erinnere. Sie holt sogar den viel grösseren Tellerdeckel. Ich halte ihn neben die Pizza und es ist offensichtlich, dass wir nicht von den selben Grössen sprechen. Ja die schrumpfe eben im Ofen jeweils noch, meinte sie lapidar. Hallo? Ich habe ja nicht nach der Teiggrösse, sondern nach der Pizza gefragt.

Also das war wirklich der Gipfel... Wenn ein Schweizer jemals hier im Tasmanischen-Grindelwald eintrifft - eines ist garantiert: die grosse Enttäuschung!

Koordinaten zum Anklicken:
Dieser Ort hat uns mehrfach dermassen enttäuscht, dass wir hier ganz sicher KEINE Koordinaten veröffentlichen - wer diesen Ort findet ist selber schuld!
Australien 07.02.2018   Table Cape, Burnie und Pinguine
41°02'09.5"S, 145°49'18.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Auf dem Weg in den Osten machen wir noch schnell einen Abstecher in Wynyard. Auch hier gibt es am Kap einen Berg oder vielmehr eine Hochebene. Diese Fläche wird «Table Cape» genannt. Hier werden nebst den Poppy's auch in grossen Mengen Tulpen angebaut. Leider sind diese schon lange geerntet und verkauft.

Erstaunlicherweise werden auch die Händler in den Niederlanden mit tasmanischen Tulpen beliefert! Im Visitor Centre von Burnie erfahren wir wann und wo die Pinguin-Führungen stattfinden.
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Die Pinguine werden nur 35 - 40 cm gross
Im Gegensatz zu den teuren Touren, die für die vielen Touristen aus kommerziellen Zwecken veranstaltet werden (z.B. in Philip Island), werden hier die Führungen kostenlos von Freiwilligen Pinguinfreunden durchgeführt. Die vollumfängliche Information in der Einführung ist abwechslungsreich und kurzweilig. Die Fakten rund um die kleinen Vögel werden uns absolut kompetent und im familiären Rahmen vermittelt. Das hat mir sehr gefallen! Leider müssen sie uns gleich am Anfang sagen, dass wir nicht mehr sehr viele Pinguine sehen würden, jedoch einige werden schon kommen.

Die beste Jahreszeit wäre so ab Dezember, dann brüten alle Pinguine das erste Mal. Nach dem Schlüpfen werden die Jungen sechs Wochen versorgt, ab dann müssen sie alleine zurecht kommen. Nur wenige Pinguin-Paare brüten im gleichen Jahr anschliessend nochmals.
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Ein Elternteil vor dem Nest
Genau diese wenigen konnten wir noch beobachten. Erst nach dem Einnachten, es war bereits stockdunkel, wagen sich die einzelnen Eltern an Land. Da sie nun nicht mehr in Scharen anlanden, fehlt der Schutz der Gruppe und sie fühlen sich unsicher. Nur zögerlich kommen sie zu ihren Jungen an Land. Damit wir sie nicht stören ist kein Licht erlaubt. Nur die rotscheinenden Taschenlampen der Tourguides erhellen jeweils die gesichteten Tiere.

Koordinaten zum Anklicken:
Info Center Pinguin: 41°02'47.5"S, 145°53'59.3"E
Australien 06.02.2018   The Nut in Stanley
40°45'49"S, 145°17'42.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Bereits gestern, nach unserem Ausflug zur hintersten Kante der Welt, sind wir auf dem Campingplatz in Stanley eingetroffen. Das markante Massiv am Ende dieser Halbinsel heisst «The Nut». Gleich unterhalb, quasi am Fusse dieses Felsgiganten liegt unser Camp, sogar mit direktem Meerzugang.

Da auch heute wieder die Sonne scheint, wollen wir diesen 146 m hohen Hügel erkunden. Der extrem steile Weg nach oben kann auch mit einem kleinen Sessellift abgekürzt werden. Wir sind auf die Sesselbahn gespannt und fahren bequem hoch. Auf der Hochebene führt ein lockerer Spaziergang von 2 km rund herum. Mehrere Aussichtsplattformen bieten schöne Panoramen.

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Kaum vom Sessellift abgebügelt attackieren uns wieder einmal die Fliegen. Die Biester sind recht klein und gar nicht scheu. Sie schiessen im Direktflug in die Augen oder die Ohren, manchmal in die Nase, Mundwinkel oder sogar in den Mund - pfuiteufel. Mit den Armen wedelnd verusche ich diese Plagegeister zu vertreiben. Sandra lässt sich einfach ihre langen Haare ins Gesicht fallen und ist geschützt. Unten im Auto hätte ich ein Fliegen-Schutznetz das man sich über den Kopf ziehen kann. Man sieht dann halt aus wie ein Imker, aber dafür hat man seine Ruhe.
Australien 05.02.2018   Edge Of The World, am indischen Ozean
40°45'49"S, 145°17'42.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
An der Westküste in den indischen Ozean springen und immer nach Westen schwimmen - ihr würdet Südafrika südlich passieren und erst in Argentinien auf Land stossen! Also, falls ihr nicht erfrieren, ertrinken oder von Haien verspeist würdet.

Tasmanien liegt erstaunlich südlich! Die ganze Insel befindet sich in den «Roaring Forties» (Deutsch: die brüllenden Vierziger). Seeleute nennen so die stürmischen Westwinde zwischen dem 40. und dem 50. Breitengrad. Aber wir haben so mildes Wetter im Moment, kaum vorstellbar wie hart es an dieser Küste sein kann. Bei schlechtem Wetter treffen hier sehr hohe Wellen, angetrieben von stürmischen Winden, direkt auf die Küste.
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Edge Of The World
Die niedrige Vegetation verrät, dass hier oft raues Klima herrscht.

Im Norden der Westküste fahren wir fast 4 km auf einer Naturstrasse um zum Leuchturm am Bluff Hill Point zu gelangen. Das Wetter spielt mit und die See ist recht ruhig. Weiter bis zum etwas südlicheren Arthur River gibt es dann wieder asphaltierte Strassen. «The Edge Of The World» nennen die Australier diesen Ort bescheiden. Für den Rückweg nach Stanley vervollständigen wir die kreisförmige Rundfahrt, ziehen also noch etwas in den Süden bevor es wieder im Inland nach Norden an die Küste geht.

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Koordinaten zum Anklicken:
Leuchturm Bluff Hill Point: 41°01'07"S, 144°37'36"E
Edge Of The World: 41°03'27.1"S, 144°39'38.3"E
Australien 04.02.2018   Abstecher Leven Canyon, anschliessend Nordküste
41°06'23.5"S, 146°04'00.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Die Einrichtungen im Gowrie Park, unserem letzten Campingplatz, waren etwas rustikal. Die Wasserversorgung bestand aus erdigem Grund- oder Bachwasser und dem etwas klareren Regenwasser. Zum ersten Mal verwenden wir für unseren Kaffee nur gekauftes Wasser. Das Regenwasser könne man auch trinken, erklärt uns die Dame vom Empfang.

Aber das Wasser wird auf den Wellblech-Dächern gesammelt und unbehandelt angeboten. Ich kann mir vorstellen, dass der viele Vogelkot und anderes auf den teils rostigen Dächern gleich auch mit in den Cocktail kommen - äähhh nein - definitiv nein! Die Toiletten und die Duschen werden vom braungefärbten Grundwasser gespiesen. Das Duschen verschieben wir dann auch gleich auf den nächsten Ort.
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Der Aus-Flug ist schon vorbei
Anfänglich wollte ich die einstündige Umwegfahrt, nur für einen Lookout, nicht in Kauf nehmen. Aber wir haben es dann doch gemacht und ich war überrascht, es war ein schönes Plätzchen. Es wurde auch einiges geboten: Da war ein junges Paar mit einer kleinen Drohne. Das Ding war im Nu startbereit - ich war beeindruckt und war mir sicher - das kleine Spielzeug hat auch was gekostet. Ich witzelte noch " hoffentlich war sie nicht zu teuer, falls sie nicht mehr zurück kommt". Selbstsicher startet der junge Mann das Hightechding direkt vom auskragenden Steg und zieht über den tiefen Abgrund hoch - kaum zwei Minuten später murmelt er etwas in sein Smartphone-Bedienungbildschirm, seine Freundin schaut besorgt und empfiehlt die Kommzurück-Funktion auszulösen. Die Drohne kam dann zwar brav in unsere Richtung, blinkte aber bei einem der vier Rotoren verdächtig und stürzte unkontrolliert ins steilabfallende Gebüsch...
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Junges Wallaby
Als der junge Mann übers Geländer stieg wurde es dann etwas brenzlig.

Wir wissen nicht wie es ausgegangen ist, aber wir hörten noch andere Touristen rufen: "Da, da hinten blickt etwas rot...". Für eine Notfallhilfe wären genug Passanten da gewesen, uns brauchte es also hier nicht mehr. Auf dem Rückweg sitzen friedlich eine Wallaby-Mutter mit ihrem Jungen am Wegrand. Bis wir die Kameras hervor gekramt hatten, ist die Mutter bereits ins Unterholz gehoppelt. Nur das Junge blieb naiv sitzen und knabberte an etwas weiter.

Ich sag ja - es wurde viel geboten bei diesem kleinen Ausflug.

Koordinaten zum Anklicken:
Leven Canyon Lookout, Parkplatz: 41°24'01.1"S, 146°01'49.5"E
Australien 03.02.2018   Cradle Mountain, Schnabeligel (Ameisenigel)
41°28'13.6"S, 146°12'58"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Als wir heute früh aus unserem Van stiegen, lag eine Mischung zwischen Nebel und Wolke über dem Platz. Verhangen in den nahen Bergen, jedoch zum Glück nicht so dicht, wir hoffen auf gutes Wetter.

Heute wollen wir ja zum Cradle Mountain. Dieser Berg, die Seen rund herum und eigentlich das ganze Wandergebiet ist touristisch voll erschlossen. Ein Shuttlebus bringt uns ins Zentrum der Wanderwege. Für meinen Geschmack ist alles ein bisschen zu überorganisiert!
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Eierlegender Schnabeligel
Es gibt verschiedene Spazier- und Wanderwege. Die einen so ausgebaut, dass wahrscheinlich auch Rollstuhlfahrer sie absolvieren könnten. Die langen, sicher auch die anspruchsvolleren, können sich über mehrere Stunden oder sogar Tage hinziehen.

Ausnahmslos alle, also auch Besucher die nur für ein paar Schritte den Parkplatz verlassen, müssen sich im Ranger-Buch ein- und später wieder austragen. Auch soll man angeben was man vor hat - an einem sonnigen, warmen Sommertag scheint mir diese Massnahme für einen Spaziergang um den See ein bisschen «too much».

Aber natürlich spielen wir mit und fairerweise muss ich sagen, das Registrieren ging einfach und zügig, wirklich kein Aufwand.

Schon nach den ersten Schritten bemerken wir die Menge der Besucher. Viele Asiaten, aber auch andere Touristen und Einheimische sind unterwegs auf den Pfaden.
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Morgens noch feuchtes Bergwetter, Queenstown
Die Bergidylle haben wir nicht nur für uns alleine - es werden regelrecht Menschenmassen durchgeschleust. Und natürlich ist das Ganze auch ein grosses Geschäft. Wer nicht schon einen Nationalparkpass gekauft hat, muss teure Eintrittspreise bezahlen oder den Pass nachträglich erwerben. Dass der Busservice oder die Parkplätze etwas kosten finde ich ok. Aber dass man für das Wandern in der Natur noch Eintritt bezahlen muss, empfinde ich, gelinde gesagt, als unverschämt!

Koordinaten zum Anklicken:
Cradle Mountain Parkplatz Visitor Centre: 41°34'54.7"S, 145°56'16.9"E
Australien 02.02.2018   Queenstown, Tagesausflug nach Strahan
42°21'08.6"S, 147°54'16.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Die Sonne scheint wieder und wir waren mit unserem Campingplatz in Queenstown sehr zufrieden. Gestern sassen wir im Aufenthaltsraum und der Eigentümer des Platzes feuerte im Holzofen ein. Der mit einer Glasscheibe versehene Stahlofen strahlte nicht nur eine wohlige Wärme aus, auch der Ambience-Faktor erreichte seinen absoluten Höhepunkt!

So beschlossen wir noch eine weitere Nacht hier zu verbringen. Tagsüber starten wir unseren Tagesausflug und fahren nach Strahan. Diese kleine Stadt liegt an der Westküste und ist ziemlich genau in der Mitte von Tasmanien.
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Bäckerei, Café, Pub
Wirklich viel zu sehen gab es zwar nicht, aber wir hatten sensationelles Wetter!

Die teure Bootsfahrt von sechs Stunden habe wir uns erspart, immerhin haben wir schon ein-zwei Stunden auf See verbracht;-)

Für die Rückfahrt wählten wir eine andere Route und stoppten in Zeehan um kurz zu tanken. Kaum angehalten hupt einer und fährt wie wild auf uns los. Philip und Sibylle winken aus den offenen Fenstern... was für ein Zufall! Ich kann es kaum begreifen: haben wir doch nichts vereinbart, uns vor 3 Tagen getrennt und nun sind wir auf einer grossen Insel (1,5 Mal so gross wie die Schweiz!) auf die Minute am gleichen Ort!!! Das ist doch nicht möglich! Sofort war klar, dass wir zusammen irgendwo einen Kaffee trinken gehen müssen. Informationen über die letzten Tage werden ausgetauscht und viel geschwatzt - und ich fasse es noch immer nicht - wie ist so ein Zufall möglich?!
Australien 01.02.2018   Queenstown, im rauen Westen
42°21'08.6"S, 147°54'16.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Südlich von Hobart gibt es einige Halbinseln und Orte die wir erkunden wollten. Durch Gordon und um die ganze Peninsula sowie auch hinunter bis Southport machten wir die Strassen unsicher;-) Durch diese zusätzliche Schlaufe war klar, dass wir nur unweit von Hobart ein Nachtlager aufsuchen würden. So reservierten wir, rein aus praktischen Gründen, in New Forfolk einen Stellplatz für die Nacht.

Am folgenden Tag fuhren wir mal wieder einen Highway der diese Bezeichnung nicht verdiente. Eine schöne Landstrasse durch Wälder, vorbei an Seen und über Hochebenen.
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Stromproduktion
Die wohl kältesten 24 Stunden haben wir hinter uns und nun sollen die Temperaturen wieder etwas steigen. Beim Fahren spielt das ja keine Rolle, aber wenn der Motor aus ist... An der Sonne ist es sehr angenehm, aber bei Bewölkung, Wind oder gar Regen sinkt das Thermometer nachts unter 10 Grad und klettert tagsüber auch nicht mehr über 18! Unser kleiner Heizlüfter kam zum Einsatz. Wir sind mit seiner Leistung sehr zufrieden. Natürlich braucht er «Landstrom», aber wir buchen die Campingplätze immer mit Power. Wieviel Strom wir verbrauchen hat bisher nur ein einziger Platzanbieter gemessen, fast immer werden die Kilowattstunden nicht gemessen und so spielt es keine Rolle wenn wir einheizen.

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Koordinaten zum Anklicken:
Nacht 063, New Norfolk Camping: 42°46'32.8"S, 147°03'57.8"E
Australien 30.01.2018   Wiedersehen mit BLUE BIE in Hobart
42°49'52.1"S, 147°29'36.9"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Mit meinem Namensvetter Philip von der BLUE BIE stehen wir seit ein paar Tagen in Kontakt, denn er ist von Sydney losgesegelt in Richtung Tasmanien. Heute treffen wir ihn und seine Reisebegleiterin Sibylle in der Stadt Hobart. Vor dem Rendez-vous sehen wir uns noch die nähere Umgebung des Hafens an. Die St. Davis Cathedral hat uns ganz besonders gut gefallen. Nach dem Rundgang gehen wir alle vier gemeinsam Mittagessen und anschliessend fahren wir zu «MONA» Museum of Old and New Art. Die Anlage liegt auf einer kleinen Halbinsel, ca. 10 km flussaufwärts. Obwohl unser Fahrzeug nur für 3 Personen zugelassen ist, machen wir eine Ausnahme und fahren gemeinsam zu diesem, etwas verrückten Kunsthaus!
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Gebrauchtes Motorenöl als Attraktion
Zuerst wollte ich da eigentlich gar nicht hin, aber die anderen haben mir versichert, dass es sich nicht um ein normales Museum handle. Es seien eher etwas schräge Exponate und deshalb etwas Besonderes. Und ich muss sagen: es hat mir sehr gefallen! Schon das Gebäude selbst ist faszinierend. Es gibt viele verschiedene Räume und Themen. Wir schlendern durch und brauchen über die zwei Stunden um alle Räume zu sehen. Zurück im Hafen sitzen wir noch eine Stunde im Cockpit, bis die Sonne hinter dem Gebäude verschwindet und es sofort kühl wird. Es war ein gelungenes Zusammentreffen und ein abwechslungsreicher Tag! Wir verabschieden uns im Glauben, dass wir uns auf Tasmanien wohl nicht mehr treffen werden - es kam dann anders...

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Koordinaten zum Anklicken:
«MONA» Museum of Old and New Art : 42°48'45.4"S, 147°15'39.9"E
Australien 28.01.2018   Port Arthur, Tasman Peninsula
42°21'08.6"S, 147°54'16.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Nach einer Nacht auf dem modernen, aber sterilen Campingplatz (beim Flughafen Hobart) fahren wir auf die Peninsula Tasman. Eigentlich wollten wir das alte Gefängnis besuchen. Aber als wir da ankamen schreckte uns der Touristenrummel und der unverschämte Eintrittspreis von 39$ pro Person ab.

Und dies um in brütender Hitze in einer Senke einige Bauruinen zu bestaunen. Historical Site auf Australisch eben - aber mit ein paar hundert asiatischen Touristen zusammen durchgeschleust zu werden, macht uns gar nicht an.
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Einsame Plätzchen hat es genug
Wir stellen immer mehr fest: Australien reizt uns vorallem wegen der Natur und speziell der Tierwelt.

Da wir nun schon einmal auf dieser grossen Halbinsel sind, fahren wir die Küstenstrassen ab und entdecken unter anderem die sehenswerte Höhle «Remarkable Cave». Zuerst dachten wir es handle sich bloss um einen Lookout. Aber die vielen Fahrzeuge deuten auf etwas Grösseres hin. Wir schauen zu wie die Ortskundigen einen seitlichen Pfad nehmen und kurz darauf im Gebüsch verschwinden.

Nach dem Lookout schlagen wir ebenfalls diesen Weg ein. Über kleine Holzstege und -Treppen geht es hinunter zu einer impossanten Höhle. Da nun gerade Ebbe ist, klettern alle - und wir machen das dann auch - über das Geländer der untersten Plattform. Nur so gelangt man in die nun trockene grosse Höhle und durch sie hindurch an den Strand.

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Koordinaten zum Anklicken:
Remarkable Cave: 43°11'14.7"S, 147°50'39.3"E
Nacht 059, Hobart Airport Camping: 42°49'52.1"S, 147°29'36.9"E
Australien 26.01.2018   Tasmanischer Teufel und Camping im Bush
42°21'08.6"S, 147°54'16.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Das nachtaktive Tier ist in der Wildnis kaum anzutreffen. Es gibt ihn noch, den Tasmanischen Teufel, auch in freier Wildbahn, aber leider stark dezimiert. Eine Infektionskrankheit hat 90% der Population gefordert und diese Seuche ist noch immer nicht eingedämmt. Die Tiergarten arbeiten zusammen mit der Forschung an einer Lösung des Problems.

Diese Fleischfresser (meist von Kadavern) werden teils auch angefahren, da sie sich an den toten Körpern der Wallabies (kleine Kängurus) und anderen Waldbewohnern am Strassenrand laben. Ihr starkes Gebiss (5x grössere Beisskraft als ein Pitbull!) kann Knochen durchtrennen.
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Nagen am Känguru-Bein
Sie sollen sogar in der Lage sein einen menschlichen Unterschenkel durchzubeissen. Für ihre Körpergrösse sind sie darin Weltmeister.

Wir treffen gerade rechtzeitig zur täglichen Fütterung ein. Die Parkangestellte ist sehr fachkundig und kennt die Charakteren der einzelnen Tiere. Nicht bei allen Teufeln geht sie in das Gehege um sie zu füttern. Denn die einen sind eher an ihren Beinen als am mitgebrachten Fleisch interessiert!

Der Tierpark beheimatet aber noch viele weitere Tiere. Wombats, Kängurus, Schlangen, Echsen, viele Vogelarten, Possums und andere Waldbewohner. Wir verweilen mehr als zwei Stunden im Park und füttern zwischendurch auch junge und ältere Kängurus aus der Hand. Die meisten können wir sogar streicheln oder zumindest kurz berühren.

Da wir unsere Unterkunft vorzu planen und wissen, dass am National-Feiertags-Wochenende viele Campingplätze ausgebucht sind, telefonieren wir rum um einen Nachtplatz zu buchen. Erst der dritte Campingplatz kann uns noch aufnehmen. Es ist ein spezieller Platz - wir schlafen mitten im Busch. Um uns herum hat es Wallabies und viel anderes Getier. Leider auch sehr viele stechende Biester und wir ziehen nach einer Nacht in diesem Adventure-Park weiter.

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Koordinaten zum Anklicken:
Natureworld (Devils): 41°50'17.3"S, 148°15'20.3"E
Australien 25.01.2018   Bay of Fire, Traumstrände an der Ostküste
41°28'03.7"S, 148°15'39.9"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Da wir noch die «Bay of Fire» besuchen wollen, ist der nächste Campingplatz nicht weit im Süden. So können wir noch die Küste nördlich von uns erkunden, bevor wir wieder die Bucht von St. Helens passieren und weiter südlich in Scamander zum übernachten stoppen.

Gleich nördlich von St. Helens liegt der kleine Ort Binalong Bay. Ein grosser Strand mit weissem Sand so fein wie Puder lädt uns ein um einen Spaziergang am Wasser zu machen. Dies ist auch gleich die südliche Begrenzung der Region mit dem Namen Bay of Fire.
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Weisser, feinpulvriger Sand in Binalong Bay
Die asphaltierte Garden Road führt uns dem Ufer entlang in den Norden. Diese Strasse ist eine Sackgasse und endet auf einem Parkplatz.

Von da aus gibt es einen kleinen Rundgang über grosse Felsen und kleine Pfade durch die Sanddünen. Weisser Sand, markante Felsen, orangefarbene Flechten und die Farben der See - ein richtiger Augenschmaus! Die Schulferien dauern hier in Tasmanien bis anfangs Februar und so sind viele Inlandtouristen unterwegs. Die abgehärteten Tasmanier baden auch gerne mal im 19 Grad kalten Meer. Das ist für uns tropenverwöhnten Langzeitsegler nicht sehr verführerisch. Wir baden normalerweise bei Wassertemperaturen zwischen 24 bis 29 Grad.

Wie schon in den letzten Tagen sehen wir auch heute wieder viele Kadaver auf der Strasse. Täglich zählen wir 20 bis 30 Überreste, die einen sind kaum ein paar Tage alt und gut erkennbar. Nicht selten sind es Wallabies und Wombats die so ein trauriges Ende auf der Strasse finden. Als wir einen Farmer auf das Problem ansprechen, meint dieser lapidar, es gäbe die Viecher zu Millionen - die paar auf der Strasse würden nicht ins Gewicht fallen.

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Koordinaten zum Anklicken:
The Garden: 41°09'43.7"S, 148°17'00.2"E
Strand Binalong: 41°15'05.3"S, 148°18'21.5"E
Australien 24.01.2018   Über die Berge an die Ostküste
41°19'29.2"S, 148°17'47.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Mit unserem Fahrzeug meiden wir Naturstrassen. Wenn wir unseren Wagen mit all den Offroadern vergleichen, wird schnell klar: der Toyotabus ist nicht für Strassenabenteur gebaut worden. Trotzdem sind gut unterhaltene Naturstrassen möglich und wir versuchen es auf dieser Strecke zwei Mal.

Das erste Teilstück führte uns in ein wirklich sehenswertes Gebiet. Die trockene Strasse mit feinem Kies war komfortabel und einfach zu meistern. Jedoch beim zweiten Abstecher in die wilde Berglandschaft hatten wir weniger Glück. Leider fuhren wir bloss durch einen Wald und sahen von der Landschaft nichts. Die ersten Kilometer der Fahrbahn waren noch gut und dann wurde das Kies immer grober und die Strasse rauer. Nach der Hälfte wollten wir auch nicht mehr umdrehen und fuhren dann Teilstücke im Schritttempo. Der Telefonempfang war hier draussen dann auch noch tot - nun nur keine Autopanne auf diesem einsamen Abschnitt.

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Alles ging gut und wir kamen gut durchgeschüttelt und mit einem staubigen Auto auf unserem Campingplatz an der Ostküste an.
Australien 23.01.2018   Legaler Anbau von Opium
41°27'27"S, 147°08'28.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Heute Morgen erzählt uns ein Einheimischer, dass hier in Tasmanien diese «Poppy's» angebaut werden. Wir fragen nach und realisieren, dass er von Mohnfeldern spricht. Australien ist eines der wenigen Länder das den kontrollierten und streng überwachten Anbau von Opium erlaubt. Aus der Mohn-Planze werden wichtige Wirkstoffe für die Forschung und die Medizin gewonnen. Farmen in Tasmanien produzieren etwa 50% des weltweit zugelassenen Mohnstrohs, das später zu Opiaten wie Morphium und Codein veredelt wird. Als wir die Warnschilder am Strassenrand sehen, stoppen wir und sehen uns das ganze etwas näher an. Die Pfanzen sind giftig und es sind auch schon Unfälle verzeichnet worden.
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Weder Jakobs- noch Wanderweg
Scheinbar soll nur schon das Berühren der Pflanzen zu Vergiftungen über die Haut führen. Auch sollen die Farmer aktiv die Felder bewachen - ob das stimmt wissen wir nicht - auf jeden Fall haben wir keine grossen Zäune oder Bewachungsanlagen gesehen.

Am heutigen Tag passieren wir noch weitere dieser Felder denn wir befahren verschiedene Nebenstrassen, parallel zum Highway A1. Zwischendurch gibt es kurze Strecken die wir auf dem Highway fahren. Man darf sich unter Highway in Tasmanien keine Autobahn vorstellen - es ist fast immer nur eine ganz normale Hauptstrasse.

Übrigens haben wir bestes Sommerwetter. Seit wir unseren kleinen Elektro-Heizlüfter und die Bettflasche gekauft hatten, fielen die Temperaturen nie mehr so tief. Für nur 15 AUD (ca. 12 CHF) haben wir quasi das warme Wetter günstig erkauft;-)

Mehr Informationen zum Schlafmohn/Opium-Anbau hier:
Wikipedia: Schlafmohn
Wikipedia: Tasmanian opium poppy farming industry
Australien 22.01.2018   Mit der Fähre nach Tasmanien
41°10'24.5"S, 146°22'12.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Unterwegs nach Melbourne stoppen wir in Lang Lang für eine Nacht und für die verbleibenden zwei Nächte auf einem Campingplatz in Dandenong, einem Vorort von Melbourne. Kurz fuhren mit dem Auto auch in die Stadt, eigentlich nur um einen Eindruck vom Verkehr und dem Fährzugang zu erhalten. Das detaillierte Erkunden von Melbourne werden wir nach Tasmanien und sicher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen.

Am Sonntag klingelt unser Wecker bereits um 05:15 Uhr, denn wir wollen früh in die Stadt um nicht eine Verspätung durch die tägliche Autolawine zu riskieren. Uns wurde gesagt, dass eigentlich immer - selbst am Wochenende - viel auf der Strasse los sei. Die Hauptverkehrsachsen waren noch kaum benutzt und wir kamen planmässig beim Fähranleger an - und waren nicht einmal die Ersten! Schön in Kolonnen eingereiht werden alle Fahrer von Mitarbeitern der Biosecurity befragt und die Autos, Caravans und Wohnmobile inspiziert. Wir waren vorbereitet und wussten, dass einige Lebensmittel, wie zum Beispiel Äpfel, nicht nach Tasmanien mitgenommen werden dürfen.

Das Meer ist ruhig und die Fähre donnert mit 27,5 Knoten übers Meer. Das ist etwa 5x schneller als die ULANI und trotzdem dauerte die Überfahrt 9,5 Stunden. Wir richten uns auf bequemen Sesseln ein und schauen Tennis.
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Die SPIRIT OF TASMANIA ist wieder auf dem Rückweg
Zum Glück haben wir einen Daunenschlafsack aus dem Auto mit hoch genommen, denn es wird mal wieder viel zu stark heruntergekühlt. Viele Passagiere versuchen sich mit Jacken zuzudecken und schielen dabei neidisch auf unsere Daunendecke.

Die Tage sind lang hier unten im Süden und so konnten wir noch mit den letzten Sonnenstrahlen auf den Campingplatz in Devonport fahren. Dieser liegt nur ein paar hundert Meter vom Anleger entfernt. Wir hatten reserviert und durften unseren Stellplatz auf dem grossen Gelände gleich selber aussuchen.

Koordinaten zum Anklicken:
Fähranleger Melbourne: 37°50'28.7"S, 144°55'57"E
Nacht 051+052, Dandenong: 38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E
Nacht 050, Langlang: 38°18'28.2"S, 145°31'15.1"E
Gold Coast, Sydney, Canberra, Melbourne
Australien 17.01.2018   Wilde Koala auf Raymond Island und weiter nach Sale
38°06'49"S, 147°03'22.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
In diesem Teil von Australien ändern die Temperaturen sprunghaft. Da kann schon mal innert Stunden das Thermometer um 20 Grad fallen! Da wir das noch weiter südlich gelegene Tasmanien besuchen, haben wir gestern aufgerüstet in dem wir eine Bettflasche und ein kleiner Elektro-Heizlüfter angeschafft haben.

Auf dem heutigen Programm steht der Abstecher auf Raymond Island. Auf dieser kleinen, bewohnten Insel gibt es wild lebende Koalas die in den etwas niedrigeren Bäumen sehr gut beobachtet werden können.
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Nicht alle sehen gleich aus
Von Paynesville aus kann man die Fähre zur Insel nehmen. Sie geht alle 20 Minuten und ist für Fussgänger kostenlos. Den Van konnten wir für zwei Stunden gleich neben dem Fährdock parken.

Der Koala-Trail geht gleich beim gegenüberliegenden Fähranleger los und ist gut beschrieben. Es nennt sich Trail, aber es ist mehr ein Spaziergang von 20 Minuten durch die Siedlung und dahinter im parkähnlichen Waldrand entlang.

Kaum gestartet sichten wir bereits eine Koala Familie. Die ersten beobachteten wir etwas länger, aber wir erblickten immer wieder eines dieser putzigen Tiere in den Bäumen. Total sichteten wir auf unserem Rundgang 16 Tiere, davon zwei Jungtiere die noch am Fell ihrer Mutter hingen. Da wir so viele Bilder machten und immer wieder stehen blieben, brauchten wir dann doch etwa eine Stunde für den Rundgang.

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Diese Insel ist wohl der beste Ort um frei lebende Koalas beobachten zu können. Der ganze Ausflug ist unbedingt zu empfehlen!

Koordinaten zum Anklicken:
Parkplatz bei Fähre zu Raymond Island: 37°55'09.3"S, 147°43'30"E
Start Koala Trail auf Raymond Island: 37°55'12.7"S, 147°43'37.1"E
Australien 15.+16.01.2018   Muscheln sammeln on the Rocks und Lakes Entrance
37°52'39.4"S, 147°59'22.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
In den kommenden Tagen soll sich das Wetter bessern. Von einem Extrem zum anderen: es soll um die 40 Grad werden - wir können das kaum glauben, haben wir doch nun ein paar Tage richtig gefroren!

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Um zum Fährtermin rechtzeitig in Melburne zu sein, wollen wir etwas Distanz machen. Unterwegs schauen wir uns einige Orte an, bleiben aber nicht. So fahren wir durch Eden und machen auch einen Abstecher nach Malacoota.
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Zwischendurch mal wieder Muschel sammeln
Zurück auf dem Highway A1 - ich würde es eine Hauptstrasse nennen - fahren wir mit fast 100 durch grosse Wälder und auch einige Nationalpärke. Ein Schild bestätigt uns: wir sind nun im Staat Victoria.

Am Strassenrand liegen tote Kängurus und andere Waldbewohner (wahrscheinlich Wallabies oder Wombats). Die einen sind nur noch Fell und Knochen, andere scheinen recht frisch zu sein. Wir fahren ja absichtlich immer nur tagsüber und nie in der Dämmerung, denn genau dann sind die teils recht grossen Tiere unterwegs. Ein Känguru das 55 kg wiegt und bis 2 m gross wird möchten wir nicht auf der Motorhaube oder in der Windschutzscheibe erwischen - und dann noch mit 100 Sachen - nein Danke!

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Nach dem windigen Stopp bei den «Rocks» fahren wir noch durch den Ort Malo und dann direkt nach Lakes Entrance. Der Caravanpark ist sehr gepflegt und liegt zentral. Es gefällt uns gut und wir bleiben gleich zwei Nächte hier.

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Zu Fuss gelangen wir schnell in den Ort und über eine Fussgängerbrücke bis ins offene Meer hinaus. Obwohl sich die Wolken nun langsam verziehen, ist es noch immer kalt und auch der Wind trägt dazu bei. Im Fliespullover spazieren wir an den Strand wo die hartgesottenen einheimischen Kinder tatsächlich im Badeanzug im Sand spielen... brrrrrr... nichts für uns tropenverwöhnte Segler!

Koordinaten zum Anklicken:
Kurzer Stopp in Malacoota: 37°33'26.9"S, 149°45'33.4"E
Muschel sammeln on the Rocks: 37°48'42.6"S, 148°43'39.2"E
Durchfahrt in Malo: 37°47'47.5"S, 148°31'46.2"E
Australien 13.+14.01.2018   Pambula, Kangaroo auf dem Golfplatz
36°55'52.7"S, 149°52'51.7"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Das Wetter schlägt um. Bereits in der Nacht setzte stürmischer Regen ein und die Temparaturen fallen merklich. Nasskalt und klamm ist es als wir uns überwinden den Bus zu verlassen. Aufgewärmt durch die heisse Dusche und den allmorgendlichen Kaffee, fahren wir mit aufgedrehter Heizung statt Klimaanlage weiter.

Mit einem kurzen Zwischenstopp an einem unspektakulären Lookout in einem der vielen Nationalpärke, fahren wir direkt nach Merimbula. Kaufen etwas ein und nur ein Dorf südlicher in Pambula Beach wollten wir nächtigen. Als wir in die Einfahrt des Campingplatz abbiegen, finden wir uns in einer langen Warteschlange vor dem Eingang wieder.
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Sonntagsüberraschung
Sicher 15 Fahrzeuge mit Anhänger stehen vor uns an.

Nach dem langsamen Vorrücken werden wir von der Dame gefragt auf welchen Namen wir reserviert hätten..... ähhh wir haben uns nicht angemeldet.... - ist trotzdem noch was frei? Wir hätten Glück, meint sie, es seien noch ein paar wenige Plätze verfügbar. Aber als sie uns den Preis von 83$ pro Nacht nennt, war für uns klar: hier sind wir falsch! Wir drehen um und finden nur 3 Km hinter der Küste einen Campingplatz für 43$. Eigentlich wollte die sehr nette Managerin auch hier 51$ pro Nacht haben, denn es sei dieses Wochenende noch Hochsaison. Aber schlussendlich machte sie uns doch einen besseren Preis. Sie ist nur für eine kurze Zeit als Überbrückung für diesen Job eingesprungen. Da sie aber ursprünglich aus dieser Gegend stammt, verrät sie uns einiges über die nicht mehr vorhandenen Koalas und vor allem wo wir die Kangaroo's finden können.

Am Sonntagmorgen staunten wir nicht schlecht, denn der ruhige Sportplatz gleich nebenan verwandelte sich in einen Flohmarkt. Und das direkt hinter unserem Stellplatz.

Mehr Informationen zu den Eastern Grey Kangaroo (Macropus giganteus) hier:
Wikipedia: Östliches Graues Riesenkänguru
Australien 11.+12.01.2018   Bombala, lauern auf das Schnabeltier (Platypus)
36°54'30.1"S, 149°14'23.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Auf dem Weg von den Snowy Mountains zurück zur Küste bietet sich Bombala für einen Stopp an. Von den freilebenden Schabeltieren in dieser Gegend wussten wir nichts und erfuhren erst auf der Touristeninformation davon. Der Campingplatz ist recht günstig und liegt direkt an einem Fluss. Man fährt einfach in diesen Park, richtet sich auf einem freien Stellplatz ein und am späteren Nachmittag erscheint die Dame von der Tourist Information und zieht das Geld ein.

Die Tiere leben frei im Fluss, sind aber eher früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang aktiv. Dann sollen sie aus ihren höhlenartigen Nestern kommen und bei ruhigem Wasser kann man sie beobachten.
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Auf der östlichen Fussgängerbrücke
Natürlich machten wir uns am späten Nachmittag auf um dieses skurrile Tier zu sehen. Es ist eines der wenigen eierlegenden Säugetier der Welt! Bewaffnet mit drei Fotokameras begehen wir den Rundgang am Fluss. Mehrmals am Ufer und auch auf den Fussgängerbrücken bleiben wir stehen und suchen gezielt den Fluss ab - nichts. Laute Kakadus und andere Papageienarten hat es im Überfluss, auch einen wilden Hasen sehen wir - aber keine Platypus.

Mit Mückenstichen an den Beinen und etwas frustriert brechen wir die Sache ab. Am nächsten Morgen will es Sandra nochmals versuchen - ich habe die Nase voll. Aber Sandra hatte Glück und konnte tatsächlich einige Tiere im Wasser beobachten. Mehr zu diesem seltsamen Tier hier:
Wikipedia: Schnabeltier (Platypus)

Nach der ersten Nacht reinigen wir das Auto von den Hinterlassenschaften der Vögel und parken um. Für die zweite Nacht stellen wir unseren Bus so zwischen die Bäume, dass wir nicht mehr unterhalb eines Nachtlagers sind.
Australien 10.01.2018   Khancoban, verlassener Ort auf der anderen Seite
36°13'12.4"S, 148°07'09.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Die ganze Gegend rund um Cooma liegt auf einem Hochplateau - ca. 800 bis 1000 m.ü.M. Es ist eine trockene Gegend, da auf der West- wie auch auf der Ostseite je eine hohe Bergkette die Wolken ausregnen lassen bevor sie diese Ebene erreichen. Die Strassen führen durch Bilderbuch-Landschaften die kaum bewohnt sind. Das Plateau ist geprägt von gelbem hohen Gras, gewaltigen Felsen und Steinbrocken die in den grossflächigen Schaf- und Kuhweiden zerstreut liegen sowie sporadischen Ansammlungen von sattgrünen Bäumen die den Tieren Schatten spenden.

Später führen uns Gebirgsstrassen durch Schluchten und Täler, über Staumauern und hochalpine Wälder hindurch.
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Ganze Landstriche mit weissen, toten Bäumen
Die gewaltigen Schneeberge und felsigen Gipfel fehlen ein bisschen, sonst gibt es Parallelen zu den Pass-Strassen im Flüela- oder Ofenpass. Ein weiterer, offensichtlicher Unterschied betrifft die Bäume: anstatt Nadelhölzer sehen wir fast ausnahmslos Eukalyptusbäume, viele Farne und selten ein paar Pinien. Staumauern und Dämme kennen wir aus Europa gut und auch die Umwandlung in Strom birgt nichts spannendes für uns. Wir durchfahren dieses grosse Gebiet und müssen ab und an mal an einem einsamen Rot-Licht (Unterhaltsarbeiten an den Strassen) warten.

Kaum angehalten versammeln sich innert Sekunden mückenartige Fliegen (?) auf unseren Scheiben. Nicht eine oder zwei... nein sicher 20 Stück. Wir lassen die Fenster geschlossen, aber wir ahnen schon was da auf uns zukommen mag. Angekommen auf dem THREE MILE DAM Campingplatz, machen wir ein paar Schritte und werden wieder laufend attackiert. Fliegen verscheuchen als Haupt-Zeitvertrieb: von den Augen verscheucht ziehen sie einen kleinen Kreis und sitzen in die Ohren, von da zurück zum Mund, dann wieder in die Augen - oh ist das lästig!

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Wir beschliessen weiter zu fahren und erreichen gut eine Stunde später den Campingplatz in Khancoban. Als erstes frage ich am Empfang ob sie hier auch so viele Fliegen hätten. Die nette Lady war sichtlich von der Frage überrascht: Nein, nein so viele hat es nicht. Ja, wir können das bestätigen, hier auf nur noch 300 m.ü.M. gibt es dieses Viecherproblem nicht. Dann frage ich nach einem Lebensmittelladen. Der einzige Supermarkt ist für immer zu, nur die Tankstelle hätte noch etwas weniges. Wir hatten ja zum Glück Lebensmittel eingekauft, denn das was die Tankstelle anbietet kann man vergessen. Zu mindest ist der Campingplatz mit Stausee-Zugang eine wahre Oase und hat weitaus die beste freibenutzbare Infrastruktur die wir je gesehen haben!

Koordinaten zum Anklicken:
Three Mile Dam: 35°53'10.9"S, 148°27'02.9"E
Scammell's Lookout: 36°19'24.5"S, 148°12'00.3"E
Thredbo Station: 36°30'15.3"S, 148°18'16.1"E
Australien 08. - 09.01.2018   Cooma, ab ins Gefängnis
36°14'25.2"S, 149°06'36.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Als grösster Ort in der Region ist Cooma ein guter Ausgangspunkt um in die Snowy Mountains zu starten. Nachdem wir den Campingplatz bezogen haben, besuchen wir das Visitor Centre. Nebst einem herzlichen Empfang und guten Broschüren erhalten wir auch viele weitere Hinweise und Infos. So erfahren wir zum Beispiel, dass man im ganzen Nationalpark frei campieren darf. Die nette Dame markiert uns auf einer Karte gleich die wichtigsten Stopps nochmals und bespricht alle Einzelheiten.
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Heidi's Tea-House
Sie empfiehlt uns die Runde im Gegenuhrzeigersinn zu machen, so sehe der Fahrer mehr von den Bergen.

Der nördliche Teil des Nationalparks ist kostenlos und für den südlichen Teil muss man die 17 Dollar (pro Fahrzeug) nur entrichten, wenn man im Park länger verweilt oder gar übernachtet. Hauptattraktionen sind zwar Natur und die höchsten Gipfel von Australien (etwas über 2000 m.ü.M.), aber es gibt auch noch die Staudamm-Anlagen und das Gefängnis-Museum zu bestaunen. Das Museum liegt gleich im Ort und wir besuchen es direkt nach dem Visitor Centre. Wir waren überrascht, dass wir von Gefängnis-Insassen begrüsst wurden. Auch NG (das ist übrigens sein korrekter Vorname!) der ursprünglich aus Hongkong stammt, ist ein Häftling der noch weitere 2 Jahre (von insgesamt 6) hier absitzen muss. Er ist unser Tourguide und führt uns sehr kompetent und äusserst sympathisch durch die Museumsräume.

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Koordinaten zum Anklicken:
Visitor Informations Center: 36°14'05.6"S, 149°07'33.8"E
Cooma Jail Museum Goal: 36°14'00.2"S, 149°07'22.6"E
Mount Gladstone Lookout: 36°15'04.4"S, 149°04'41.7"E
Australien 05. - 07.01.2018   Canberra, eine tote Haupstadt
35°20'03"S, 149°09'45.7"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Quer durch die Berry Mountains und durch das Kangaroo Valley stoppen wir an den Fitzroy Falls. Mit der Parkplatzgebühr von 4$ ist auch gleich der Eintritt bezahlt. Durch das Informationsgebäude mit Café hindurch führen einige Pfade zu Aussichtsplattformen rund um den Wasserfall. Dieser führt leider fast kein Wasser, stürzt aber immerhin 81 m in die Tiefe.

Unterwegs im Kangaroo Valley - wenn wundert's - sehen wir nicht ein einziges Beuteltier. Dafür viele schwarze oder schwarzweisse Kühe. Scheinbar gibt es hier viele Milch- und Fleischproduzenten.
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Photografiert auf dem Weg zu den Politikern
Diesmal wollten wir uns auf dem Campingplatz anmelden, aber das Telefon war nicht bedient. Als wir ankommen heisst es: der Platz ist voll. Schon wieder! Auch Nachfragen nutzte nichts wir müssen zum nächsten Zeltplatz weiter. Dasselbe in Grün: alles voll! Wiederum erklären wir, dass wir nur ein kleines Fahrzeug hätten und eigentlich nur Strom für unseren Kühlschrank bräuchten. Die Chefin kommt vom hinteren Büro nach vorne. Sie hätte da was, aber wir müssten es uns vorher anschauen, ob das auch geht.

Sandra und ich beäugen den vermeintlichen Platz, sagen zu und richten uns ein. Rückwärts quetschen wir unseren Van zwischen zwei Bäume. So haben wir etwas Schatten und, geschützt durch die Hecke, auch genug Privatsphäre. Gleich vor dem Campingplatz hat es eine Bushaltestelle. Wir kaufen im Bus gleich je einen Tagespass und fahren mit den öffentlichen Verkehrsmittel zur Bibliothek. Von da reiten wir mal wieder Schustersrappen. Zum Regierungsgebäude ist es nicht weit, aber dann bis in die Innenstadt hätten wir besser den Bus genommen. Am Nachmittag wollen wir unseren Tagespass noch etwas auskosten und suchen uns eine lange Busstrecke aus.

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Bequem gondeln wir so an der Universität vorbei. Draussen brennt die Sonne fast 40 Grad, aber im grossen modernen Bus sorgt die Klimaanlage für angenehme Temperaturen. Wir denken uns nichts dabei, als wir die letzten Fahrgäste sind und rechneten damit, dass es nun zurück in die City geht. Plötzlich biegen wir in ein grosses Depot ab... wir sind überrascht, verwirrt - genau wie der Busfahrer als er sich , kurz vor dem Verlassen und Abschliessen des Busses, umdreht und feststellt, dass er noch zwei Passagiere illegal ins Busdepot mitgebracht hat.

Er ist sehr nett und hilfsbereit, begleitet uns bis zum weit entfernten Ausgang und erklärt welchen Bus wir zurück in die Stadt nehmen müssten - dabei lacht er immer wieder - das sei ihm auch noch nie passiert... uns auch nicht!

Vielleicht weil es Urlaubsszeit und auch noch Wochenende ist - die ganze Stadt scheint wie ausgestorben. Auch hat es kaum Verkehr auf den gross dimensionierten Strassen.

Koordinaten zum Anklicken:
Fitzroy Falls: 34°38'49.1"S, 150°28'59.9"E
Canberra Parlament: 35°18'26.3"S, 149°07'30.7"E
Australien 03. - 04.01.2018   Berry, Showground, Shoalhaven und Blowhole
34°46'47.5"S, 150°41'39.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E
Das neue Jahr hat für uns ja mit dem weltbekannten Feuerwerk in Sydney begonnen. Nun geht die Landreise weiter. Die 13 Nächte auf dem Campingplatz in Sydney waren zwar sehr kurzweilig, aber nun wollen wir unsere Reise fortsetzen. Es geht nun durch den Ryoal National Park, dann der Küste entlang über die Sea Cliff Bridge gegen Süden.

Nach einigen Stopps unterwegs gelangen wir zum Showground in Berry. Dieser Platz ist unseres Wissens recht kostengünstig und liegt ideal auf unserem Reiseabschnitt.
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Cambewarra Lookout
Nur leider hängt schon bei der Einfahrt ein Schild «Alles belegt - kein Platz mehr». Das kommt uns jetzt sehr ungelegen, da eine echte Alternative fehlt. Was tun?

Im Zweifelsfall nicht alles glauben... wir fahren auf den Platz und fragen höflich (möglichst hilflos wirkend) nach, ob es nicht doch eine Möglichkeit gebe... - der Platzwart meinte: eigentlich nicht, er dürfe nicht,... aber mal schauen... und schwupps wir haben einen guten Platz mit Strom für die nächsten zwei Tage.

Das gibt uns genug Zeit um die Gegend zu erkunden und auch um meinen mühsamen Husten etwas zu kurieren - oder zumindest den Status zu verbessern.

Koordinaten zum Anklicken:
Cambewarra Lookout: 34°47'58.5"S, 150°34'39"E
Kiama Blow Hole Lookout: 34°40'19.1"S, 150°51'49.3"E
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